Schönenwerd

«Ich möchte für alle eine Ansprechperson sein» — so Charlotte Shah, Kandidatin fürs Gemeindepräsidium

Charlotte Shah-Wuillemin wurde von der FDP für die Wahl des Schönenwerder Gemeindepräsidiums nominiert, da Peter Hodel nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidiert.

Lorenz Degen
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Die Kandidatinnen und Kandidaten der FDP Schönenwerd (v.l.n.r.): Giuseppe Rudi, Reto Bühlmann (beide Gemeinderat), Charlotte Shah (Gemeinderat, Gemeindepräsidium, Kantonsrat), Peter Hodel (Kantonsrat, Regierungsrat), Jolanda Zollinger und Martin Widmer (beide Gemeinderat). Gemeinderatskandidatin Géraldine Studemann fehlte bei der Nomination wegen Militärdienst.

Die Kandidatinnen und Kandidaten der FDP Schönenwerd (v.l.n.r.): Giuseppe Rudi, Reto Bühlmann (beide Gemeinderat), Charlotte Shah (Gemeinderat, Gemeindepräsidium, Kantonsrat), Peter Hodel (Kantonsrat, Regierungsrat), Jolanda Zollinger und Martin Widmer (beide Gemeinderat). Gemeinderatskandidatin Géraldine Studemann fehlte bei der Nomination wegen Militärdienst.

zvg

Charlotte Shah-Wuillemin ist Gemeinderätin (FDP) in Schönenwerd. Die 62-Jährige ist verheiratet und hat eine Stieftochter. Sie arbeitet als Mitglied der Geschäftsleitung in einer privaten Alarmzentrale.

Charlotte Shah-Wuillemin, FDP-Gemeinderätin.

Charlotte Shah-Wuillemin, FDP-Gemeinderätin.

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Frau Shah-Wuillemin, was hat Sie dazu bewogen, für das Amt der Gemeindepräsidentin zu kandidieren?

Charlotte Shah-Wuillemin: Ich kenne das Amt des Gemeindepräsidenten und die damit verbundenen Aufgaben seit 8 Jahren aus nächster Nähe. Ich habe bereits wichtige Einblicke sammeln können und dies hat meine Begeisterung für das Amt noch verstärkt. Für mich steht die Suche nach Lösungen und Alternativen im Mittelpunkt und ich arbeite gerne mit und für Menschen, ausserdem ist Schönenwerd meine Heimat und ich möchte etwas zurückgeben.

Sie sind seit acht Jahren im Gemeinderat. Was gefällt Ihnen an dieser Tätigkeit, was nicht so sehr?

Das Ressort Soziales ist sehr gross und vielfältig. SRUN, Spitex, Haus im Park, Alterkommission, Kita Mosaik, Spielgruppen, Kulturpunkt, Start Integration, Läuppistiftung usw. Dabei geht es um sehr unterschiedliche Themen und Menschen. Dies alles macht die Arbeit spannend und herausfordernd. Ich habe sehr viel dabei gelernt, konnte in viele Bereiche Einsicht erlangen und viele interessante Leute kennen lernen. Was mir nicht so gefällt: Viele Wege und Entscheidungen sind langwierig. Man braucht oft sehr viel Zeit und Geduld.

Welche politischen Werte sind Ihnen wichtig? Welche Anliegen vertreten Sie besonders?

Eigenverantwortung, pragmatische Lösungen, Transparenz und Loyalität. Eine gute Integration ist ein Muss. Bei unserem grossen Anteil an fremdsprachigen Einwohnern muss es eine Selbstverständlichkeit sein, unsere Sprache lernen, sprechen und verstehen zu wollen und können. Die Kinder müssen so weit wie möglich mit genügend Deutschkenntnissen in die Schule kommen, damit sie dem Unterricht gut folgen können. Nicht nur die Schüler die Nachhilfe brauchen, müssen Unterstützung erhalten, sondern auch die begabten Schüler sollten gefördert werden.

Was möchten Sie in Schönenwerd bewirken, wenn Sie als Gemeindepräsidentin gewählt werden?

Ich möchte für alle Schönenwerderinnen und Schönenwerder eine Ansprechperson sein. Einen offenen Austausch auf allen Ebenen schaffen und führen. Mit dem Gemeinderat zusammen eine gute Arbeit für alle leisten.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Was meinen Sie, wo steht Schönenwerd in 10 Jahren?

Der Bahnhof ist bereits umgebaut und die S-Bahn von Zürich kommt direkt bis nach Schönenwerd. Der Ortskern ist neugestaltet worden und es gibt wieder vermehrt Geschäfte an der Hauptstrasse. Wir stehen mit einem soliden Finanzierungshaushalt da.