Betreuung

«Ohne Arbeit wäre mir langweilig geworden»: Gretzenbach bekommt einen neuen Hüttenwart

Dieter Koch (68) aus Schönenwerd kümmert sich neu mit drei bereits bestehenden Hauswarten um die Waldhütte der Gemeinde Gretzenbach.

Rebecca Rutschi
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Dieter Koch, früher bei Securitas und im Asylwesen tätig, jetzt als neuer Hüttenwart vor dem Waldhaus in Gretzenbach.

Dieter Koch, früher bei Securitas und im Asylwesen tätig, jetzt als neuer Hüttenwart vor dem Waldhaus in Gretzenbach.

Bruno Kissling

Wenn man von der Köllikerstrasse in Gretzenbach auf die Dösihubelstrasse abbiegt, ist man noch rund einen Kilometer unterwegs, bis man die Waldhütte erreicht. Zuerst geht es steil bergauf, dann führt der Weg durch die dicht nebeneinanderstehenden Bäume. Die Hütte ist schliesslich nicht einmal 200 Meter von der Kantonsgrenze zum Aargau entfernt. Sie bietet normalerweise mit einem grossflächigen Aufenthaltsraum mit Cheminée Platz für 60 Personen. Aus bekannten Gründen ist das Maximum der erlaubten Gäste nun aber auf die Hälfte gesetzt.

Um das Waldhaus gepflegt und sauber halten zu können, hat die Bürgergemeinde Gretzenbach vor kurzem in einem Inserat darauf aufmerksam gemacht, dass sie einen neuen Hüttenwart braucht. Nun hat sich Dieter Koch aus Schönenwerd diesem Amt angenommen. Der Präsident der Waldkommission, Karl Hürzeler, berichtet, Koch sei ideal für den Job. Der 68-Jährige hat zuvor 16 Jahre im Kader der Securitas gearbeitet und deren Filiale in Aarau geleitet.

Danach war er 8 Jahre für den Kanton im Asylwesen tätig. «Er kann gut mit Menschen umgehen. Das hat uns von ihm überzeugt», sagt Hürzeler. Es sei zudem optimal, dass er in der Nähe wohne. Dass Koch bereits pensioniert ist, stört nicht. Im Gegenteil, es sei von Vorteil. «Viele Einsätze werden am Wochenende stattfinden. Junge Menschen möchten sich dann oft lieber mit ihrer Familie oder Freizeitaktivitäten beschäftigen.»

Eine Beschäftigung, die mit Menschen zu tun hat

Dieter Koch freut sich darauf, die Herausforderung der Arbeit als Hüttenwart anzunehmen. Er habe im Verlauf seines Lebens mehrmals als Hauswart gearbeitet, für die Pflege einer Waldhütte sei er aber noch nie zuständig gewesen. Da müsse er sich zuerst noch etwas einarbeiten. Auf die Frage, wieso er sich denn für die Stelle beworben habe, antwortet er lachend: «Ganz ohne Arbeit wäre es mir langweilig geworden. Ich habe in dieser Stelle eine gute Gelegenheit gesehen.»

Am meisten freue er sich darauf, mit Kundinnen und Kunden, welche die Hütte mieten, zusammenarbeiten zu dürfen. Das sei bei seinen früheren Anstellungen schon immer sein Lieblingsaspekt gewesen.

Das Team der Hüttenwarte ist wieder komplett

In Zukunft werden Koch zwei bis vier Einsätze pro Monat erwarten. Er ist nicht der einzige Hüttenwart, er ergänzt das Team Charly Francois, Markus Brüderli und Silvia Schenker.

Wenn er eingesetzt wird, bekommt er im Vorfeld Bescheid. Die Kundinnen und Kunden setzen sich anschliessend mit ihm in Kontakt und treffen Abmachungen zur Schlüsselübergabe. Ausserdem übernimmt Koch die Mitverantwortung zur Pflege und Instandhaltung der Waldhütte. Auch diese Aufgaben gehören zu einem Hüttenwart.