ÖV-Drehscheibe

Bei den Verhandlungen mit der SBB gibt es Fortschritte: Der Egerkinger Gemeinderat genehmigt einen Landkauf

Zuerst wollte die SBB das Land verkaufen, dann nicht mehr: Nun haben der Gemeinderat und die SBB einen Konsens gefunden beim Projekt «Intermodale ÖV-Drehscheibe» Egerkingen.

Gülpinar Günes
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Bruno Kissling

In Sachen Ausbau des Bahnhofs zu einer intermodalen ÖV-Drehscheibe, sprich einem Knotenpunkt für den ÖV und dem Individualverkehr, ist die Gemeinde Egerkingen einen Schritt weitergekommen. Wie Johanna Bartholdi an der Gemeinderatssitzung mitteilte, habe man mit der SBB, dem Grundbesitzer, einen Konsens bezüglich des Landkaufs gefunden. Als sich der Gemeinderat das letzte Mal vor zwei Jahren darüber beriet, wollte die SBB alle Strassen, die über ihr Areal verlaufen, für rund CHF 400'000 verkaufen. 2019 beschloss die SBB kein Land mehr zu verkaufen und verlangte einen Baurechtszins von jährlich etwa 21'000 Franken für das Areal. Nun kann die Gemeinde das 1070 Quadratmeter grosse Strassen-Areal von der Landi bis zur Paulusstrasse doch noch für 80 Franken pro Quadratmeter kaufen. Allerdings verlangt die SBB für weitere Bauten auf dem verbleibenden 2900 Quadratmeter grossen Areal, wie Bushaltestellen oder Veloabstellplätze, weiterhin einen Baurechtszins von 5 Franken pro Quadratmeter. Dieser Punkt sei noch in Verhandlung.

Auch mit den betroffenen Grundeigentümern nördlich vom Bahnhof habe sich der Gemeinderat einigen können. Sie seien bereit, die nötigen Quadratmeter für den Bau des Bahnhofareals zu verkaufen. Es werde eine «Grenzbereinigung» stattfinden, wodurch ihr Land etwas verkleinert, dafür aber bebaubarer wird, hiess es an der Sitzung. Der Gemeinderat nahm diesen Fortschritt im Projekt zur Kenntnis und genehmigte den Landkauf zulasten des Investitionsvorhabens «Intermodale ÖV-Drehscheibe».