Solothurn

Bistro und eine Brasserie holen das «Fédéral» zurück

Rechtzeitig auf den Sommer hin hat Solothurn sein «Verweil-Zentrum» wieder erhalten: Die neue Brasserie Fédérale lockt mit 80 Aussenplätzen und ebenso vielen innen im Bistro und vor allem im ersten Stock, der «Bel Etage».

Wolfgang Wagmann
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Eröffnung der Brasserie Fédérale Solothurn
8 Bilder
Noch wartet die Aussenterasse auf besseres Wetter
Erste Gäste freuen sich mit Architekt Bruno Walter über den gelungenen Umbau
Hier war noch bis Ende Februar Mobilzone eingemietet
Die neue Brasserie Fédéral im Fahnenschmuck
Die Brigade von Geschäftsführer Beat Merz ist bereit
Archtekt Bruno Walter, seine Projektleiterin Simone Baschung und Hausbesitzer Urs Rudolf
Der neue Tresen im Bistro

Eröffnung der Brasserie Fédérale Solothurn

Wolfgang Wagmann

In nur sechs Monaten baute Architekt Bruno Walter für die Bader Gastronomie AG das ehemalige Bistro Rust zu einem gediegenen Lokal mit klassisch elegantem Ambiente um. Fritz J. Bader, mit seiner AG seit 40 Jahren im Geschäft und Sohn des gleichnamigen, legendären Metzgerhalle-Wirts setzt mit der Brasserie Fédérale am Märetplatz nach dem «Ana Capri», das er vor vier Jahren am Friedhofplatz eröffnet hatte, einen weiteren Akzent. «Als ich damals aus Urs Rudolfs Büro auf das Haus schaute wusste ich: Das wird eine Brasserie», erinnert sich Bader an die entscheidende Phase vor einem Jahr, als Urs Rudolf das Haus Rust erworben hatte, und den Zuschlag zuletzt dem Gastronomen mit Solothurner Wurzeln gab. Dessen Projektleiterin Andrea Vock vertiefte sich in «die spannende Geschichte» des 1664 entstandenen Hauses, das als Café Fédéral und Grand Magasin Fédéral über Jahrzehnte bekannt war und seine heutige Form mit dem Rückbau der Gebrüder Rust Mitte der siebziger Jahre erfuhr.

363 Tage im Jahr offen

Brasserie und Bistro haben die gleiche Karte, die mit französischen Spezialitäten gespickt ist: Escargots, Terrine de Foie, Paillard de Veau oder Magret de Canard Roti sind ständig zu haben, daneben Tagesspezialitäten wie das Coq au Vin oder die Bouillabaisse am Freitag. «Wir setzen auf Qualität und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis», so Bader, der auf den Elsässer Küchenchef Jean-Luc Wahl und Geschäftsführer Beat Merz vertraut – letzterer war immerhin sechs Jahre Küchenchef in der Zürcher Brasserie Lipp und ist spezialisiert auf die provenzalische Küche. Bis auf eine kleine Auswahl Solothurner und Schweizer Weine habe man nur französische Gewächse im Angebot, betont Fritz Bader weiter. «Die Brasserie Fédérale wird 363 Tage im Jahr geöffnet sein», verweist er auf für Solothurner Verhältnisse sehr komfortable Öffnungszeiten von 7.30 durchgehend bis 24 Uhr unter der Woche und sonntags auch noch von 10 bis 22 Uhr. «Essen kann man natürlich auch draussen, wobei zu den Essenszeiten ein Teil der Terrasse dafür bestimmt ist», ergänzt Bader.

Mit dem Betrieb des «Ana Capri» am Friedhofplatz kennt der Brasserie-Betreiber auch die Konkurrenzsituation im mit Restaurants ausserordentlich gut bestückten Solothurn. «Es gibt in der Stadt noch keine Brasserie», verweisen Fritz Bader und Andrea Vock auf eine Nische, die sie nun besetzten –das Hotel Krone wird erst in rund zwei Jahren mit einer weiteren Brasserie nachziehen können. «Man muss besser sein als die Mitbewerber und die Gäste sollen sich bei uns wie in den Ferien fühlen», das die Devise des Gastronomen.

«Wichtige Zäsur»

Neben Landammann Roland Heim oder Ständerat Pirmin Bischof war auch Nationalrat und Stadtpräsident Kurt Fluri unter den Eröffnungsgästen. Er würdigte die neue Brasserie als «wichtige Zäsur für unsere Stadt, weil ihr Betrieb an einem zentralen Platz liegt und deshalb eben auch selbst von zentraler Bedeutung ist.» Ebenfalls dankte Fluri Hausbesitzer Urs Rudolf für sein Bekenntnis zu einer stadtverträglichen Nutzung der Liegenschaft.