Olten

Neue Heimat für den Caritasladen

Am Donnerstag war der letzte verkaufsoffene Tag im Caritasladen vor dem Umzug an die Baslerstrasse.

Urs Huber
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Elsbeth Pfeil, Céline Koller und Michael Hirschi (v.l.) schauen im Caritasladen an der Aarauerstrasse auch am letzten verkaufsoffenen Tag zum Rechten. Remo Fröhlicher

Elsbeth Pfeil, Céline Koller und Michael Hirschi (v.l.) schauen im Caritasladen an der Aarauerstrasse auch am letzten verkaufsoffenen Tag zum Rechten. Remo Fröhlicher

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Ab dem 6. Januar findet sich der Caritasladen neu an Oltens Baslerstrasse. Bereits jetzt sind viele der zuständigen Angestellten und Freiwillige schon zünftig mit Umzugsarbeiten beschäftigt, aber Michael Hirschi, Celine Koller und Elsbeth Pfeil halten am alten Standort an der Aarauerstrasse die Stellung.

«Das Sortiment ist auch am letzten verkaufsoffenen Tag im Wesentlichen noch das gleiche, selbst wenn die Regale nicht mehr so reichlich aufgefüllt sind», sagt Hirschi. Der Laden sei gut besucht, auch heute, so Hirschi weiter, auch wenn der erste Ansturm so knapp nach elf Uhr morgens bereits Geschichte ist. Das sei durchaus üblich, weiss Hirschi.

Ennet der Aare

Ab 6. Januar gehts ennet der Aare weiter, an der Baslerstrasse 19. Der grösste Teil der Kundschaft wohnt aber auf der rechten Stadtseite. Doch weder die Caritas-Verantwortlichen noch die Kunden sehen darin eine Schwierigkeit: «Nein, das ist doch kein Problem», meint ein älterer Kunde. «Ich werde auf jeden Fall den Laden an der Baslerstrasse nutzen.»

Die Menschen im Caritasladen seien ihm ans Herz gewachsen. «Immer freundlich, immer zuvorkommend, stets zu einem kleinen Schwatz bereit», sagt er noch, eh er sich eines Sixpack Coca-Cola bemächtigt. Und ein anderer radebrecht zustimmend: «Gut Leut hier, ich immer komme.»

Mit Handzetteln, grossflächigem Türanschlag und den sozialen Medien haben die Ladenbetreiber den Umzug angekündigt. Dennoch sind auch am letzten verkaufsoffenen Tag nicht alle Kunden informiert. Das mag zum Teil an den mangelnden Sprachkenntnissen der Kundschaft liegen. «Durchaus möglich», sagt Hirschi.

Auch Flüchtlinge sind berechtigt, im Caritasladen einzukaufen. 20 Prozent Rabatt gibts am letzten Tag. Auf alles, was im Laden angeboten wird, und zwar ausnahmslos. Was verkauft ist, muss nicht gezügelt werden. Das leuchtet ein.

An der Baslerstrasse wird das Ladenambiente attraktiver sein. Und der dortige Kleider-Secondhand wird allen Bevölkerungskreisen offenstehen. Mittelfristig soll der dort erwartete Gewinn dazu dienen, den Laden an der Baslerstrasse zu finanzieren.

«Wir sind überzeugt, dass das Geschäft laufen wird», hatte Regula Kuhn, Geschäftsführerin Caritas Solothurn, bereits Anfang November gesagt. Nun steht die Nagelprobe an.