Kestenholz
Schulhausneubau ist im Zeitplan

Die Gemeindeversammlung verabschiedete das Budget 2017, das ein Defizit von 205 000 Franken vorsieht.

Urs Amacher
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Im Übrigen orientierte Gemeinderat Andreas Gautschi über den Stand der Arbeiten am Schulhausneubau. (Archiv)

Im Übrigen orientierte Gemeinderat Andreas Gautschi über den Stand der Arbeiten am Schulhausneubau. (Archiv)

Patrick Lüthy

Die Gemeindeversammlung Kestenholz hiess das Budget für das Jahr 2017 ohne Diskussion gut. Bei einem Gesamtaufwand von 8,889 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 8,684 Mio Franken rechnet es mit einem Defizit von rund 205 000 Franken. In der Erfolgsrechnung des Vorjahres hatte man noch einem Ertragsüberschuss von rund 89 000 Franken prognostizieren können. Wie Finanzverwalter Markus Wyss erklärte, sind für die roten Zahlen vor allem zwei Aufgabengebiet verantwortlich.

Die grösste Zunahme der Nettobelastung verzeichnet die Bildung. Im Vorjahr rechnete man mit einem Aufwandüberschuss von rund 2,756 Mio. Franken. 2017 muss bei Ausgaben von 4,248 Mio. Franken ein Defizit von 3,084 Mio Franken eingesetzt werden, so das eine Differenz von 328 000 Franken Mehraufwand gegenüber dem Vorjahresbudget resultiert. Hier schlagen sich vor allem die Abschreibungen für das neue Schulhaus und die Zunahme der Anzahl Sek-P-Schülerinnen nieder. Ebenso wirkt sich aus, dass der Kanton die Subventionierung der Lehrerbesoldung auf die Schülerpauschale umstellte.

Steuerertrag soll steigen

Bei der zweiten grossen Aufgabe, die in der Kompetenz der Gemeinden liegt und deshalb mit 1,5 Mio. Franken einen bedeutenden Budgetposten ausmacht, der sozialen Sicherheit, bewegen sich die Zahlen im Bereich des Vorjahres. Für die Vermietung der Zivilschutzanlage fliessen nur noch rund 30 000 Franken in die Gemeindekasse; im Vorjahr waren es noch gut 121 000 Franken. Dieses Minus rührt daher, dass die Anzahl der zugewiesenen Asylsuchenden von bisher 45 auf 12 Personen massiv abgenommen hat.

Bei den Steuern rechnet man 2017 mit einem Nettoertrag von 5,66 Mio. Franken. Diese sind 120 000 Franken mehr als 2016. Dafür sind vor allem die natürlichen Personen verantwortlich, die 4,3 Mio. an die Steuereinnahmen der Gemeinde beitragen, prognostizierte 116 000 Franken oder 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

«Defizit ist verantwortbar»

Das Defizit sei dank der soliden Eigenkapitalbasis zurzeit verantwortbar, deshalb könne der Steuerfuss von je 119 Prozent für natürliche und juristische Personen beibehalten werden. Allerdings bestehe für die Gemeinde bei der Unternehmenssteuerreform III ein grosses Risiko auf der Einnahmenseite, hält der Gemeinderat in seinem begleitenden Bericht zum Voranschlag fest.

Schliesslich fand das vorgelegte Budget die Gnade der anwesenden 15 stimmberechtigten Männer, ebenso wie ein Anschaffungskredit von 75 000 Franken, über den separat abgestimmt wurde. Mit diesem Geld sollen 20 neue Laptops und Tablets für die Primarschule gekauft werden.

Eine Formsache war die Zustimmung zu einer Statutenänderung des Zweckverbands Sozialregion Thal-Gäu. Wie Gemeindepräsident Arno Bürgi erläuterte, besteht der Vorstand nach wie vor aus neun Mitgliedern. Durch die neue Formulierung, dass in der Regel fünf Vorstandsmitglieder aus dem Bezirk Gäu und vier aus dem Bezirk Thal stammen sollen, werden Interpretationsprobleme aus der Welt geschafft.

Im Übrigen orientierte Gemeinderat Andreas Gautschi über den Stand der Arbeiten am Schulhausneubau. «Termine O.K., Kosten O.K., Qualität O.K.», lautete sein Fazit. Deshalb werden die Schulklassen wie geplant im Juni 2017 aus dem Provisorium-Container ins neue Schulhaus zügeln.

Am 17. Dezember ist die Bevölkerung eingeladen, den Rohbau des neuen Schulhauses von 9 bis 11 Uhr zu besichtigen.

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