Solothurn
Pläne Bahnhof Süd: Das ist mit der geplanten Unterführung beim RBS-Bahnübergang Zuchwil passiert

Obwohl ursprünglich vorgesehen war, dass Zuchwil und Solothurn mit einer Unterführung verbunden werden sollte, kommt es jetzt doch nicht dazu. Das sind die Gründe.

Judith Frei
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Solothurn Hauptbahnhof Süd (RBS) – Ergebnis aus dem Studienauftrag

Solothurn Hauptbahnhof Süd (RBS) – Ergebnis aus dem Studienauftrag

Zvg

Vor rund fünf Jahren hat die Stadt Solothurn eine umfassende Planung über das Gebiet beim Bahnhof Süd in Angriff genommen. Dabei soll der gesamte Perimeter rund um den Bahnhof Süd aufgewertet werden.

In den Plänen der Stadt war auch eine Unterführung für den Langsamverkehr beim Bahnübergang neben dem Restaurant «Peperoncino» vorgesehen. Diese hätte die Gleise der RBS nördlich der Zuchwilerstrasse unterquert. Bei diesem Vorhaben wäre Zuchwil finanziell beteiligt gewesen.

Die Finanzierung hat der Gemeinderat aber abgelehnt. Auch hier war der Hauptkritikpunkt, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht stimme. Der Langsamverkehr hätte durch die Unterführung nur einige Meter gespart und dafür hätte ein siebenstelliger Betrag ausgegeben werden müssen, erklärt der Zuchwiler Gemeindepräsident Patrick Marti:

«Für die paar Meter ist das unverhältnismässig.»
Gemeindepräsident Zuchwil: Patrick Marti.

Gemeindepräsident Zuchwil: Patrick Marti.

Hanspeter Bärtschi

Der Gemeinderat hätte lieber eine Überführung der Gleise gesehen, das wäre günstiger ausgefallen, heute werden solche Überquerungen aber nicht mehr realisiert. Gemeindepräsident Marti ist überzeugt, dass Zuchwil den Bahnuntergang nicht vermissen wird: «Wir sind gut angeschlossen.»

Stadt Solothurn: Unterführung war kein Kernelement

Auch aus dem Stadtbauamt Solothurn kommen pragmatische Worte: «Die Unterführung nach Zuchwil war aus Sicht der Stadt Solothurn nie ein Kernelement des Projektes», erklärt die Leiterin des Stadtbauamts, Andrea Lenggenhager.

Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamtes.

Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamtes.

Hanspeter Bärtschi

Es sei zwar schon so, dass kurze und sichere Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr immer ein Vorteil seien, speziell zur heutigen Zeit, in der der Langsamverkehr gefördert werden soll. Das Projekt wird aber bis auf weiteres nicht wieder aufgenommen.