Solothurn
So ist das Weihnachtsgeschäft in Solothurn gelaufen

Im Solothurner Detailhandel lief es im letzten Monat gut. Wir haben mit dem Bücher Lüthy, Manor und der Vinothek gesprochen.

Judith Frei
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Der Manor Solothurn ist zufrieden mit dem diesjährigen Weihnachtsverkauf.

Der Manor Solothurn ist zufrieden mit dem diesjährigen Weihnachtsverkauf.

Hanspeter Bärtschi (1. September 2020)

Die Festtage sind vorbei und so auch die intensive Zeit für den Detailhandel. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Weihnachtsverkauf», erklärt die Filialleiterin der Buchhandlung Lüthy, Daniela Bieri. Auch mit den Sonntagsverkäufen: Jener am dritten Advent lief – wie immer – am besten. «Es gab einen regelrechten ‹Run› auf das Gesellschaftsspiel ‹Du bisch vo Solothurn›, das wir seit Anfang Dezember bei uns im Geschäft haben», sagt Bieri. Kinderbücher und auch Belletristik gehen in der Vorweihnachtszeit vermehrt über den Ladentisch.

Die ganze Buchbranche könne einen Aufwärtstrend verzeichnen. «Als ob die Menschen seit der Pandemie mehr lesen und auch mehr Gesellschaftsspiele machen», so Bieri. Sie seien froh gewesen, dass die Buchhandlungen auch nach Weihnachten offen bleiben durften, nicht wie letztes Jahr, als sie nach dem 24. Dezember schliessen mussten. Die vergangene Woche sei zwar durchzogen gewesen, da das Wetter nicht immer mitspielte, aber gegen Ende Woche waren wieder mehr Leute in der Stadt.

Stärkerer Umsatz als vor einem Jahr

Auch im Manor Solothurn ist das Geschäft im Dezember gut gelaufen, der Umsatz war am 23. und 24. Dezember grösser als letztes Jahr. «Die Nachfrage an Geschenken war tendenziell wieder grösser und wir stellen fest, dass die Kundinnen und Kunden sich und den Liebsten etwas Gutes tun wollen», schreibt Manor. Die Sonntagsverkäufe konnten die Erwartungen des Detailhändlers hingegen nicht erfüllen, obwohl viele Kundinnen und Kunden die Filiale besuchten. Das habe wahrscheinlich daran gelegen, dass die Zeitspanne zwischen dem letzten Sonntagsverkauf und Heiligabend lang gewesen ist.

Eine Flasche Wein anstatt ein Weihnachtsessen

Auch in den kleineren Läden wie der Vinothek in der Vorstadt war der Dezember erfreulich. Die Sonntagsverkäufe liessen aber zu wünschen übrig: Der zweite lief sogar noch schlechter als der erste. «Dieses Jahr gab es auch nicht die Weihnachtsgeschichte, was immer viele Leute in die Stadt lockt», erklärt Inhaberin Elisabeth Schori: «Auch wurden die Sonntagsverkäufe schlecht beworben.»

Neben den Stammkunden, die jedes Jahr in ihr Geschäft kommen, ist etwas Neues dazugekommen: Firmen, die ihren Mitarbeitenden anstelle eines Weihnachtsessens eine Flasche Wein schenken.

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