Sportzentrum Zuchwil

Turnen Berufsschüler bald in Zuchwil? Die Sportzentrum AG darf dem Kanton eine Offerte unterbreiten

Gleich zwei Mitteilungen im Gemeinderat im Zusammenhang mit dem Sportzentrum lassen aufhorchen. Die sicher Erfreulichere ist der Umstand, für einen weiteren möglichen Mieter der Dreifachturnhalle eine Offerte schreiben zu dürfen. Dabei handelt es sich immerhin um eine Offerte für den Kanton.

Urs Byland
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Dreifachturnhalle beim Sportzentrum Zuchwil.

Dreifachturnhalle beim Sportzentrum Zuchwil.

Solothurner Zeitung

Für die Berufsschüler wird weiterhin eine Turnhallenlösung gesucht. Auf die aktuell fragwürdige Transportlösung zum Solothurner Sportzentrum CIS mit dem Bus soll verzichtet werden, so der Kantonsrat, der im September 2019 den Regierungsrat beauftragte, einen Lösungsvorschlag für den Bau einer Turnhalle in Gehdistanz zum Berufsbildungszentrum auszuarbeiten. «Bis Ende 2021 wollen wir unter möglichst vielen Lösungsvorschlägen auswählen können», erklärt Kantonsbaumeister Guido Keune.

In einem informellen Gespräch zwischen dem Kanton und Zuchwil wurde ausgelotet, ob der Berufschulsport in der Dreifachturnhalle in Zuchwil angeboten werden kann. Dort würde sich in Bezug auf den Transport keine Änderung ergeben «Es würde bei einem Bustransport bleiben», so Keune. Aber der Kanton könnte zwischen mehreren Lösungen auswählen, erfülle doch der Standort in den CIS-Hallen nicht alle Vorgaben seitens des Bundesamtes für Sport. «Wir wollen auf keinen Fall eine schlechtere Lösung als heute.» Auch eine Lösung mit einem Bau einer Halle in Gehdistanz sei nicht vom Tisch, sagt Keune.

Zuchwil steht noch so gerne zur Verfügung

Von Seiten der Sportzentrum-Verantwortlichen und der Gemeindebehörden Zuchwils wäre man hoch erfreut. Die Miete der Dreifachturnhalle sei gemäss Sportzentrumdirektor Urs Jäggi grundsätzlich möglich, allerdings wären Veränderungen für die aktuellen Mieter nicht ausgeschlossen. Vorteil: «Das Sportzentrum und damit Zuchwil würde über gesicherte Mieteinnahmen über einen Zeitraum von zehn Jahren erhalten», so Urs Jäggi im Bericht.

Die zweite Mitteilung in den Gemeinderatsunterlagen ist weniger erfreulich. Wegen der Verschiebung der Freibadöffnung im letzten Jahr stellte die Sportzentrum AG der Gemeinde eine provisorische Rechnung für die Ertragsausfälle. Die anbegehrte Kompensationszahlung in der Höhe von 65298.80 Franken werde nun aber reduziert auf 50000 Franken. Dieser setzt sich zusammen aus dem entgangenen Gewinn im Restaurant von 15000 Franken und bei den Freibadeintritten von 35000 Franken. Der Ertragsausfall sei geringer, weil die zweite Hitzewelle ab 22. Juli überdurchschnittliche Erträge im neuen Freibad ermöglichte. Weiter schreibt die AG, dass sie in der aktuellen Verschuldungssituation auf eine zumindest ausgeglichene, wenn nicht positive Erfolgsrechnung angewiesen sei.

Noch sei es aber wie ein Bittbrief zu behandeln. «Das ist momentan eine reine Information. Ich weiss noch nicht, wie wir mit damit umgehen wollen», erklärt Gemeindepräsident Stefan Hug. Für ihn sei aber klar, dass die Gemeinde zuerst mit den Handwerkern reden wird. «Wir hatten klare Termine abgemacht.» Deshalb sei für ihn klar, dass diese Forderung bauseitig gelöst werden soll.