Solothurner Wetter
Schnee, Sonne und Regen: Der April hatte für alle etwas auf Lager

Der Monat startete kalt, dann kam die Regen- und zum Monatsende die Gewitterfront. Dazwischen gab es immer wieder ein paar sonnige Tage.

Wolfgang Wagmann
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Es grünt in der Stadt Solothurn.

Es grünt in der Stadt Solothurn.

Leserbild: Roland Egger

Der April 2022 machte seinem Ruf als Wetterfahne in jede Himmelsrichtung alle Ehre: Die Melange an Schnee, Regen, aber auch viel Sonne ergab für den Monat in der Schlussbilanz allerdings die absolute Normalität. Das Monatsmittel von 9,8 Grad lag beinahe im langjährigen Durchschnitt, und auch Niederschlag fiel annähernd genug.

Die 87 Liter oder Millimeter pro Quadratmeter in Solothurn und gar 113,1 im Wallierhof Riedholz vermochten das krasse Märzen-Defizit an Regen einigermassen aufzufangen – mit Betonung auf einigermassen.

Schnee-Schock zum Monatsstart

Der 1. April jedoch wartete mit einem Wetter-Scherz der ganz üblen Sorte auf: Tagsüber begann es zu schneien und ein weisses «Schümli» war auch noch tags darauf bis Solothurn hinab aktuell. Ein durchaus übliches Prozedere in der ersten Aprilhälfte, und in der Regel alle vier bis fünf Jahre Tatsache. Dazu wurde es nochmals bitterkalt, mit deutlichen Minustemperaturen in der Frühe des 4. April.

Allerdings zeigte sich vorübergehend wieder die Sonne, ehe ab dem 7. eine dreitägige Regenperiode endlich wirksame Entlastung für die ausgetrockneten Böden brachte. Nur zögerlich ging es dann mit den Temperaturen bergauf, doch bis Mitte der Karwoche erreichten sie dann schon fast frühsommerliche Werte von über 20 Grad.

Doch wie in unserer Märzen-Bilanz bereits «angedroht», spielte ab Karfreitag die Bise den Spielverderber und bescherte dem Aaretal zwar trockene, sonnige Ostertage, aber keineswegs Grillwetter.

Ein Wettercharakter, der noch eine weitere Woche Bestand haben sollte, ehe ein weiteres dreitägiges Regenpaket ab dem 24. April mit über 40 Litern Regen pro Quadratmeter die ersten Befürchtungen über ein erneutes Anziehen der Trockenheit zerstreute. Und nach nur gerade drei sonnigen Tagen gab’s mit gewittrigen Regengüssen am letzten Samstag nochmals eine nasse Dreingabe – genau in die Biergläser hinter der Reithalle.

Es bleibt weiterhin «wüchsig»

Die letzten Wochen boten allerbeste Voraussetzungen für das Pflanzenwachstum; die Welt ergrünte von Tag zu Tag mit einem erklecklichen Vorsprung auf den phänologischen Kalender. So waren die ersten Maiglöckchen schon Mitte April am Blühen, und auch der Flieder mochte keineswegs wie sonst auf den Mai warten. Zudem verheissen die aktuellen Mittelfrist-Modelle anhaltend wüchsiges Wetter: Diese Woche dürfte noch ziemlich angefeuchtet verlaufen, ehe dann einige sonnige Tage mit mehr Wärme anstehen.

Die schlechte Nachricht: Der sehnlichst erwartete Badi-Start könnte mit einer sehr nassen Atlantikfront, die sich ab Mitte nächster Woche ankündigt, total ins Wasser fallen. Was nicht heissen muss, dass sich der Sommer 2022 in dieselbe Richtung entwickelt wie sein Vorgänger letztes Jahr. Aber ein heisser Frühsommer ist derzeit noch nirgends in Sicht.

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