Subingen
Ziel erreicht: Gemeinderat stutzt Budget und Investitionsrechnung

Der Gemeinderat von Subingen setzt beim Budget 2017 den Rotstift an und kürzt kräftig die Ausgaben.

Gundi Klemm
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Der Unterhalt der Friedhofhalle wurde um ein Jahr verschoben. (Archiv)

Der Unterhalt der Friedhofhalle wurde um ein Jahr verschoben. (Archiv)

Rahel Meier

Die Vorgabe, mit der die 9 Gemeinderatsmitglieder (4 FDP, 4 SP und 1 CVP) zur Sitzung antraten, war klar: Das auf fast 1 Million Franken lautende Defizit in der Erfolgsrechnung von anfänglich 15,3 Millionen musste ebenso schrumpfen wie die zu hohe Investitionsplanung im Umfang von 2,5 Millionen Franken. In die Aufstellung künftiger Auf- und Ausgaben hatte Finanzverwalter Roland Kummli alle Wünsche und Notwendigkeiten aus Behörden und Verwaltung aufgenommen.

Das Gremium hatte jeden Ausgabeposten, den die Gemeinde selbst ausserhalb von gesetzlichen Vorgaben und Verträgen beeinflussen kann, intensiv abgewogen und wenn möglich gekürzt. Zum Schluss wies die ertragsseitig 14,4 Millionen umfassende Erfolgsrechnung noch ein Minus von 250'000 Franken auf, und die Investitionsplanung lag bei gut 1 Million Franken.

Teures Schulmaterial

Manche Position blieb unangetastet, wie etwa die 26'000 Franken als Repräsentationsspesen des Gemeinderats. Da 2017 ein Wahljahr ist, werden Verabschiedungen von Amtsträgern und Kommissionen nötig, lautete die gemeinsame Einsicht. Vermindert wurden aber weitere Kredite wie auch das Projekt Uruguay. Wie kostspielig, aber auch wie dringend notwendig Informatik in Hard- und Software in der Verwaltung ist, erkannte der Rat an fixen Kosten in Höhe von fast 70'000 Franken. Unbestritten war der Unterhalt am Gemeindehaus, doch der Ersatz der nach 26 Jahren betagten Kleinkücheneinrichtung wurde doch erheblich reduziert.

Nur wenig geschröpft wurde die Feuerwehr in laufenden Ausgaben. Bei der Bildung verringerte der Rat den Pro-Kopf-Ansatz für das Schulmaterial, dessen Verbrauch angeblich erheblich über demjenigen der Nachbargemeinden liegt. Genau hinterfragt wurden die Ausgaben für Putzmittel und sonstigen Verbrauch, die in allen Gemeindeliegenschaften im Vergleich der Vorjahre deutlich angestiegen sind. Vermindert wurde der Unterhalt an Schulgebäuden, für die erst 2018 ein Gesamtprojekt mit Finanzierungsetappen aufgelegt wird.

Abstriche musste die Kultur hinnehmen, obwohl sie als wichtig und bereichernd fürs Dorf gewürdigt wurde. Die von der Kultur- und Sportkommission gewünschten «Hüttli» für den «Weihnachtszauber» für über 30'000 Franken werden nicht angeschafft. Ebenso muss die Kostenentwicklung bei der Maichilbi überprüft werden.

«Wegweiser» – wie weiter?

Trotz eng geschnürtem Finanzgürtel gab es ein eindeutiges Bekenntnis zum Hallenbad, dessen Unterhalt in der kommenden Periode jedoch von 61'000 auf 21'000 Franken gekürzt wurde.

Hin- und herüberlegt wurde bei den Kosten für Medien, besonders bei dem alle vier Jahre für 30'000 Franken herausgegebenen «Subinger Wegweiser». Nicht darauf verzichten, lautete die Devise, aber eine weitaus günstigere Mischform für 15'000 Franken finden, in der sich die Gemeinde und ihre Organe attraktiv vorstellen können. Als Vorschlag verworfen wurde ein mehrmals jährlich publizierter «Newsletter».

Steuereinnahmen steigen

Eine eindeutige Haltung nahm der Gemeinderat zur Repla-Vereinbarung zugunsten der Unterstützung städtischer Kulturinstitutionen und bedauerte, dass «gewisse Gemeinden wieder zurückkrebsen». Sorgen bereitet in der 25 Jahre alten Mehrzweckhalle der Zustand der Klapptische, für deren Erneuerung statt 71'000 nun 45'000 Franken budgetiert sind. Erhalten für 22'000 Franken wird das historische Bilderstöckli am Ortseingang. Leichte Kürzungen erlitten auch Unterhaltsarbeiten an Gemeindestrassen samt Beleuchtung.

Bei der Besoldungsplanung für Mitarbeitende im Werkhof nahm der Rat mit 247'000 Franken auf den genehmigten Personalspiegel Rücksicht. Um ein Jahr verschoben wurde der Unterhalt der Friedhofshalle.

Eine Korrektur zum Positiven konnte der Rat bei den erwarteten Gemeindesteuern vollziehen. Denn laut Kummli ist hier die Tendenz steigend. So kalkuliert der Gemeinderat bei einem Steuerfuss von 128 Prozent statt 8,3 Millionen 8,45 Millionen Franken. Für Subingen und eine ausbalancierte Finanzlage besonders wichtig sind die Beiträge aus dem Finanz- und Lastenausgleich im Umfang von 622'400 Franken.