Wolfwil
Die Feuerwehr erhält ein neues Arbeitsgerät

Die Gemeindeversammlung bewilligte die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges und das Budget 2016.

Erwin von Arb
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Das baugleiche Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Thun konnte am 17. Juli in Wolfwil besichtig werden.

Das baugleiche Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Thun konnte am 17. Juli in Wolfwil besichtig werden.

zvg

Eine gut gelaunte Gemeindeversammlung, an der 89 Stimmberechtigte teilnahmen, genehmigte am Donnerstagabend das auf einem Steuersatz von 120 Prozent basierende Budget 2016 grossmehrheitlich einstimmig.

Der von Finanzverwalterin Jolanda Misteli erörterte Voranschlag sieht einen Ertragsüberschuss von 32 317 Franken vor. Im kommenden Jahr werden netto 1,218 Mio. Franken investiert. 360 000 Franken davon entfallen auf das neue Tanklöschfahrzeug (TLF) der Feuerwehr.

Altes TLF ist 25 Jahre alt

Über die Notwendigkeit dieser Anschaffung informierten Feuerwehrkommandant Marcel Ackermann und André Nützi als zuständiger Gemeinderat. Erwähnt wurde unter anderem das Alter des TLF mit Jahrgang 1990 sowie die daraus resultierenden Schwierigkeiten bei der Ersatzteilbeschaffung.

«Für die Feuerwehr ist das TLF das wichtigste Fahrzeug überhaupt», betone der Kommandant bei seinen Ausführungen. Die von der Solothurner Gebäudeversicherung (SGV) mit 125 000 Franken subventionierte Anschaffung des Vogt-Tanklöschfahrzeugs vom Typ MAN TGL 12.250 4×2 BB Euro 6 wurde von der Versammlung einstimmig gutgeheissen.

Folgende Kredite wurden ferner zuhanden der Investitionsrechnung 2016 gesprochen: 59 400 Franken für den Beitrag an den Kanton für den Bau der Bushaltestelle Zentrum; 16 700 Franken für den Beitrag an den Kanton für das Lärmsanierungsprojekt Kestenholzer-/Fulenbacherstrasse; 115 000 Franken für die Erschliessung Milchgasse-Waldegg (Verlängerung Fussweg/Verkehrsberuhigung); 30 000 Franken für die Verlängerung des Fussweges Fahrstrasse; 76 000 Franken für die Umrüstung von 70 Strassenleuchten auf LED; 76 500 Franken für die Ausgestaltung der Bushaltestelle Zentrum; 185 000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung Murgenthalstrasse; 160 000 Franken für den Einbau eines Messschachts an der Murgenthalstrasse; 450 000 Franken für den Einbau einer Kanalisation im Bereich Milchgasse bis Waldegg; 30 000 Franken für den Unterhalt der Kanalisation; 220 000 Franken für die Sanierung des Kirchenvorplatzes.

Gemeindefinanzen auf gutem Weg

Wie Finanzverwalterin Jolanda Misteli erwähnte, fällt der Finanzausgleich 2016 zugunsten der Gemeinde mit 696 500 Franken deutlich höher aus als im Vorjahr. Schlechter fahre die Gemeine hingegen bei nach einem neuen Modell ausgerichteten Schülerpauschalen.

Dies werde aber vom erwähnten Finanzausgleich wettgemacht.

Bemerkt wurde ferner, dass die Gemeindefinanzen auch dank den von einem Steuersünder entrichtenden Nachsteuern von 2 Mio. Franken am Gesunden sind. «Wir sind auf dem richtigen Weg, dürfen aber nicht übermütig werden», meinte Gemeindepräsident Georg Lindemann in Anerkennung der guten Arbeit der Finanzkommission (Fiko) unter Fiko-Präsident Rolf Kissling, der Kommissionen und des Gemeinderates.

Gutgeissen wurde von der Versammlung ferner der Verkauf der Liegenschaft an der Fahrstrasse 82 für 225 000 Franken. Die Gemeinde hatte das Haus aus dem Nachlass von Urs Eckinger übernommen. Der geringe Gewinn aus den Verkauf werde dem Eigenkapital zugewiesen, so Lindemann.

Wasserpreis sinkt

Diskussionslos genehmigt wurden auch Anpassungen der Dienst- und Gehaltsordnung. Dabei ging es vor allem um das Pikettwesen und die Entschädigung von Überzeit der Feuerwehr und der Gemeindearbeiter sowie um Einzelpauschalen für Feuerwehrangehörige und Kommissionsentschädigungen. Zugestimmt wurde ferner der Senkung des Wasserbezugspreises von aktuell Fr. 2,40 auf neu auf neu 2 Franken pro Kubikmeter Frischwasser.

Für sein Lebenswerk, eine grosse Sammlung von alten Maschinen, Geräte und Gegenständen, wurde Paul Mäder der Kulturpreis der Gemeinde verliehen. Mit seinem Museum habe er einen wichtigen Beitrag für die Allgemeinheit geleistet.

Dagobert Cahannes amtet als Speaker

Der ehemalige Medienbeauftragte der Solothurner Regierung, Dagobert Cahannes, wird am 25. Juni 2016 beim Festumzug anlässlich der 750-Jahr-Feier der Gemeinde Wolfwil als Speaker amten. Dies gab Thomas Kölliker von OK bekannt. Der Umzug soll 30 Sujets aus dem Dorf und der Region umfassen.

Erwartet werden rund 4000 Zuschauer. Um lange Wartezeiten auf der etwa ein Kilometer langen Route zu vermeiden, soll der Umzug geteilt und an zwei Stellen gleichzeitig im Uhrzeigersinn gestartet werden. Das Geburtstagsfest von Wolfwil findet auf dem Areal rund um die Schulanlagen statt.

Das Fest beginnt am Freitag, 24. Juni, um 18 Uhr und dauert 48 Stunden bis Sonntag um 18 Uhr. Am Eröffnungstag wird auch ein Kohlemeiler im Beisein der Bevölkerung geerntet. Was vorher während der vom 18. bis 28. April dauernden Köhlerwoche abgeht, erklärte Heinz Glauser vom durchführenden Gewerbeverein. Zuversicht strahlte einmal mehr OK-Präsident Bruno A. Wirth bezüglich der Durchführung und der Finanzierung der 750-Jahr-Feierlichkeiten aus.

Letzteres nicht zuletzt auch deshalb, weil Ruedi Nützi an der Gemeindeversammlung erfolgreich den Antrag gestellt hatte, dem OK für die Durchführung des Festes neben den im Budget 2016 vorgesehenen 30 000 Franken auch den budgetierten Überschuss 32 317 Franken zu überlassen.

Im Nachgang einigte man sich darauf, dass eine solche Zahlung nur dann erfolgt, wenn die Gemeinderechnung positiv abschliesst. Die Gemeinde habe ohnehin eine Defizitgarantie abgegeben, meinte Gemeindepräsiden Georg Lindemann dazu.

Das OK will die Jubiläumsfeierlichkeiten mit dem Verkauf von Fest-Buttons, Bierkübeli, Festwein, den Einnahmen aus den Festwirtschaften sowie Spenden und Zuwendungen von Sponsoren und Gönnern finanzieren. (eva)

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