Trimbach

32-Jährige hinterlässt eine Wohnung voller Müll – Vermieter ist entsetzt

Es ist der Alptraum eines jeden Vermieters: In Trimbach verschwindet eine Mieterin und hinterlässt die Wohnung vollgestopft mit Abfall. Dino Rossi ist sprach- und auch ein wenig machtlos.

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Der Gestank hat sich schon im ganzen Haus ausgebreitet. Abfall, wohin man sieht. Der Vermieter Dino Rossi ist entsetzt, in welchem Zustand er die Wohnung antrifft, in der eine 32-jährigen Frau gelebt hat. TeleM1 zeigt er, wie das Kinderzimmer aussieht: «Das gibt zwei bis drei Stunden Arbeit, um alles nach unten zu transportieren, die Entsorgung kostet wohl 200 bis 300 Franken.» Rossi ist enttäuscht: «Am Mittwochabend hat sie mich angerufen und mir versprochen, dass sie bis am Dienstag ausgezogen und die Wohnung picobello geputzt sei.» Insgesamt beläuft sich der Schaden auf etwa 10'000 Franken, die Wohnung muss renoviert werden.

Die Messie-Mieterin hatte die Wohnung gekündet und eigentlich Ende Oktober abgeben sollen. Sie ist dann aber verschwunden und hat bergenweise Abfall hinterlassen, im Kühlschrank vergammelt Fisch. «Es wäre eigentlich zum Heulen, aber das mache ich jetzt nicht», sagt Rossi sichtlich frustriert. Er habe der Mieterin immer wieder die Möglichkeit gegeben, die Wohnung zu räumen und abzugeben. Sie sei aber nie aufgetaucht und schwer erreichbar gewesen. Auch die Redaktion von TeleM1 konnte besagte Person für eine Stellungnahme nicht erreichen.

Rechtsanwalt Marco Del Duca erklärt, was man als Vermieter für Möglichkeiten hat: «Will man den Weg übers Gericht gehen, darf man die Sachen nicht eigenhändig entsorgen oder verkaufen. Man muss ein Mietausweisungsbegehren stellen.» Allerdings dauert dies im Einzelfall bis zu mehreren Wochen. Bei Dino Rossi drängte aber die Zeit: «Jetzt ist schon der halbe Monat vorbei, im Normalfall hätte ich die Wohnung bereits auf Anfang Monat neu vermietet.» (kob)