Kestenholz
Mager war an der Gemeindeversammlung nur die Teilnehmerzahl

Die Gemeindeversammlung von Kestenholz war nicht gut besucht, das Rechnungsjahr 2015 dafür erfreulich. Die Rechnung schliesst mit einem Plus von 57'000 Franken.

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Luftaufnahme der Gemeinde Kestenholz.

Luftaufnahme der Gemeinde Kestenholz.

Yves Wälchli

Eine magere Sache sei der Publikumsaufmarsch, sagte eine Einwohnerin kurz vor der Versammlung lachend. «Es ist ja gar kein Spiel», entgegnete ein Mann eine Stuhlreihe hintendran, worauf jemand antwortete: «Doch, aber erst um 21 Uhr.» «Bis dann sind wir sicher fertig», ergänzte ein Einwohner lachend. Und er sollte recht behalten. Kurz vor neun war die Versammlung nach 50 Minuten bereits wieder passé.

Entsprechend der Tatsache, dass kein umstrittenes Traktandum auf der Tagesordnung stand und die Rechnung für das Jahr 2015 sehr positiv ausfiel, war kein Diskussionsbedarf aus der Mitte der Versammlung zu vernehmen. Verstärkt wurde diese Tatsache dadurch, dass nur gerade 14 Einwohnerinnen und Einwohner den Weg in die Mehrzweckhalle fanden. Die anwesenden Gemeinderäte waren damit in der Überzahl. Und die Gemeinderäte opponierten nicht gegen ihre beschlossenen Anträge.

Einträchtig und einstimmig

Als Pilotgemeinde für das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 konnte Finanzverwalter Markus Wyss bereits routiniert durch die Rechnung führen. Hauptverantwortlich für das Plus von 57'000 Franken nach Abschreibungen und Vorfinanzierungen waren die höheren Steuereinnahmen. Vor allem bei den juristischen Personen war die Abweichung zum Budget mit plus 351'000 Franken erheblich.

Die Rechnung inklusive Nachtragskrediten wurde im Anschluss einstimmig angenommen. Wie übrigens auch die anderen Geschäfte, die noch folgten. So wurde einer Überarbeitung der Gemeindeordnung zugestimmt. Diese wurde nötig, weil einige Paragrafen im Zuge der Umstellung auf HRM2 ihren rechtlichen Zenit überschritten hatten. Zusätzlich wurden die finanziellen Kompetenzen des Gemeindepräsidenten und des Gemeinderats leicht erhöht.

Ebenso zugestimmt wurde der Umwandlung eines Teils der Anteilsscheine an der Wohnbaugenossenschaft Rütteli, welche in den letzten Jahren keine Dividenden mehr ausschüttete. Neu wird dieser Teil als Darlehen ausgewiesen, was eine Zinszahlung an die Gemeinde zur Folge hat. (phf)

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