Oensingen
«Grosse Teile der Oensinger Bevölkerung profitieren» – Bürgergemeinde unterstützt die Lärmschutz-Pläne

Trotz grösseren Investitionen budgetiert die Bürgergemeinde einen grossen Gewinn und zeigt sich von ihrer generösen Seite.

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Wenn sich die Investition für den Lärmschutz innerhalb eines vernünftigen Zeitraums amortisieren lässt, so ist die Bürgergemeinde allenfalls bereit, die Mehrkosten zu übernehmen und die Investition zu realisieren.

Wenn sich die Investition für den Lärmschutz innerhalb eines vernünftigen Zeitraums amortisieren lässt, so ist die Bürgergemeinde allenfalls bereit, die Mehrkosten zu übernehmen und die Investition zu realisieren.

Bruno Kissling

Informativ und zügig verlief die «Budget-Gmeind», zu der Bürgergemeindepräsident Remo Liechti im Sitzungszimmer des Werkhofes der Bürgergemeinde begrüsste. Mit Investitionen in der Höhe von insgesamt 770'000 Franken hat die Bürgergemeinde im kommenden Jahre einiges vor.

Das von Verwalter Reto Bobst präsentierte Budget 2020 sieht erneut schwarze Zahlen vor. Prunkstücke für diese positive Konstellation sind die Bereiche Grubenfonds, Inertstoffdeponie und Energiezentrum, welche die voraussichtlich mit einem Verlust abschliessenden anderen Zweige wie Bürgerrechnung, Werkhof, Roggenberg, Bürgerhaus und Forstbetrieb auffangen können. Der Voranschlag der laufenden Rechnung sieht einen Ertragsüberschuss von 700'070 Franken vor.

Bürgergemeinde hat Studie in Auftrag gegeben

Wie es schon bei der «Budget-Gmeind» der Einwohnergemeinde ein Thema war, kam das Lärmschutz-Thema auch in der Bürgergemeinde zur Sprache. Werner Hunziker verwies darauf, dass die Oensinger Bürgergemeinde das von ihm lancierte Anliegen unterstütze, die Bevölkerung besser vom Autobahnlärm zu schützen. So hat die Bürgergemeinde bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese soll aufzeigen, wie hoch die Zusatzkosten sind, wenn die Lärmschutzwände beim Ausbau der A1 mittels Solarpanels um rund einen Meter erhöht würden. Wenn sich die Investition innerhalb eines vernünftigen Zeitraums amortisieren lässt, so ist die Bürgergemeinde allenfalls bereit, die Mehrkosten zu übernehmen und die Investition zu realisieren. «Falls dieses Vorhaben gelingt, profitieren grosse Teile der Oensinger Bevölkerung», lässt die Bürgergemeinde verlauten. Zudem könne sie neben der bereits betriebenen Holzschnitzel-Heizzentrale, ein weiteres «grünes» Zeichen zur Energiewende setzen.

Einen grösseren Ausbau plant die Bürgergemeinde im Forstwerkhof. Den im Jahre 1990 eingeweihten Forstwerkhof wollte der Bürgerrat seit längerer Zeit auffrischen. So entsprach das vorhandene Archiv nicht mehr den heutigen Anforderungen. Sowohl für die Akten der Bürgergemeinde wie auch für diejenigen der Forst wünschte man sich eine verbesserte Ablage. Unter diesen Umständen, fasste der Bürgerrat eine Modernisierung ins Auge.

Nachdem im Bürgerrat Ideen dazu gesammelt wurden, entwarfen Fachleute einen entsprechender Entwurf. Nebst einem neuen und brandgesicherten Archivraum ist auf dessen Dach auch ein Balkon vorgesehen. Dem Kreditbegehren von 390'000 Franken stimmten die 30 anwesenden Stimmberechtigten einstimmig zu.

Anlagereglement für die Börse geschaffen

Handlungsbedarf gab es in Sachen Anlagereglement. Dieser Punkt war schon seit einiger Zeit auf der Pendenzenliste des Bürgerrates. Aufgrund der doch guten finanziellen Verhältnisse bei der Bürgergemeinde, machte die Rechnungsprüfungskommission (RPK) den Bürgerrat schon vor einiger Zeit darauf aufmerksam, in dieser Angelegenheit aktiv zu werden. Die Bürgergemeinde ist schon einige Jahre im Börsengeschäft tätig, ohne dies jedoch reglementarisch verankert zu haben. Die RPK erarbeitete im laufe des Jahres einen Reglementsentwurf. An der Bürgerversammlung wurde die mit dem Rat überarbeitete Version gutgeheissen.

Auf Vorschlag des Bürgerrates stimmte die Versammlung insgesamt sechs Gesuchen um Einbürgerung zu. Diese stellten sechs Erwachsene und ein Kind mit – Wurzeln aus Marokko, Kosovo und Serbien. Der Bürgerrat vergab an den vorausgehenden Sitzungen zudem das Bürgerrecht an Heinz Kamber, Markus Stampfli sowie Christian und Nicole Wyss. (bwh)