Egerkingen

Der VCS Solothurn erhebt Einsprache gegen Projekt «Neubau Gäupark»

Der Gäupark in Egerkingen soll für rund 50 Millionen erneuert werden. Der Verkehrs-Club Schweiz (VCS), Sektion Solothurn, erhebt gegen das Projekt vorsorglich Einsprache.

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Der Gäupark in Egerkingen wurde zu einem der grössten Shoppingcenter.

Der Gäupark in Egerkingen wurde zu einem der grössten Shoppingcenter.

Bruno Kissling

Der Gäupark in Egerkingen ist eines der grössten Einkaufszentren weit herum. Die Besitzerin, die Migros Aare, will den älteren, vor 20 Jahren eröffneten Teil des Gäuparks durch einen Neubau komplett ersetzen. Das entsprechende Baugesuch wurde Ende Oktober publiziert, der VCS Solothurn erhebt nun vorsorglich Einsprache, wie er am Donnerstag mitgeteilt hat.

Die zentralen Anliegen des Umweltverbands: eine gute Erschliessung des Einkaufszentrums mit dem öffentlichen Verkehr und dem Fuss- und Veloverkehr sowie eine Parkplatzbewirtschaftung. Was nach Ansicht des VCS keinesfalls angeht: Dass eine Baubewilligung für das Projekt – auch wenn es sich nicht um eine Erweiterung handelt – auf der Grundlage eines Umweltverträglichkeitsberichts erteilt wird, der anlässlich des Gestaltungsplans Gäupark und Waro Egerkingen von 1999 und dem Gestaltungsplan Gäupark 2 von 2003 erstellt wurde.

Dazu VCS- Vorstandsmitglied und Kantonsrat (Grüne) Heinz Flück: «Es kann nicht sein, dass die Umweltauswirkungen mit Erlassen, die mittlerweile 21 beziehungsweise 17 Jahre zurückliegen, geplant wird. Eine Bewilligung für ein Bauprojekt kann nur erteilt werden, wenn dieses auch den aktuellen umweltrechtlichen Bestimmungen entspricht.»

Umweltverträglichkeitsprüfung soll aktualisiert werden

Bei grossen, publikumsintensiven Bauvorhaben ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgeschrieben. Deshalb fordert der VCS auch die Aktualisierung der UVP. Insbesondere bei den Themen Verkehrserschliessung und Lufthygiene habe es in dieser Zeit Entwicklungen gegeben, welche damals nicht vorhergesehen oder nicht so prognostiziert worden seien.

Deshalb sei es unabdingbar, die damalige UVP «auf den Prüfstand» zu stellen und anhand der konkreten, heutigen Vorschriften und Rahmenbedingungen die Umweltverträglichkeit des Projekts neu zu beurteilen. Weiter fordert der VCS die Umsetzung aller Massnahmen, die in den alten Gestaltungsplänen aufgeführt, jedoch nie ordnungsgemäss umgesetzt worden seien. Dies betrifft insbesondere die Einführung eines Pendelbusbetriebs zwischen dem Bahnhof Egerkingen und den Eingangsbereichen des Gäuparks. (szr)