Kunstmuseum Solothurn
Ein Leben in Bildern: Der 150. Geburtstag von Cuno Amiet wird gross gefeiert

Auch Solothurn, die Geburtsstadt des Malers Cuno Amiet, würdigt den grossen Künstler anlässlich seines 150. Geburtstages. Am Samstag beginnt im Kunstmuseum Solothurn eine grosse Schau mit den Werken Amiets, der 1961 gestorben war.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Ausstellung mit Werken von Cuno Amiet im Kunstmuseum Solothurn
16 Bilder
Selbstbildnis mit Apfel von Cuno Amiet, 1901/1902
Ausstellung mit Werken von Cuno Amiet im Kunstmuseum Solothurn
Und hier noch etwas grösser: Das Werk «Solothurn» aus dem Jahr 1948
Auch «Richesse du soir» ist zu sehen
Ausstellung mit Werken von Cuno Amiet
Ausstellung mit Werken von Cuno Amiet
Ausstellung mit Werken von Cuno Amiet
Ausstellung mit Werken von Cuno Amiet
Zinnienbeet, 1912
Sonnenflecken, 1904
Wohn- und Atelierhaus von Cuno Amiet auf der Oschwand, um 1950, Fotografie von Paul Zaugg,
Wohn- und Atelierhaus von Cuno Amiet auf der Oschwand, um 1950, Fotografie von Paul Zaugg,
Ausstellung mit Werken von Cuno Amiet
Bauerngarten, um 1907
Garten I, 1914

Ausstellung mit Werken von Cuno Amiet im Kunstmuseum Solothurn

Hanspeter Bärtschi

Zum Gedenken an den 150. Geburtstag von Cuno Amiet in diesem Jahr wurden schon verschiedene Ausstellungen realisiert. Nun zeigt das Kunstmuseum Solothurn, das Haus in Amiets Geburtsstadt, eine weitere, grosse Schau unter dem Titel «Freundschaft und Verwurzelung – Cuno Amiet zwischen Solothurn und der Oschwand». Es ist dies nicht die erste Amiet-Ausstellung unter der Kunstmuseums-Leitung von Christoph Vögele; bereits 2005 und 2011 wurde Amiets Schaffen hier gewürdigt.

Diesmal stehen die beiden wichtigsten Lebenszentren des 1868 geborenen Künstlers, seine Geburtsstadt Solothurn und sein Wohn- und Lebensort ab 1898, die Oschwand, im Zentrum der Ausstellung. Die Ausstellung wurde von Christoph Vögele, Robin Byland, Anna Bürkli und Patricia Bieder kuratiert.

Viele der zu sehenden Werke stammen aus der Sammlung des Kunstmuseums selbst, ein Teil von der Fondation Cuno Amiet, welche den Nachlass des Künstlers verwaltet. Und es sind Werke von privaten Leihgebern dabei. Neben den vielen Werken aus allen Malepochen Amiets sind interessante Dokumente, Briefe und Fotos aus dem Leben des Künstlers zu entdecken. Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut. Amiets enge Beziehung zu seiner Heimatstadt lässt sich an seiner Herkunft erklären.

«Auf den Spuren von Cuno Amiet»

Zur Cuno-Amiet-Ausstellung wird ein breites Rahmenprogramm angeboten. An den Sonntagen, 30. Sept., 2. Dez. und 6. Jan. 2019 gibt es jeweils ab 11 Uhr öffentliche Führungen. Am Samstag, 20. Okt., findet um 16 Uhr eine Führung speziell mit dem Fokus auf Amiets Rolle im Kunstverein Solothurn statt. Am Samstag, 6. Okt., geht es via Bus «auf die Spuren von Cuno Amiet» nach Hellsau, Oschwand und Umgebung. Anmeldung an: christine.kobel@solothurn.ch. Unkostenbeitrag 30 Fr. Am 6. Nov. findet um 19 Uhr ein Vortrag mit Franz Müller zum Thema «Das Rütli der Schweizer Kunst; Cuno Amiets Oschwand» statt. (frb)

Von unbekannt zu anerkannt

1868 als jüngster Sohn des damaligen Staatsschreibers Josef Ignaz Amiet geboren, wuchs er in gehobenem Bürgermilieu auf. Der Vater stand den künstlerischen Ambitionen seines Sohnes wohlwollend gegenüber, jedoch sollte der Maler Frank Buchser das Talent des jungen Mannes beurteilen. Später wurde Amiet – neben Hodler – zum wichtigsten Künstler der damaligen Schweiz, doch ist in der Stadt Solothurn an keinem öffentlichen Gebäude ein Werk von ihm zu finden.

1898 heiratete Amiet Anna Luder, die er in Hellsau kennen lernte. Zusammen zogen sie auf die Oschwand, wo sie sich 1908 ein Haus bauen liessen. Wirtschaftlich erfolgreich, lebte und arbeitete Amiet dort über 60 Jahre. Sein Leben war geprägt von Freundschaften mit Künstlern, Freunden und Mäzenen. Immer wieder porträtierte er seine Frau Anna und – in allen Jahreszeiten – den Garten, die Bäume, die Natur rund um die Oschwand. Der Künstler starb 1961 hochgeachtet mit 93 Jahren.

Vernissage am Samstag, 22. Sept., 17 Uhr. Danach Museumsfest mit Essen und Barbetrieb. Ausstellung bis 6. Jan. 2019.

Weitere Werke von Cuno Amiet:

Cuno Amiets Apfelbaum
12 Bilder
Cuno Amiets «Die gelben Mädchen», 1935 (Kopie der Urfassung 1901).
Cuno Amiet gewann 1900 die Silbermedaille an der Weltausstellung in Paris mit diesen fünf Trachtenfrauen. Sie symbolisieren «Richesse du soir».
Der «gelbe Hügel» 1904
Werke von Cuno Amiet
Der violette Hut», 1907. Amiet porträtierte Gertrud Dübi-Müller
Cuno Amiets «Chrysanthemen» 1909
Cuno Amiet: Drei Frauen am Meer, 1919 Ausstellung in der Fondation Saner Studen
Cuno Amiet, Blumenstilleben (Nelken auf Gelbem Tisch), 1943
«Dorflandschaft mit blühendem Baum» von Cuno Amiet (1905)
Cuno Amiet im Atelier vor zwei Entwürfen zur «Kunst».
Cuno Amiet malte seinen Freund, den Komponisten Richard Flury

Cuno Amiets Apfelbaum