Olten

Martin Wey strebt zweite Amtszeit als Oltner Stadtpräsident an

Der amtierende Stadtpräsident Martin Wey peilt eine weitere Amtsperiode in dieser Position an. Seine Partei, die CVP, hat ihn am Mittwochabend vorerst mal als Stadtratskandidat nominiert.

Urs Huber
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Stadtpräsident Martin Wey.

Stadtpräsident Martin Wey.

Bruno Kissling

Martin Wey, Sie streben Ihre fünfte Amtszeit als Stadtrat an.

Martin Wey: So ist es. Ich fühle mich dazu bereit, habe nach wie vor Freude am Exekutivamt und weise auch keine Elemente in meiner Politlaufbahn auf, die gegen eine erneute Kandidatur sprechen.

Ihr Fernziel dürfte aber beim Stadtpräsidium liegen?

Das schon. In Olten können ja sich nur gewählte Stadträte und Stadträtinnen fürs präsidiale Amt bewerben. Ich strebe also meine zweite Präsidialzeit an.

Sie sind demnach mit dem Verlauf Ihrer ersten Amtszeit zufrieden?

Ja. Trotz finanziell bedingter Unruhe, die bedauerlicherweise auch ihre Opfer gekostet hat, empfinde ich die Situation heute doch als weniger aufgeregt als zu Beginn meiner Amtszeit. Die Exekutive hat es nach meiner Lesart verstanden, die Situation einigermassen verträglich zu meistern. Zudem blicke ich nach meiner ersten Amtszeit auf Prozesse zurück, die erst teilweise in Gang gekommen sind und deren Entwicklung ich gerne weiter mitbestimmen möchte.

Die da wären?

Da gibts nicht wenige. Ich blicke etwa auf die weitere Entwicklung in Olten SüdWest, wo die Stadt eine Schärfung des Gestaltungsplanes sucht. Die Durchmischung ist noch nicht optimal, die etwas konforme Gestaltung der Baukuben muss künftig aufgebrochen, Wohnbedürfnisse breiter bedient werden. Zudem wird uns bestimmt die Planung und Realisierung von neuem Schulraum beschäftigen, gilt es, die Museumszusammenführung weiter zu verfolgen und umzusetzen. Im Weiteren denke ich an die Umgestaltung des Bahnhofplatzes, das Projekt Sälipark 2020, wo übrigens erfreulich viele Oltnerinnen und Oltner am Mitwirkungsprozess teilnehmen. Diese Liste ist keineswegs abschliessend. Auch eine befriedigendere Verbindung der beiden Stadtteile steht an. Die Winkelunterführung und die dortigen Besitzverhältnisse müssen allenfalls neu überdacht werden.

Wo orten Sie die Hauptaufgaben der Zukunft?

Für die kommenden Jahre sehe ich unsere Hauptaufgabe darin, den Finanzbereich auf gesunden und stabilen Beinen zu halten und so flexible Lösungen für anstehende Aufgaben zu schaffen. Ich bin da zuversichtlich, dass uns dies gelingt.

Worauf fusst Ihre Zuversicht?

Besonders erfreulich: Der Wirtschaftsstandort Olten zeigt sich gut aufgestellt. Zudem profitiert die Stadt von ihrer zentralen Lage. Vermehrt nehmen Verbände hier Sitz; ein gutes Zeichen. Und auch die touristischen Eckwerte weisen erfreuliche Tendenzen auf. Gesteigerte Übernachtungszahlen deuten auf ein verstärktes Interesse an Olten als Tagungsort hin.