Solothurner Wetter

Wetter legte einen turbulenten Start in den Mai hin

Der Mai 2015 war mit 15,3 Grad im Monatsmittel 1,5 Grad wärmer als der Langzeitdurchschnitt. Vor allem war der Monat aber viel zu nass.

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Hochwasser an der Emme am 3. Mai.

Hochwasser an der Emme am 3. Mai.

Oliver Menge

Mit 235 Litern Regen pro Quadratmeter im Wallierhof Riedholz und immer noch 201,5 in Solothurn fiel die doppelte Menge als üblich. «Matchentscheidend» war der 1. Mai gewesen: In einem Tag kamen mit sintflutartigen Regenfällen am Abend in der Region rund 100 Liter pro Quadratmeter runter

Die Folgen sind bekannt: Der Verenabach rauschte durchs Restaurant Einsiedelei, und alle Aareanrainer inklusive diejenigen an den Juraseen mussten mit akuter Hochwassergefahr leben. Auch die Aareschifffahrt wurde deswegen für drei Wochen eingestellt.

Ansonsten ganz passabel

Die Lage entspannte sich nur langsam, weil die ganze erste Maiwoche nass blieb, wenn auch die Regenmengen zusehends geringer wurden. Doch blieb es bis zum 9. Mai nur gerade einen Tag trocken und waren bis dahin 166 der erwähnten gut 200 Liter Regen gefallen. Dann endlich setzte sich mildes, ja schon fast frühsommerliches Wetter durch, und die Eisheiligen Servaz, Pankraz und Bonifaz zwischen dem 12. und 14. Mai schreckten weder Bauer noch Gärtner auf.

Einen Schreckschuss überliessen die drei frostigen Gesellen aber dann ihrer Chefin, der kalten Sophie: Diese setzte tatsächlich am 15. Mai noch dem Weissenstein eine Schneekappe auf. Nach drei schönen, wieder deutlich wärmeren Tagen folgte eine kühlere trübe Periode mit nur noch knapp zweistelligen Höchsttemperaturen.

Allerdings gabs nur spärlich Regen und über die Pfingsttage fiel das Wetter ganz passabel aus – wenn auch nicht mit einer ersten Badi-Hitzewelle wie noch im Vorjahr. Ab Pfingstmontag fielen in den nächsten 36 Stunden nochmals knapp 20 Liter Regen in Solothurn – es könnten für längere Zeit die letzten nennenswerten Niederschläge gewesen sein.

Der Sommer kommt

Denn alle Modelle deuten weit in die nächste Woche hinein, ja sogar darüber hinaus auf heisses, beständiges Sommerwetter mit höchstens lokalen Hitzegewittern. Eine Hochdruckbrücke blockt Kaltluftvorstösse ab, und so könnte bis Mitte Juni statt Schafskälte Heu- und Badiwetter, aber auch bereits die Trockenheit zum Hauptthema werden. Aber auch, obs wieder einen Rekordsommer wie 2003 geben wird.