50 Personen aus Krakau
Stadt Solothurn organisiert Unterstützung für geflüchtete ukrainische Familien

Der Gemeinderat und die Verwaltung der Stadt Solothurn arbeiten an Unterstützungsangeboten für ukrainische Geflüchtete. Im Fokus stehen Angebote zu Unterbringungs-, Betreuungs- und Schulmöglichkeiten. Die Koordination erfolgt über die polnische Partnerstadt Krakau.

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Das Stadtpräsidium der Stadt Solothurn.

Das Stadtpräsidium der Stadt Solothurn.

Andreas Kaufmann

Mehr als 100‘000 Personen sind wegen dem Krieg aus der Ukraine nach Krakau geflüchtet. Die zweitgrösste Stadt Polens ist Partnergemeinde der Stadt Solothurn. Krakau habe nun seine Partnerstädte um Unterstützung in dieser schwierigen Lage angefragt, schreibt die Einwohnergemeinde der Stadt Solothurn in einer Mitteilung vom Freitag.

Eine Gruppe von insgesamt 50 Personen sollen in der stadteigenen Kollektivunterkunft oder in den von Privaten zur Verfügung gestellten Liegenschaften und Wohnungen eine Unterbringung finden werden. Bereits heute halten sich zahlreiche ukrainische Familien in der Stadt Solothurn auf. Allerdings kennt die Stadt aufgrund noch ausstehender Registrierung die Anzahl nicht genau.

Grosses Engagement der Bevölkerung

Diese Menschen seien individuell angereist und haben bei Familienangehörigen, Bekannten und Gastfamilien Zuflucht gefunden. «Behörden und Verwaltung schätzen die Bereitschaft und das vielfältige grosse Engagement von Privaten sehr», so die Stadt. Der Gemeinderat hatte als Sofortmassnahme den vor Ort aktiven Hilfswerken der Glückskette 50’000 Franken gespendet.

Stadtpräsidentin Stefanie Ingold.

Stadtpräsidentin Stefanie Ingold.

Corinne Glanzmann

In Zusammenarbeit mit der Solothurner Spitäler AG (soH) konnte die Stadt Solothurn zusätzlich eine Liegenschaft anmieten. Da noch ungewiss sei, wie lange sich ukrainische Familien in der Schweiz aufhalten werden, versucht die Stadt in verschiedenen Quartieren Unterbringungsmöglichkeiten aufzubauen.

Freiwillige und Vereine helfen mit

Freiwillige Helferinnen und Helfer unterstützen die ankommenden Flüchtlinge mit dem Ziel, dass diese möglichst rasch in der für sie neuen Umgebung ein eigenständiges Leben führen können. Diverse Vereine stellen attraktive Angebote zur Verfügung und tragen damit ebenfalls zur Integration der ukrainischen Flüchtlinge bei. Das zivilgesellschaftliche Engagement wird durch das Alte Spital im Auftrag der Stadt Solothurn koordiniert.

Ukraine-Fahne beim Stadtpräsidium Solothurn.

Ukraine-Fahne beim Stadtpräsidium Solothurn.

Hanspeter Bärtschi / 1. März 2022