Kleinholz Olten

Der Quartierladen ist in neuen Händen: «Chlyformat» setzt auch auf Regionales

Seit Mittwoch ist der Quartierladen im Kleinholz Olten mit neuem Namen in neuen Händen. Momentan hat sich noch nicht viel verändert. Wichtig ist der neuen Inhaberin vor allem der Kaffe-Ecke, der infolge der Coronasituation bis jetzt noch etwas zu kurz kam.

Urs Huber
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Betriebsleiterin Rebekka Häfeli im Quartierladen Chlyformat im Kleinholz.

Betriebsleiterin Rebekka Häfeli im Quartierladen Chlyformat im Kleinholz.

Bruno Kissling

«Wenn schon eine Änderung bei der Ladeninhaberin, dann auch einen Namenswechsel.» Die neue Betriebsleiterin des einstigen Oltner Quartierladens Kleinholz, Rebekka Häfeli, lacht. Der Begriff «Chlyformat» hatte sich im Projektteam durchgesetzt. «Nicht Englisch, nicht protzig, dafür aufgeräumt und verständlich.» Und deshalb ist der Quartierladen im Oltner Kleinholz jetzt nicht mehr nach einem Flurnamen benannt. Lediglich das vorangestellte Adjektiv «klein» fand im mundartlichen «chly» Niederschlag.

«Im Moment hat sich im Laden noch nicht viel verändert – zumindest nicht sichtbar für die Kundschaft», sagt Rebekka Häfeli, gelernte Augenoptikerin mit offenkundigem Flair für den Detailhandel und die konzeptionelle Entwicklungsarbeit. «Beim Hauptpartner setzen wir neu auf «Treffpunk» – ein genossenschaftlicher Verbund, welcher zu unserer Philosophie passt», sagt Rebekka Häfeli. Diese Zusammenarbeit bietet viel Spielraum in der Erweiterung von ausgewählten Partnern und regionalen Lieferanten.

Die Kundschaft hat den Regiewechsel gut angenommen.

(Quelle: Rebekka Häfeli, Betriebsleiterin)

Zu Strategieanpassungen wird’s unter anderem im Bereich der regionaler Produkte kommen, wie Häfeli versichert. «Diesen wollen wir weiter ausbauen.» Vor allem Lebensmittel regionaler Produzenten behält die Betriebsleiterin im Auge; Früchte, Gemüse Produkte vom Bauernhof. Und am Herzen liegt ihr auch der geplante Ausbau des Kaffee-Ecke im Chlyformat, das derzeit aufgrund der aktuellen Lage noch etwas brach liegt, aber als eigentlicher Quartiertreffpunkt vorgesehen ist. «Die gegenwärtige Situation rund ums Coronavirus hat eben vieles hinausgezögert oder verändert», so Häfeli, die Chlyformat im Auftrag von WG Treffpunkt, einem Sozialunternehmen, führt. So werden neben den Angestellten sowie einem Lehrling auch Menschen im Chlyformat mitarbeiten, die via Integrationsauftrag der Sozialeinrichtung auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden.

«Die Kundschaft hat den Regiewechsel gut angenommen», berichtet die Betriebsleiterin weiter. Und diese sei auch froh um den Weiterbestand des Quartierladens. «Darüber sind auch wir froh», meint die Betriebsleiterin. «Gerade in dieser schwierigen Lage möchten wir für unsere Kunden da sein und eine unkomplizierte nahe Einkaufsmöglichkeiten bieten.»

Die Vorgängerinnen hatten den Laden vor zweieinhalb Jahren übernommen. Nur wenig später allerdings erkrankte Isabelle Hachen. Das Duo wollte den Quartierladen längerfristig unter den neuen Umständen nicht mehr betreiben. Die Energie dafür habe nicht mehr ausgereicht, hatte Isabelle Hachen im Vorfeld der Geschäftsübergabe zu verstehen gegeben.