Welschenrohr

Gemeinde zahlt neu jährlich 10'000 Franken ans Uhrenmuseum

Die Gemeindeversammlung genehmigte den Voranschlag 2016, welcher ein Defizit von 29 800 Franken vorsieht.

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Hier ist das Uhrenmuseum untergebracht.

Hier ist das Uhrenmuseum untergebracht.

Walter Schmid

Gemeindepräsident Stefan Schneider konnte 38 Stimmberechtigte zur Budget-Gemeindeversammlung begrüssen. Zuerst ging es um einen Beitrag für das Uhrenmuseum, das sich zu einem Kleinod des Dorfes entwickelt hat.

Das Schicksal, nicht kostendeckend zu sein, teilt das Uhrenmuseum denn auch mit vielen anderen Museen in der Schweiz. Deshalb schlug der Gemeinderat dem Souverän vor, diese für Welschenrohr wichtige Institution mit einem jährlichen Beitrag von 10 000 Franken für die nächsten vier Jahre zu unterstützen. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

Weichen für ARA-Anschluss gestellt

Ebenfalls einstimmig genehmigt wurden die Statuten und der Kredit für den Anschluss der Gemeinde an die Abwasserreinigungsanlage ARA Falkenstein in Oensingen. Der gesprochene Bruttokredit von 1,65 Mio. Franken für die Abwasserleitung wird mit 570 000 Franken subventioniert.

Die Versammlung hatte ferner zuhanden der Investitionsrechnung 2016 über einen Kredit für die Renovation des Gebäudes Thalhof im Betrag von 312 000 Franken sowie einen Kredit von 30 000 Franken für die Sanierung des Schlattweges zu befinden. Die Mehrkosten bei der Sanierung des Weges entstanden durch Probleme bei der Strassenentwässerung, welche im Zuge der Belagssanierung nun auch gleich in Angriff genommen werden sollen.

Beitrag an Güterregulierung

Die Kosten für die Instandstellung der asphaltierten Hofzufahrten auf dem Gemeindegebiet von Welschenrohr wurden im Jahre 2003 berechnet. Zwischenzeitlich mussten diese Kosten massiv nach oben korrigiert werden (wir berichteten).

Es geht für die Gemeinde nun darum, die Instandsetzung der kostspieligen Hofzufahrten einhergehend mit der Güterregulierung durchzuführen, um so in den Genuss von Subventionen zu kommen. Da diese Strassen künftig in den Besitz der Gemeinde übergehen, wäre der Beitrag später umso höher. Die Versammlung bewilligte einen Beitrag von 210 000 Franken, verteilt auf vier Jahre.

Massiv besser als 2015 budgetiert

Finanzkommissionspräsident Beat Allemann und Verwalterin Daniela Altermatt führten erklärend durch die Zahlen des Voranschlages 2016. Im Vergleich zum Budget 2015, das einen Aufwandüberschuss von 104 500 Franken vorsah, schliesst das Budget 2016 «nur» noch mit einem Defizit von 29 800 Franken ab. Mit Blick auf den Bilanzfehlbetrag im Jahr 2014 schlug der Gemeinderat vor, den Steuerfuss im kommenden Jahr für natürliche Personen bei 133 Prozent sowie für juristische Personen bei 115 Prozent zu belassen. Dem wurde entsprochen.

Ab 1. Januar 2016 werden Anlassbewilligungen in die Zuständigkeit der Einwohnergemeinde übergeben. Der Gemeinderat hat einen entsprechenden Gebührenkatalog für verschiedene Kategorien festgelegt und der Gemeinde zur Genehmigung vorgelegt. Die Tarife wurden gutgeheissen.

Bauförderung für Firmen

Der Gemeinderat beantragte ferner einen Rahmenkredit von 100 000 Franken für die Bauförderung für Firmen, die sich in Welschenrohr niederlassen möchten. Der Antrag wurde gutgeheissen. (SWW)