Laupersdorf

Das Defizit schrumpft dank Steuersegen

Laupersdorfs Rechnung 2014 schliesst mit einem Defizit von 6657 Franken um 127339 Franken besser als budgetiert. Das positivere Ergebnis ist vor allem wegen des Mehrertrags an Gemeindesteuern zustande gekommen.

Rudolf Schnyder
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In Laupersdorf fiel die Rechnung 2014 wegen dem unerwartet hohen Steuereingang deutlich besser aus, als veranschlagt.

In Laupersdorf fiel die Rechnung 2014 wegen dem unerwartet hohen Steuereingang deutlich besser aus, als veranschlagt.

Bruno Kissling

Gemeindeverwalter Stefan Schaad präsentierte dem Gemeinderat Laupersdorf die Gemeinderechnung 2014, die bei einem Aufwand von 8, 007 195 Franken und einem Ertrag von 8 000 537 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 6657 Franken abschliesst. Der Voranschlag 2014 sah einen Aufwandüberschuss von 133 997 Franken vor. Die positive Abweichung zum Voranschlag beträgt somit 127 339 Franken.

«Die Abweichungen zum Voranschlag 2014 sind auf den Mehrertrag an Gemeindesteuern von 150 000 Franken, einem Mehraufwand bei den Abschreibungen von Gemeindesteuern und Verwaltungsvermögen von 130 000 Franken, einem Mehraufwand in den Bereichen Soziales und Bildung von 170 000 Franken und einem Minderaufwand Gemeindebeitrag an EL zu AHV/IV von 40 000 Franken sowie einem Mehrertrag Staatsbeitrag an Lehrerbesoldungen von 65 000 Franken zurückzuführen», führte Stefan Schaad vor dem Gemeinderat aus.

Der Gemeinderat muss der Gemeindeversammlung insgesamt acht Kreditüberschreitungen in der Laufenden Rechnung und in der Investitionsrechnung mit einer Gesamtsumme von 356 612 Franken als Nachtragskredite zur Genehmigung vorlegen.

Hohe Steuereingänge

Der Gesamt-Steuerertrag erreicht mit 3,928 Mio. Franken den zweithöchsten je erzielten Stand (Vorjahr 3,868 Mio. Franken) und dies bei 1712 Einwohnerinnen und Einwohnern. Der Voranschlag sah Steuereinnahmen von 3,776 Mio. Franken vor. Dies bei einem Steuersatz von 129 Prozent für natürliche Personen und 105 Prozent für juristische Personen. Die positive Abweichung beträgt somit 152 000 Franken oder 4,02 Prozent. Erfreulich ist, dass der Steuerertrag der juristischen Personen mit über 170 000 Franken um rund 50 000 Franken höher ausgefallen ist als im Vorjahr.

1999 betrugen die Steuereinnahmen bei einem Steuersatz von 140 Prozent bei 1699 Einwohnern 2,524 Mio. Franken. 2005 wurden bei einem Steuersatz von 135 Prozent und 1680 Einwohnern 3,126 Mio. Franken und im Jahr 2010 beim gleichen Steuersatz und 1685 Einwohnern 3,960 Mio. Franken eingenommen.

Die Investitionsrechnung 2014 weist eine Netto-Investitions-Summe von 244 345 Franken auf, budgetiert waren 254 700 Franken.

Der Gewinn vor Abschreibungen beläuft sich auf 437 517 Franken und die Finanzierung erzeigt einen Überschuss von 344 855 Franken. Die Bilanzsumme reduziert sich um nur 1963 Franken auf 9,174 Mio. Franken und das Fremdkapital reduziert sich um 48 529 Franken auf neu 8,343 Mio. Franken.

Eigenkaptal wird weniger

Die Nettoschuld je Einwohner liegt heute bei 3098 Franken. Im Jahre 2004 betrug diese Nettoschuld pro Einwohner lediglich 1838 Franken. Der Aufwandüberschuss der laufenden Rechnung von 6657 Franken wird mit dem Eigenkapital verrechnet. Somit reduziert sich das Eigenkapital von 263 916 Franken auf neu 257 258 Franken.

Die Spezialfinanzierung Wasserversorgung schliesst nach Vornahme der gesetzlichen Mindestabschreibungen von 44 060 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 9680 Franken ab, budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 15 378 Franken. Neu wird ein Eigenkapital von 23 511 Franken ausgewiesen.

Bei der Abwasserbeseitigung resultiert ein Ertragsüberschuss von 47 926 Franken. Das Eigenkapital beträgt nun 271 686 Franken. Hingegen resultiert bei der Abfallbeseitigung ein Aufwandüberschuss von 13 690 Franken. Hier beträgt der Bilanzfehlbetrag nun 13 754 Franken.

Der Rat genehmigte die Rechnung 2014 einstimmig zu Handen der Gemeindeversammlung . Diese findet am kommenden Montag, 15. Juni statt.