Rythalle AG
Christoph Rölli will seinem Nachfolger eine Vision mitgegeben

Tobias Jakob hat das Präsidium der Rythalle AG vom zurückgetretenen Christoph Rölli übernommen. Er übernimmt ein «kerngesundes» Unternehmen.

Wolfgang Wagmann
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Christoph Rölli hat nach sechs Jahren das Schicksal der Reithalle in die Hände seines Nachfolgers Tobias Jakob gelegt.

Christoph Rölli hat nach sechs Jahren das Schicksal der Reithalle in die Hände seines Nachfolgers Tobias Jakob gelegt.

Wolfgang Wagmann

Nach der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn SGSo hat nun Tobias Jakob auch das Präsidium der Rythalle AG übernommen. Wie schon einige Monate zuvor gibt auch in diesem Fall Christoph Rölli die Führung an den Solothurner Rechtsanwalt ab.

Rölli erklärte seine neuerliche Demission nach zwei Jahren im Verwaltungsrat und vieren als VR-Präsident mit der Berufung zum Präsidenten des kantonalen Kuratoriums zur Kulturförderung im Vorjahr. «Ich bin stolz auf die Rythalle AG – sie ist ein gesundes, ja ein kerngesundes Unternehmen», hielt der scheidende Präsident vor 68 Aktionärinnen und Aktionären fest.

Konzept ins Auge fassen

Im Rückblick auf die sechs Jahre sah Rölli insbesondere den Wechsel zur heutigen HESO-Leitung als wichtigen Schritt für das weitere Gedeihen der Herbstmesse und damit auch der Rythalle AG. «Es war nicht ganz einfach, dafür die richtigen Leute zu finden», räumte er ein.

Doch beweise das jetzige OK gerade wieder, dass dies gelungen sei. Zur Zukunft der AG meinte Christoph Rölli, die Reithalle sei zwar in einem guten Zustand, doch lasse sich das eine und andere in den nächsten Jahren investieren.

«Aber», mahnte er in seinem Abschiedswort, «man sollte vielleicht einen Schritt vorwärtsmachen.» Und verwies damit auf eine Anregung von HESO-Ehrenpräsident Rolf Christ vor einigen Jahren, hinter der Reithalle eine zusätzliche, moderne Messehalle zu errichten. Dies habe sich nach den entsprechenden Abklärungen zwar als unmöglich erwiesen.

Doch könnte man ein Konzept zur Liegenschaftsentwicklung der Reithalle und der angebauten und unterkellerten Räumlichkeiten ins Auge fassen. «Das Geld für die Planung und Realisierung des Konzepts wäre vorhanden», gab Rölli seine Vision an Nachfolger Tobias Jakob weiter.

Der «Goldesel» HESO

Tatsächlich konnte Finanzchef Markus Boss ausgezeichnete Zahlen präsentieren «Wir verfügen über sehr viel flüssige Mittel von rund 2 Mio. Franken.» Dies dank den bereits für diese HESO geleisteten Anzahlungen von 900 000 Franken.

Wie wichtig der «Goldesel» HESO für die Rythalle AG ist, zeigt der Ertrag von 1,712 Mio. Franken aus den Standmieten. Zum Vergleich: Durch sonstige Vermietungen der Reithalle resultierte nur ein Erlös von rund 153 000 Franken.

Das ist ein Viertel weniger als noch im Vorjahr – damals hatte das wegen des Umbaus ausgelagerte Stadttheater durch sein längerfristiges Miet-Engagement noch für wesentlich mehr Einnahmen gesorgt.

Zwar musste beim baulichen HESO-Aufwand mehr Geld investiert werden, so insbesondere 32 000 Franken für die Bodendecke des Parkplatzes, aber da sonst die Kosten gut im Griff waren, resultierte gesamthaft ein Jahresgewinn von über 86 000 Franken für die Rythalle AG. Dieser wurde einstimmig auf die neue Rechnung vorgetragen, womit sich der Bilanzgewinn auf gut 778 000 Franken erhöht.

Mit dem Ablauf der dreijährigen Amtsperiode musste nicht nur der demissionierende VR-Präsident ersetzt, sondern auch die bisherigen Verwaltungsräte bestätigt werden. Für weitere drei Jahre stellen sich der Rythalle AG Stadtschreiber Hansjörg Boll, Finanzchef Markus Boss und Vizepräsident Christoph Müller zur Verfügung.

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