Jungtiere geschlüpft
Auf die Schwanenbabys von Winznau wartet ein Leben voller Gefahren

Winznau hat Schwanenzuwachs – nach erfolgreicher Brut an exponiertem Nistplatz gilt es nun Wildtieren und Hochwasser zu trotzen.

Franziska Roth
Drucken
Die Schwanenfamilie mit den fünf Küken ist jetzt häufig zwischen Winznau und Olten unterwegs.

Die Schwanenfamilie mit den fünf Küken ist jetzt häufig zwischen Winznau und Olten unterwegs.

Bruno Kissling

Vor etwa sieben Wochen sorgte das Schwanennest in Winznau für Aufsehen – mittlerweile sind fünf Schwanenküken geschlüpft. Sie sind bereits fleissig mit den Eltern unterwegs auf Futtersuche. «Die Kleinen müssen letzte Woche geschlüpft sein», erzählt der Gemeindepräsident von Winznau, Daniel Gubler, auf Anfrage. Er besucht das Nest wöchentlich. «Das ist ein schönes Ereignis für unsere Gemeinde», sagt Gubler.

Auch Kurt Schibler freut die Nachricht: Der passionierte Naturbeobachter befürchtete, dass der gewählte Nistplatz unvorteilhaft sein könnte. Denn dieser liegt in der Nähe der Wohnhäuser und neben einem Wanderweg. Schibler hielt es für möglich, dass die Schwäne von Menschen oder Hunden beim Brüten gestört werden könnten.

Die Schwanenfamilie in WInznau hat es geschafft...
5 Bilder
...vor wenigen Tagen sind fünf Küken geschlüpft.
Die Familie ist unterwegs zwischen Olten und Winznau...
...die Tiere dürfen nicht gefüttert werden, sie ernähren sich rein pflanzlich.
Trotz elterlichem Schutz sind die Jungen an Gefahren wie Raubtieren oder Hochwasser ausgesetzt.

Die Schwanenfamilie in WInznau hat es geschafft...

Bruno Kissling

Tiere sollen nicht mit Brot gefüttert werden

«Ich bin sehr erfreut, dass trotz dem exponierten Nistplatz die Brut zu einem guten Ende gekommen ist», meint Schibler. Die Gemeinde habe sich mit dem Schutz der Tiere befasst, erklärt derweil Gubler: «Zusammen mit dem Vogelschutzverein wurden Hinweisschilder aufgestellt. Darauf steht, dass Hunde an der Leine geführt werden müssen und dass das Füttern der Schwäne unterlassen werden soll.» Schibler und Gubler weisen beide explizit darauf hin, dass die Tiere weiterhin nicht gefüttert werden dürfen.

Schon gar nicht mit Brot. Schibler erklärt: «Nahrung für die Schwäne gibt es überreichlich, sie ernähren sich ausschliesslich von Pflanzen und es ist nicht nötig, sie zu füttern.»

Nun seien es andere Faktoren, mit denen die Schwanenfamilie zu kämpfen habe, etwa Füchse, Raubvögel, Raubfische und das Hochwasser. «Dieses ist der Schwanenfamilie bereits letztes Jahr zum Verhängnis geworden», weiss Schibler.

Aktuelle Nachrichten