Lostorf
Ein Minigewinn anstelle eines satten Verlustes: So sieht die Bilanz aus

Der Souverän kann am Mittwoch Lostorf mit einer schwarzen Null verabschieden.

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Bald befindet der Souverän in Lostorf über wichtige Punkte (Archiv).

Bald befindet der Souverän in Lostorf über wichtige Punkte (Archiv).

Bruno Kissling

Mehr Einnahmen und weniger Ausgaben: In beinahe allen Ressorts hat die Gemeinde Lostorf unter dem Budget abgeschlossen. Die Rechnung 2020 schliesst deshalb mit einem kleinen Ertragsüberschuss von rund 68'000 Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von knapp 400'000 Franken.

Im Bereich der Verwaltung liegt der Nettoaufwand um rund 121'000 Franken unter dem budgetierten Betrag. Auch die zwei Ressorts Verkehr sowie Finanzen und Steuern haben gut abgeschlossen. Der Bereich soziale Sicherheit schliesst dagegen rund 118'700 Franken über Budget ab. Die Selbstfinanzierung der Gemeinde beträgt rund 789'000 Franken und liegt damit bei gut 78 Prozent, wie in einer Medienmitteilung der Gemeinde Lostorf zu entnehmen ist.

Die Abwasserversorgung ARA schliesst mit einem Aufwandüberschuss von rund 117'100 Franken, die Wasserversorgung dagegen mit einem Ertragsüberschuss von rund 106'300 Franken und die Abfallbeseitigung mit einem Ertrag von rund 50'700 Franken.

Der geplante Unterhalt der Dreirosenhalle, diverse Strassenprojekte, sowie Vorhaben in der Wasser- und Abwasserversorgung konnten nicht umgesetzt werden. Auch der Bau des Reservoirs Reben und die Überprüfung der Schutzzonenquellen fielen aus. Deshalb fällt die Investitionsrechnung besser aus als budgetiert. Die gesamten Nachtragskredite belaufen sich auf 1'153'000 Franken. Laut Medienmitteilung fallen rund 650'300 Franken davon auf gebundene Ausgaben zurück. Die Kreditüberschreitungen in der Kompetenz der Gemeindeversammlung betragen rund 401'300 Franken, diejenigen in der Kompetenz des Gemeinderates betragen rund 101'200 Franken. Der Gemeinderat von Lostorf hat die Jahresrechnung einstimmig genehmigt und zuhanden des Souveräns verabschiedet.

Vaterschaftsurlaub hält Einzug in die DGO

Der Souverän befindet am Mittwoch, 23. Juni ausserdem über die Anpassung der Dienst- und Gehaltsordnung (DGO) sowie über das Personalreglement. Grundlage: Am 27. September 2020 hat das Stimmvolk die Initiative für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub angenommen. Der Vaterschaftsurlaub ist in der Erwerbsersatzordnung (EOG) geregelt. Aktuell hat eine Mitarbeiterin Anspruch auf 16 Wochen besoldeten Mutterschaftsurlaub, von dem 14 Wochen nach der Niederkunft zu beziehen sind. Ein Mitarbeiter hat neu Anspruch auf einen besoldeten Vaterschaftsurlaub von 10 Arbeitstagen.

Seit dem 1. Januar 2021 besteht schweizweit die neue Regelung bezüglich Betreuungsurlaub. Dieser sieht vor, dass eine Person, welche kranke oder verunfallte Familienmitglieder oder Lebenspartnerinnen und Lebenspartner betreuen muss, dafür maximal drei Tage frei pro Fall und maximal zehn pro Jahr erhält. Es geht somit um die Betreuung der Eltern, des Ehe- oder des Lebenspartners.

Das Personalreglement sei in die Jahre gekommen, hält die Medienmitteilung fest. Es stammt aus dem Jahr 2009 und stimmt teilweise nicht mehr mit den gelebten Realitäten überein. Im Personalreglement wurden verschiedene Punkte angepasst oder modifiziert. Die Dienst- und Gehaltsordnung (DGO) wurde nun auch entsprechend angepasst.

Die Gemeinde gibt in ihrer Mitteilung zudem bekannt, dass die Schalter der Verwaltung neu ab 1. Oktober 2021 am Donnerstagnachmittag geschlossen sind. Individuelle Termine sind aber weiterhin auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich. Die notfallmässige Erreichbarkeit der Gemeinde ist aber sichergestellt. (szr)