Olten

Die rutschfesten Matten im Hallenbad bleiben bis Saisonende liegen

Die Matten, die gegen die Rutschgefahr auf dem Boden des wieder eröffneten Hallenbades in der Kanti Olten verteilt wurden, bleiben vorläufig liegen. Der glitschige Boden wird erst im April saniert.

Urs Huber
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Rutschgefahr im Hallenbad an der Kanti Olten
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Diese haben sich bestens bewährt.
Deshalb wird der Boden erst im April saniert.
Der Kanton wollte den Fehler ursprünglich bis Ende 2017 beheben.
Nun wird mit den Arbeiten bis Saisonende zugewartet.
Hallenbad Kanti Kantonsschule Olten

Rutschgefahr im Hallenbad an der Kanti Olten

Bruno Kissling

Sie hatte nicht lange gedauert, die ungetrübte Freude am frisch sanierten Hallenbad der Kantonsschule Olten. Schon bald wurde offenkundig, dass beim Einbringen des Hallenbodens ein Fehler passiert ist; der Hallenboden ist zu glitschig. Das hat dazu geführt, dass es zu einem Sturz kam, bei dem sich allerdings niemand ernsthaft verletzt hat.

Anfang Dezember war das Hallenbad feierlich der Öffentlichkeit übergeben worden, Mitte Dezember schritt der Bauherr, der Kanton Solothurn ein. Diagnose: Rutschgefahr. Er liess durch eine Drittfirma prüfen, ob der Bodenbelag tatsächlich zu rutschig sei. Er war. Wie Guido Keune, stellvertretender Kantonsbaumeister, damals gegenüber dieser Zeitung erklärte, würde der Fehler bis Ende Jahr behoben sein.

Daraus ist allerdings nichts geworden. Die rutschfesten Matten aber, welche präventiv ausgelegt wurden, haben sich so bewährt, dass mit einer Sanierung des Belages – dies in Absprache mit der Schulleitung, der Stadt Olten und dem Hochbauamt – bis in den Frühling zugewartet werden soll.

Den Betrieb nicht stören

«Die ausgelegten Matten erfüllen ihre Aufgabe bestens», sagt David Brunner, stellvertretender Leiter Projektrealisierung beim kantonalen Hochbauamt. So gebe es keinen Grund, die Bodenarbeiten während der Betriebszeiten des Hallenbades auszuführen. Walter Wyss, Leiter Dienste an der Kantonsschule Olten, und Urs Kissling, Vertreter der Stadt Olten, bestätigen Brunners Aussage. «Die Rutschsicherheit ist mit diesen Matten gewährleistet; der Wassersportunterricht jedenfalls erfolgt im Normalbetrieb.»

Weitere Vorfälle seien ausgeblieben. Dennoch: Der nicht rutschsichere Boden wird saniert. Und zwar aller Voraussicht nach im kommenden April. Gemäss Brunner keine grosse Sache. Und für die Bauherrschaft kostenneutral. «Die Sanierungsarbeiten dürften innert Wochenfrist abgeschlossen sein», so Brunner weiter.

Blick in das neu renovierte Hallenbad der Kantonsschule Olten
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 Ab Dienstag ist das neu renovierte Hallenbad an der Kanti Olten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
 Das grosse Becken ist neu mit Chromstahl ausgestattet.
 Im Vordergrund ist das neue Lehrschwimmbecken. Hinter der Glaswand (links) befindet sich ein Aufenthaltsbereich.
 Alles noch unberührt: Auch der Garderoben-Bereich wurde hat eine neue Ausstattung erhalten.
 Von den nigelnagelneuen Duschen...
 ...geht es direkt in die Garderoben.
 Aussensicht des Bades
 Der Eingangsbereich mit Verpflegungsmöglichkeit
 Links das Lehrschwimmbecken, rechts hinter der Glaswand der Eingangsbereich. Früher wurden dort die Schwimm-Utensilien gelagert.
 Links befindet sich neu der Eingang.
 An der Stelle der früheren Abwartswohnungen im oberen Stockwerk sind heute die Garderoben.
 Dieser Bereich gehört den Lehrern.

Blick in das neu renovierte Hallenbad der Kantonsschule Olten

Bruno Kissling

Noch provisorisch

Die provisorisch angebrachten Rutschstopper an den Stufenenden der Treppe werden regelmässig überprüft und wenn nötig ersetzt. «Erst mit der Finissage im April erhält die ganze Treppe ihr definitives Aussehen mit rutschfestem Belag und rutschfesten Kanten», wie Brunner sagt.

Die Stadt ist zufrieden

Für Oltens Baudirektor Thomas Marbet geht die vom Kanton getroffene Lösung absolut in Ordnung. «Wir sind über die Verschiebung informiert worden», bestätigt Marbet. Die Stadt selbst habe aber weder die terminliche Verschiebung angeregt noch sei sie in die Entscheidungsfindung einbezogen worden. «Hauptsache, die Rutschgefahr ist gebannt», so Marbet weiter. Dass mit den Arbeiten bis Saisonende zugewartet werde, sei verständlich. «So bleibt das Bad ununterbrochen bis Saisonende geöffnet.» Und das sei sicher im Interesse der Nutzer.