Clientis Bank im Thal AG

Trotz Corona: Der Gewinn der Clientis Bank ist leicht höher als 2019

Auch in einem herausfordernden Umfeld kann die Clientis Bank im Thal AG ein gutes Halbjahresergebnis ausweisen.

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Das Gebäude der Clientis Bank im Thal (Balsthal).

Das Gebäude der Clientis Bank im Thal (Balsthal).

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«Dank flexiblen Mitarbeitenden und digitalen Lösungen konnten unsere Kunden während der ganzen Corona-Krise alle Dienstleistungen der Bank ohne Einschränkungen nutzen», lässt sich Bankleiter Roger Hochuli im Communiqué zitieren. «Gerade in schwierigen Zeiten wollen wir für unsere Kunden da sein, sie begleiten und unterstützen. So konnten zum Beispiel vielen KMU im Rahmen des Hilfsprogrammes des Bundes unkompliziert und schnell COVID-19-Sofortkredite zur Verfügung gestellt werden.»
Die Bilanzsumme wuchs um 1.4 Prozent auf über 348 Mio. Franken, die Kundengelder nahmen im ersten Halbjahr um 2.8 Prozent zu und nur bei den Ausleihungen an Kunden musste die Bank ein Minus von einem Prozent verzeichnen. Das Eigenkapital und somit die eigene Substanz konnte Clientis weiter stärken. Auch die Erfolgsrechnung präsentiert sich positiv und die wichtigsten Kennzahlen liegen über dem Budget. Unter dem Strich resultiert in diesem Jahr ein leicht höherer Halbjahresgewinn als im Vorjahr 2019.

135 Jahre: vom Sparverein zur Bank

«Wir erwarten über das ganze Jahr 2020 ein solides Ergebnis, immer vorausgesetzt die Rahmenbedingungen bleiben in den nächsten Monaten stabil», erläutert der Bankleiter Roger Hochuli. «Wir investieren an verschiedenen Themen in die Zukunft.» So bilde die Bank die Mitarbeitenden weiter aus und setze auf die Zertifizierung um die Beratungsqualität laufend zu verbessern. Auch stehen verschiedene Digitalisierungs-projekte vor dem Abschluss. «Diese werden die Kunden im Alltag spürbar unterstützen oder intern zu Effizienzsteigerungen führen», führt Roger Hochuli aus.

Die Clientis Bank im Thal AG feiert in diesem Jahr ihr 135-jähriges Bestehen. Am 4. Januar 1885 gründeten 24 «Sparer» den Sparverein Balsthal-Klus. Ihr Motto entspricht ihrer Zeit der kleinen Löhne und der fehlenden Altersvorsorge: «Wer nicht ebenso gut zu sparen als zu verdienen weiss, der kann sich zu Tode arbeiten, ohne einen Rappen zu hinterlassen!» Die Bilanzsumme betrug im ersten Geschäftsjahr gerade einmal 4901 Franken. In all den Jahren überstand die Bank verschiedene Krisen und widerstand Versuchungen.

«Wir wollen gerade in der heutigen Zeit nahe bei unseren Kunden sein, ihnen zuhören und sie verstehen. Aber auch die Wirtschaftsregion Thal und das Dorf- und Vereinsleben liegen uns am Herzen und wir engagieren uns dafür», so Roger Hochuli. Die 135-Jahr-Generalversammlung vom 24. April musste schriftlich stattfinden. (otr/mgt)