Oekingen

«Wir haben Handlungsbedarf»: Verwaltungsstrukturen sollen angepasst werden

Die Gemeinde Oekingen will sich in den Bereichen Werkhof und Hauswartung neu organisieren. Gestützt ist die Verwaltungsreform auf einer Analyse einer unabhängigen Firma.

Rahel Meier
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Mit den Verwaltungsreformen rüstet sich Oekingen rüste organisatorisch und personell für die Zukunft.

Mit den Verwaltungsreformen rüstet sich Oekingen rüste organisatorisch und personell für die Zukunft.

Tom Ulrich / fotomtina

Ende Juli wird die langjährige Gemeindeschreiberin in Oekingen pensioniert. Weil zudem auf die neue Legislatur hin Rücktritte aus dem Gemeinderat, aus den Kommissionen und von Funktionären, die Arbeiten im Bereich der Hauswartung und des Werkhofes übernehmen, angekündigt wurden, werden in Oekingen nun grundsätzliche Überlegungen für eine Reorganisation der Behördenstrukturen angestellt.

«Wir haben Handlungsbedarf», so Gemeindepräsident Etienne Gasche auf Anfrage. Arbeiten auf viele Personen mit sehr kleinen Pensen zu verteilen, sei nicht mehr zeitgemäss. Deshalb wurde von einer unabhängigen Firma eine Analyse durchgeführt. Diese habe aufgezeigt, dass man sich auf der Verwaltung und in den Bereichen Werkhof und Hauswartung neu organisieren müsse. Als erstes wurde in diesen Tagen bereits die Stelle als Gemeindeschreiber/in (inklusive Bausekretariat) in einem 60-Prozent-Pensum ausgeschrieben. Die Gemeindeschreiberin hatte bisher ein 40-Prozent-Pensum. Dazu kommen 50 Prozent für die Finanzverwaltung. Insgesamt wird das Pensum in der Verwaltung mit der Neuorganisation leicht aufgestockt.

Der neue Stellenbeschrieb sieht vor, dass neben den administrativen Arbeiten für Gemeinderat und für Gemeindepräsidium nach wie vor die Einwohner- und Fremdenkontrolle geführt werden soll. Dazu soll die Werk- und Umweltkommission administrativ unterstützt werden. Zusätzlich kommt neu das Bausekretariat dazu. Dieses beinhaltet vor allem die formelle Prüfung der Baugesuche. Eine eher aussergewöhnliche Kombination, wie auch Gasche zugibt. Er fügt aber gleich an, dass schon erste Bewerbungen eingereicht wurden. «Wir möchten so die Kommissionsmitglieder entlasten», erklärt er. Heute würden die Baugesuche alle von der Baukommission geprüft.

Diskussionen werden breit abgestützt

Was die Organisationsanalyse und Neudefinition der Leistungsbereiche des Werkhofes und der Hauswartung angeht, lässt man sich ein wenig länger Zeit. Bis zu den Sommerferien sollen die heutigen Vorgaben und Strukturen grundsätzlich überprüft, validiert und wenn nötig angepasst werden. Dabei werden die Ressortleiter und die Fachkommission mit einbezogen. Abschliessend soll dann auch die Dienst- und Gehaltsordnung revidiert werden.

«Wir sind überzeugt, dass die angedachte Strukturreform zielgerichtet und für unser Dorf nötig ist», so Gasche. Oekingen rüste sich so organisatorisch und personell für die Zukunft. Man sei zwar in Gesprächen mit Halten und Kriegstetten, um Synergien zu nützen und die Zusammenarbeit zu verstärken. Oekingen habe aber immer signalisiert, dass es als Dorf eigenständig bleiben möchte.