50. Jubiläum

Die Tambouren Mümliswil-Ramiswil haben in ihrem Jubiläumsjahr Grosses vor

Monika Kammermann
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So präsentierten sich die Tambouren aus dem Guldental am Tromerama in Kirchberg im März 2019.

So präsentierten sich die Tambouren aus dem Guldental am Tromerama in Kirchberg im März 2019.

zVg

Wer die Tambouren Mümliswil-Ramiswil kennt weiss, dass sie trotz der relativ kleinen Mitgliederzahl keine halben Sachen machen. Sie führten 2014 das Zentralschweizerische Jungtambouren- und Jungpfeiferfest in Mümliswil durch und sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Dorffasnacht.

Gegründet wurde der Verein am 16. Januar 1970 von Bruno Ackermann, Urs Ackermann, Bruno Baschung, Martin Boner, Andreas Büttler, Peter Diemand, Ernst Frei, Ruedi Jeker, Stephan Nussbaumer Bruno Rubitschung und Felix Schwarzenbach als Tambourenverein Mümliswil. «Wir nahmen schon vorher an Tambourenfesten teil», erinnert sich Gründungsmitglied Bruno Rubitschung. Das Ganze sei aus der Jungwacht entstanden, als Bruno Ackermann die ersten Lektionen gab. Rubitschung selber begann als 12-Jähriger mit dem Trommeln. «Mit der Gründung wollten wir die Aktivitäten offiziell machen und gleichzeitig eine Struktur aufbauen», erklärt der pensionierte Aussendienstmitarbeiter. Im Fokus standen damals schon der Wettkampf und die Fasnacht, gleichzeitig seien natürlich auch Tambouren ausgebildet worden. Schon 1974 hat der junge Verein mit Josef Scacchi als OK-Präsident das dritte Zentralschweizerische Jungtambouren- und Jungpfeiferfest durchgeführt.

Während der Fasnacht: Naserümpfer

Aus Liebe zur Fasnacht wurden die Tambouren als Naserümpfer aktiv. So bezeichnete sich der Verein als erweiterte Clique während der närrischen Zeit. Weitere Freunde und Bekannte machten mit und gemeinsam verfasste man Schnitzelbänke und eine Fasnachts-Zytig.

Durchschnittlich seien sie immer etwa zehn Mitglieder gewesen. Eine Zeitlang waren es dann nur noch ein paar Wenige. Daraufhin begann Rubitschung 1997 selber eine Gruppe zu unterrichten. Schon im Folgejahr startete wieder eine Sektion an einem Jungtambouren- und Pfeiferfest in Möhlin – darunter auch einige Kinder von Tambouren. Einige Jahre später prägte und unterstütze Daniel Müller vom Tambourenverein Laupersdorf-Thal den Verein und fungierte neu als Musikschullehrer. 2004 begannen zusätzlich Claudia Grossmann, und Andy Frei, beide 17-jährig, mit der Ausbildung des Nachwuchses.

Sechs Jahre später wurde entschieden, den Verein mit neuen Strukturen und dem Namen «Tambouren Mümliswil-Ramiswil» wiederzubeleben. Heute fokussiert man sich sehr auf die Nachwuchsförderung und kann dabei auf 18 Jungtambouren zählen. Die Kinder werden im Rahmen der Musikschule ausgebildet und gleichzeitig – auf freiwilliger Basis - in die zahlreichen Vereinsaktivitäten miteinbezogen. Seit 2019 sind auch sieben Piccolo-Pfeiferinnen dabei. Insgesamt zählen sich nebst den Jungtambouren 21 Aktive (Tambouren und Pfeifer) sowie acht Fasnächtler zum Verein.

Zum 50-jährigen Geburtstag ist Grosses geplant. Fast jedem Monat finden interne Anlässe oder öffentliche Veranstaltungen statt. Auftakt bildet am 16. Januar 2020 die Gründungsfeier. Drei Tage später findet die Fahnenweihe statt. «Wir werden zum ersten Mal eine Fahne haben», erklärt Vize-Präsident Simon Rubitschung. Im Februar ist natürlich die Mümliswiler Fasnacht angesagt. Im Folgemonat stehen Schuhmacher-Arbeiten an, denn das Probelokal der Tambouren befindet sich im ehemaligen Schuhmacherhaus Haefeli. Weiter stehen eine Bierwanderung mit Guldentaler Bier, ein «Piccolo-Kaffi», das Zentralschweizerische Tambouren- und Pfeiferfest in Kirchberg BE und das Eidgenössische Jungtambouren- und Jungpfeiferfest in Aarau auf dem Programm.

Weitere Infos: www.tambouren-muemliswil-ramiswil.ch