Olten

FDP sucht Verbündete für Idee, Sportstätten ins SüdWest-Quartier zu verlagern

Die Idee, die Sportstätten vom Kleinholz-Quartier ins neue Quartier Olten SüdWest zu verlagern, soll breit diskutiert werden. Die FDP lanciert dazu eine Volksmotion.

Fabian Muster
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In den Bereich vorne im Bild des Areals Olten SüdWest könnten die Sportstätten wie das Eishockeystadion (hinten rechts im Bild) gezügelt werden.

In den Bereich vorne im Bild des Areals Olten SüdWest könnten die Sportstätten wie das Eishockeystadion (hinten rechts im Bild) gezügelt werden.

«Jetzt ist die allerletzte Gelegenheit dazu, das nochmals zu diskutieren», ist Daniel Probst überzeugt. Es geht um die vor zehn Jahren diskutierte Idee, die bisherigen Sportstätten vom Kleinholz-Quartier schrittweise in den nächsten 25 bis 30 Jahren ins neue Quartier Olten SüdWest zu verlagern, welche der FDP-Gemeinderat neu lancieren möchte. Im Gegenzug könnte im Kleinholz ein attraktives Wohnquartier inklusive neuem Schulhaus entstehen.

«Ich will mir in einem Jahr nicht vorwerfen lassen, die Sache nicht erneut versucht zu haben», sagt Probst, der viele positive Reaktionen erhalten hat nach dem Zeitungsartikel. Bereits 2010 hat Probst eine Motion zum selben Thema eingereicht, die allerdings vom Parlament in einer Zweidrittelmehrheit abgelehnt wurde. Auch das Stadt- und Kulturmagazin «Kolt» widmet in der nächsten Ausgabe diesem Thema einen grossen Beitrag.

Damit die Idee möglichst breit in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, will die FDP in diesen Tagen eine Volksmotion lancieren. Die mindestens 30 Unterschriften sollen bis zum 10. März eingereicht werden, sodass das Anliegen noch in der nächsten Parlamentssitzung vom 23. März diskutiert werden kann.

Probst hätte die Idee auch ganz einfach als Parlamentsmitglied in einem Vorstoss einbringen können. «Es geht aber nicht um mich oder die FDP, sondern ich will eine Sache ins Rollen bringen, die von möglichst vielen Leuten getragen wird.» Dass Sigmund Bachmann von der Areal-Besitzerin Terrana AG Rüschlikon das Ansinnen in einem ersten Statement als «Blödsinn» betrachtet, hält Probst nicht davon ab.

«Der Grundeigentümer hat ja auch ein Interesse daran, dass sich das Quartier Olten SüdWest gut entwickelt.» Er selbst habe mit Bachmann noch nicht gesprochen. Das ist gemäss Probst aber auch nicht seine Aufgabe, sondern jene des Stadtrats – falls das Parlament der nun lancierten Volksmotion zustimmen würde. Klar ist für Probst, dass dieser Vorschlag nur umgesetzt werden kann, wenn Areal-Besitzer Bachmann damit einverstanden ist.

Das sagt die Sportpark Olten AG

Betroffen von der Verlagerung wäre unter anderem das Eishockeystadion, das der Sportpark Olten AG gehört. Seit dem Rücktritt von Beat Loosli als Verwaltungsratspräsident ist der Sitz vakant, Vizepräsident und Baudirektor Thomas Marbet hält dazu fest: «Die Idee kann man schon nochmals prüfen.»

Doch dürfe nicht übersehen werden, dass die Stadt und die Sportpark Olten AG allein in die Eishalle in den letzten Jahren bis zu 18 Millionen Franken investiert hätten. «Niemand würde verstehen, wenn mutwillig Anlagenwerte und Steuergelder zerstört würden mit einer Verlagerung.» Zudem stünde nicht das gesamte Quartier Olten SüdWest zur Verfügung, weil ein Teil des Gebiets als ökologische Ausgleichsfläche ausgeschieden sei.

Benvenuto Savoldelli hingegen, Verwaltungsratspräsident des EHC Olten und FDP-Stadtrat, hält die Idee «durchaus für eine Option, falls der Grundeigentümer damit einverstanden wäre».