Kantonsschule Olten

Preisverleihung für hervorragende Maturaarbeiten

Julia Ludwig, Raffaele Spielmann, Linus Stillhart, Nadine Planzer, Jasmin Schleuniger, Karla Kissling, Chiara Imbimbo und Julia Heim werden für ihre hervorragenden Maturaarbeiten ausgezeichnet.

Katrin Hürzeler
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Von links Julia Ludwig, Raffaele Spielmann, Linus Stillhart, Nadine Planzer, Jasmin Schleuniger, Karla Kissling, Chiara Imbimbo und Julia Heim.

Von links Julia Ludwig, Raffaele Spielmann, Linus Stillhart, Nadine Planzer, Jasmin Schleuniger, Karla Kissling, Chiara Imbimbo und Julia Heim.

zvg

Bereits zum vierzehnten Mal hat die Fachjury der Museumsgesellschaft Olten mit dem Verein der Ehemaligen der Kantonsschule Olten einen Preis für hervorragende Maturaarbeiten verliehen. Christoph Rast, Juryvorsitzender, Marc Hofer, Georges Regner, Christof Schelbert und Jürg Schlegel, Forstingenieur ETH, haben eine Auswahl geprüft und deren acht ausgezeichnet.

Film und Buch

«Polyglott-Entwicklung eines Stop-Motion Films» von Julia Heim (4aM) ist ein beeindruckendes Beispiel der Filmtechnik, welche die drei Ebenen Bild, Text und Musik zu einer ansprechenden und witzig gestalteten Geschichte zusammenführt.

Julia Ludwig (4aM) hat den Fantasyroman «Writing the Second Book of The Human Age series: Secret of the Elves» verfasst. Der Roman ist in Englisch verfasst und lässt die Leser in eine Fantasy-Welt eintauchen.

Ebenfalls ein Buch hat Nadine Planzer (4aL) geschrieben. «Magersucht – ist weniger immer mehr?» ist ein berührendes Zeugnis eines verletzlichen Abschnitts im Leben der jungen Frau. Sie ist vor Jahren an Anorexia Nervosa erkrankt und danach den beschwerlichen Weg zurück ins gesunde Leben gegangen. Man könne die Vergangenheit nicht einfach hinter sich lassen. Es gelte, Hand in Hand mit ihr zu gehen, merkt Nadine an, ihre analytische und trotzdem sehr persönliche Geschichte in Form ihres Buches in der Hand.

Mensch und Natur

«Das Leben in Berlin während des Zweiten Weltkrieges» macht sich Jasmin Schleuniger (4aW) zum Thema. Den Beweggrund dazu bildet ein Teil ihrer Familiengeschichte. Sie reiste nach Berlin, machte Interviews, ging die Thematik sehr einfühlsam an und kommt zum Schluss, dass nicht zwingend traumatische Erfahrungen zurückbleiben müssen.

Raffaele Spielmann (4aL) nimmt mit seinem «Urbanitäts-Index» Ortschaften unter die Lupe. Den zugrundeliegenden fünf Indikatoren Migration, Ausländeranteil, Studierendenanteil, Hotelbelegung und Bruttoinlandsprodukt vergibt er ein Punktemaximum und misst und vergleicht mit der Summe der Indikatoren den eigens definierten Index.

Linus Stillhards (4aL) Arbeit «Sea Water Splitting», ebenfalls in englischer Sprache verfasst, reagiert auf den aktuellen gesellschaftlichen Druck im Bereich der Alternativenergien. Linus untersuchte dabei mit Akribie und Sachverstand die Aufspaltung des Meerwassers mittels Sonnenenergie. Im Rahmen seiner aufwendigen und fundierten Arbeit konnte er in einem Labor an der Universität Zürich eine Versuchsanlage aufbauen.

Stadtfuchs und Organspende

Eine Recherche der ganz anderen Art hat Karla Kissling (4aL) mit ihrer Maturaarbeit «stadtdachs stattfuchs» gemacht. Sie definiert den Fuchs mit Bau in der Stadt als Stadtfuchs. Mit Infrarotkamera und in Zusammenarbeit mit dem Wildhüter hat sie an unterschiedlichen Plätzen fotografiert, wie etwa im Oltner Stadtpark, an der Solothurnerstrasse oder in privaten Oltner Gärten. Gestossen ist sie bei ihrer Recherche wider Erwarten vermehrt auf Stadtdachse.

Die Arbeit von Chiara Selina Imbimbo (4WN) «Organ Shortage in Switzerland», in englischer Sprache verfasst, beleuchtet schliesslich die Organspendenanzahl in der Schweiz. Diese ist gemessen am vorhandenen Bedürfnis zu klein. Chiaras Arbeit unterstützt die Aufforderung, der Organknappheit in der Schweiz zu begegnen und beeindruckt mit einer fundierten Vorgehensweise.