Balsthal

Jetzt gibt es kühles, gesundes Nass: Neue Oberberg-Quelle in Betrieb genommen

Die Bürgergemeinde Balsthal hat nach einem Jahr Bauzeit die neue Oberberg-Quelle in Betrieb genommen und einen Brunnentrog gesetzt. Der Kostenumfang beläuft sich auf 230'000 Franken.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Niklas, Fabian, Joris und Nina freuen sich über den Brunnen.

Niklas, Fabian, Joris und Nina freuen sich über den Brunnen.

zvg

«Dieser Brunnen soll Wanderer oder Velofahrer auf dem Oberberg erfrischen», sagt Michael Bur, Präsident der Allmendkommission der Bürgergemeinde Balsthal. Diese Kommission war verantwortlich dafür, dass vor gut einem Jahr damit begonnen wurde, für das Sennhaus auf dem Oberberg und seinen Sömmerungsbetrieb eine neue Quelle zu fassen. Das Wasser, mit welchem bis anhin der Betrieb versorgt wurde, war qualitativ nicht genügend und auch die Wassermenge liess zu wünschen übrig (wir berichteten). So wurde mittels einer neuen, 1,7 km langen Leitung Wasser von der Finigerquelle gefasst und auf den Oberberg geleitet. Diese Quelle verfügt über ausreichend Wasser.

Alter Brunnentrog neu aufgefrischt

Der nun neuinstallierte Brunnentrog sei alt und stand lange Jahre auf dem Oberberg-Hof, erzählt Bur weiter. «Wir wissen nicht genau, warum und wann er auf den Hof gekommen ist. Er ist nicht sehr gross, doch er ist für unseren Bedarf, Besuchern eine Erfrischung zu bieten, genau richtig.» Der Trog aus Solothurner Kalkstein wurde vom Balsthaler Steinmetz Norbert Eggenschwiler etwas ausgebessert und restauriert. Zudem bekam er einen neuen, modernen Wasserhahn, der bei Bedarf geöffnet oder geschlossen werden kann. «Wir haben uns entschlossen, den Brunnen nicht permanent laufen zu lassen», erklärt Bur. Das Wasser sei aber immer sauber und trinkbar, vor allem, wenn man, bevor getrunken wird, den Wasserstrahl ein paar Sekunden laufen lässt.

Die Kosten für die neue Wasserleitung belaufen sich insgesamt auf 230'000 Franken. Bund und Kanton Solothurn übernehmen rund 60 Prozent der Kosten. «Für die Bürgergemeinde selbst bleiben etwa 100'000 Franken», so Bur, der froh ist, dass dieses Bauwerk zum Abschluss gekommen ist. Einerseits sei für die Hirtenfamilie nun das Leben auf dem Oberberg viel angenehmer geworden, andererseits habe es der Oberberg als Naherholungs- und Wandergebiet von Balsthal verdient, eine solche naturnahe Infrastruktur anzubieten. «Es gibt eben hier oben keine Bergwirtschaft wie auf anderen Jurahöhen. Das ist aber auch in Ordnung so», meint der Balsthaler zum Schluss.