Solothurn

Doppelturnhalle im Hermesbühl nimmt Formen an

Der Neubau der Doppelturnhalle schreitet voran. Im Sommer 2017 soll der 12-Millionen-Bau abgeschlossen sein.

Andreas Kaufmann
Drucken
Teilen
Am Freitag wurden die Deckenträger der oberen der beiden Turnhallen montiert.

Am Freitag wurden die Deckenträger der oberen der beiden Turnhallen montiert.

Wolfgang Wagmann

Grosses Gefährt mit schweren Lasten ist zurzeit beim Hermesbühl-Schulhaus zu sehen. Dort nämlich schreitet der Neubau der Doppelturnhalle voran, nachdem das Lehrschwimmbecken und die alte Turnhalle abgerissen worden waren. Nach Auskünften der Leiterin des Stadtbauamts Andrea Lenggenhager handelt es sich bei den am Freitag gehobenen Lasten um die Deckenträger der oberen der beiden Turnhallen, die aktuell versetzt wurden. «Ebenso sind alle Wände fertiggestellt», ergänzt Lenggenhager.

Weiter wurde im Bereich der unteren Turnhalle bereits damit begonnen, die Lüftungsanlage und die Elektroinstallationen zu montieren. Als nächster «Meilenstein» Anfang November ist die Installation der südlichen Fensterfronten geplant. «Mit den Flachdacharbeiten und der Aussendämmung werden wir bis Ende November fertig sein.» Danach sollen die bereits begonnenen technischen Inneninstallationen fortgeführt und weitere Innenarbeiten wie Unterlagsböden, Gipserarbeiten und Wandbeläge erledigt werden.

Ab Sommer 2017 bezugsbereit

Aus heutiger Sicht geht das Stadtbauamt davon aus, dass die Turnhallen nach den Sommerferien 2017 wieder für Schule und Vereine zur Verfügung stehen. Damit bleibt es bei der Verzögerung von sechs Monaten, die sich bereits im Februar dieses Jahres abzeichnete: Ursprünglich war das Bauende auf Ende dieses Jahres angesetzt worden. Dann aber hatte ein überraschend zum Vorschein gekommener schlammiger Untergrund dafür gesorgt, dass spezielle Tiefbaumassnahmen nötig wurden. So wurde die bestehende angrenzende Pausenhalle – dort war es zu Setzungen gekommen – mit Mikropfählen zusätzlich gesichert. Ebenfalls betroffen war die darüberliegende Aula. Ausserdem wurden im selben Bereich die Spundwände der Baugrubensicherung belassen. «So konnte mit den Bauarbeiten normal weitergefahren werden.»

Das im Juni 2015 gestartete Bauprojekt in der Höhe von 12,1 Mio. Franken war im Herbst 2014 von mehr als drei Viertel der Stimmbürger gutgeheissen worden. Laut Lenggenhager könne der bewilligte Baukredit gemäss aktueller Kostenprognose auch eingehalten werden. Die Spezialmassnahmen und die Konsequenzen der Setzungen schlagen mit 270 000 Franken zu Buche, was aber im Rahmen der eingerechneten Baukostenreserven liegt. Davon machen die Spezialmassnahmen 160 000 Franken aus. Weitere 110 000 Franken kostet die Sanierung der entstandenen Fassadenrisse.