Wasserversorgung
Dulliken will ein neues Reservoir für höher gelegene Dorfteile bauen

Weil der Wasserdruck in höher gelegenen Dorfteilen unzureichend ist, hat der Gemeinderat einen Grundsatzentscheid gefällt. Das kostet sicher einen einstelligen Millionenbetrag.

Fabian Muster
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Der Eingang zum Reservoir Lehmgrube.

Der Eingang zum Reservoir Lehmgrube.

Bruno Kissling

Der Dulliker Gemeinderat hat an seiner vergangenen Sitzung richtungsweisende Beschlüsse punkto Wasserversorgung gefällt. Neu geschaffen wird eine «Obere Zone» im Gebiet Borstrain. Dort soll auch ein zusätzliches Reservoir entstehen. Dies hat das Gremium einstimmig beschlossen. So werde die Dulliker Wasserversorgung deutlich modernisiert, heisst es in einer Mitteilung.

Grund für den Bau eines dritten Reservoirs neben den bereits bestehenden in den Gebieten Lehmgrube und Engelberg sind die Druckverhältnisse. Sie sind in den höher gelegenen Dorfteilen unzureichend und entsprechen nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften, wie Gemeindeschreiber Michael Steiner auf Anfrage sagt.

Bis zur Gemeindeversammlung im kommenden Dezember wird ein konkretes Bauprojekt ausgearbeitet, das dann der Bevölkerung vorgestellt werden soll. Zu den finanziellen Auswirkungen will sich Steiner noch nicht äussern; aber das neue Reservoir werde sicher einen einstelligen Millionenbetrag kosten.

Geprüft wird, ob nach dem Neubau zwei Wasserkammern beim alten Reservoir Lehmgrube stillgelegt werden könnten, die beide aus dem Jahr 1921 stammten. Gemäss derzeitigem Stand der Dinge dürfte dies möglich sein, so Steiner. Ob mit dem neuen Reservoir insgesamt die Kapazität der Wasserversorgung erhöht wird in der Gemeinde, ist laut Steiner noch nicht klar.

Keine Subvention für neues Feuerwehrfahrzeug

Dulliken wird ein Feuerwehr-Fahrzeug anschaffen, um bei den Einsatzzeiten flexibler zu werden und auch periphere Standorte wie den Engelberg schneller erreichen zu können. Weil es ein zusätzliches Fahrzeug ist, wird dieses vom Kanton nicht subventioniert. Der Gemeinderat hat einem Kredit von 85'000 Franken zugestimmt. Das Mannschaftsfahrzeug vom Typ Mercedes Vito wird wegen längeren Lieferfristen erst im nächsten Jahr in Betrieb genommen werden können.

Arbeitsgruppe soll Anstellungsbedingungen bei Gemeinde prüfen

Eingesetzt hat der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung auch eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus allen vier Ortsparteien und der Gemeindeverwaltung. Diese soll das Lohnsystem und die Anstellungsbedingungen prüfen. «Dulliken will als Arbeitgeber attraktiver werden, um auf dem Arbeitsmarkt auch wegen des Fachkräftemangels besser bestehen zu können», sagt Gemeindeschreiber Steiner.

Das heutige Lohnsystem sei bereits 15 Jahre alt. Unzulänglichkeiten habe man aber keine entdeckt, daher will sich die Gemeinde bei der Überarbeitung der Dienst- und Gehaltsordnung Zeit lassen. Inkrafttreten soll das neue Reglement per Anfang 2024. Das letzte Wort dazu wird die Gemeindeversammlung haben.

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