Olten

«Ich sehe das Projekt als eine Investition in die Zukunft»

Alyona Waldburger-Figurina, eine junge Videoproduzentin aus Olten, widmet sich in einer Kurzvideo-Trilogie den Oltner KMU.

Rebecca Rutschi
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Alyona Waldburger-Figurina ist schon lange leidenschaftliche Videografin.

Alyona Waldburger-Figurina ist schon lange leidenschaftliche Videografin.

zvg

Alyona Waldburger-Figurina ist seit Jahren Filmemacherin. Zudem hat sie einen Masterabschluss in Marketing. Seit 2019 kombiniert sie diese beiden Interessen in der Videoproduktion für kleine Firmen. Doch nun möchte sie die KMU aus Olten mit einer Videoreihe stärkend in den Fokus rücken. «Die Idee zu einem ähnlichen Projekt hatte ich schon vor längerer Zeit. Ich habe mich gefragt, wie sich KMU in Olten – der Pendlerstadt schlechthin – am Leben halten können.

Schliesslich verbringen viele Oltnerinnen und Oltner den Grossteil ihres Tages woanders und interessieren sich dadurch nicht unbedingt fürs lokale Gewerbe.» Als der Bundesrat im vergangenen Frühling den Lockdown beschlossen hatte, konkretisierte sich ihre Idee. Durch die daraus entstandene wirtschaftliche Krise sei es noch wichtiger geworden, kleinere Unternehmen zu unterstützen.

Kosten des Projekts selbst bezahlt

Unter dem Namen «Oute zäme» stellt sie in einer Kurzvideo-Trilogie drei KMU der Stadt auf ihren Kanälen der sozialen Medien vor und möchte sie damit der Oltner Bevölkerung näherbringen. Es sei wichtig aufzuzeigen, wie die Unternehmen mit Innovation und Geschick den Lockdown gemeistert haben. Ausserdem möchte ihnen Waldburger die Plattform geben, die Konsumentinnen und Konsumenten direkt anzusprechen. «Wie kann man euch unterstützen?», ist da eine zentrale Frage. Auf ihren Social-Media-Kanälen hat sie die Idee beworben und Oltner KMU zum Mitmachen eingeladen.

Von allen Firmen, die sich gemeldet haben, hat sie schliesslich mit dem Zufallsprinzip drei ausgewählt. Protagonisten ihrer Beiträge sind die Brauerei Drei Tannen Bier, das Yogastudio Yoga for you und das Stricklabel Feel a Fil.

Die Kosten des Projekts hat sie selbst übernommen. Dies, obwohl sie als Freiberuflerin im kreativen Bereich ebenfalls kürzertreten musste. «Es war auch für mich eine schwierige Zeit, aber ich war nie gezwungen, gar nichts arbeiten zu können.» Einen Grossteil ihres Jobs erledige sie von zu Hause aus. «Ich sehe das Projekt aber auch als eine Investition in die Zukunft.»