Laupersdorf

Zusätzliche Anforderungen an Schule bedürfen «Hinterfragung»

Der Schulleiter der Primarschule und des Kindergartens Laupersdorf, Joël Eschmann, stellte dem Gemeinderat Laupersdorf den Rechenschaftsbericht für das Schuljahr 2014/15 vor.

Rudolf Schnyder
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Das Schulhaus Linden in Laupersdorf

Das Schulhaus Linden in Laupersdorf

AZ

Zum Ende dieses Schuljahres ist die Leistungsvereinbarung mit dem Kanton ausgelaufen. Im Frühling 2015 konnte eine neue Leistungsvereinbarung unterzeichnet werden, die nun die Grundlage für das neue Schulprogramm 2015 bis 2018 ist.

Am Ende dieser Periode wird dann wieder eine externe Schulevaluation (ESE) anstehen.

«Alle waren stark gefordert»

«Es gilt grundsätzlich festzuhalten, dass die im Schulprogramm festgehaltenen Entwicklungsschwerpunkte erfüllt werden konnten. Die Schule hat hier einen grossen Effort geleistet und alle Beteiligten waren stark gefordert», berichtete Schulleiter Joël Eschmann.

«Allerdings sieht sich die Schule immer wieder grossen Anforderungen gegenübergestellt, die sie nebst ihrem Hauptauftrag des Unterrichtens und Lehrens nicht erfüllen kann.» Eschmann hob besonders die immer stärker um sich greifende «Evalutionitis» hervor.

Die Umfragen und Eruierungen vonseiten des Volksschulamtes, der Fachhochschule, der externen Partner oder schulischen Dienste haben ein Mass angenommen, die einer grundsätzlichen Hinterfragung bedürfen», führte Eschmann weiter kritisch aus.

Advent beim Schulhaus

Jedes Jahr findet während der Adventszeit wöchentlich vor dem Schulhaus Linden in Laupersdorf ein Adventsritual statt. Alle Schüler des Kindergartens und der Primarschule wirken mit. Die vier Lindenbäume vor dem Schulhaus werden mit einer im Werken-Unterricht hergestellten Dekoration festlich geschmückt.

Im Schuljahr 2015/16 wird in einigen Klassen auf Ebene der Schüler die Erarbeitung eines Selbstbeurteilungs- und Einschätzungskonzeptes ausprobiert. Den Lehrpersonen ist mit der alljährlich stattfindenden Unterrichts-Selbstbeurteilungsmethode «Luuise» ein Instrument in die Hand gegeben.

Die Arbeiten am neuen Schulreglement haben aufgrund der politischen Diskussion über die Fachkommission Bildung erst anlaufen können. Der Vorschlag für ein neues Schulreglement sollte dem Gemeinderat im Frühjahr 2016 vorliegen.

Die Fremdsprachen Französisch und Englisch sind an der Schule eingeführt und der Unterricht läuft reibungslos. Im laufenden Schuljahr 2015/16 wird es eine Klassenarbeit mit dem Schweizerischen Institut für Gewaltprävention geben.

Auch die Re-Zertifizierung des Unicef-Labels «Kinderfreundliche Gemeinde» steht an, welche sich ebenfalls stark mit dem Thema «Partizipation» auseinandersetzt.

Von Klassenrat bis Notfallübung

«Der Entwicklungsschwerpunkt Schulpartnerschaft und Aussenbeziehungen kann als vollumfänglich erfüllt betrachtet werden. Die Schule hat Klassenräte eingeführt, die Elternabende sind überdacht und neu strukturiert worden, das Leitbild wird den Eltern neu eintretender Schülerinnen und Schüler vorgestellt, der Schulbericht erscheint jährlich zum Ende des Schuljahres und über die Aktivitäten der Schule wird regelmässig in den lokalen Medien berichtet», führte der Schulleiter weiter aus.

Seit dem Schuljahr 2012/13 hat die Schule Laupersdorf ein Krisenkonzept. Im Schuljahr 2014/15 wurde eine Evakuationsübung durchgeführt. Die gemachten Erkenntnisse werden zusammen mit der Fachkommission Bildung evaluiert und weitere Massnahmen definiert, auch findet demnächst ein runder Tisch mit Polizei und Feuerwehr statt.

«Mit allen Lehrpersonen wurde anfangs 2015 ein Mitarbeitergespräch durchgeführt und grundsätzlich kann festgehalten werden, dass eine konsequente und regelmässige Weiterbildung aller Lehrpersonen zu einem qualitativ hochstehenden Unterricht führt.

Auch ist das Klima im Kollegium der Lehrpersonen als sehr gut zu bezeichnen», berichtete Eschmann dem Gemeinderat.

Der Schulleiter geht ins Ausland

Joël Eschmann hat nach zwei Jahren im Amt als Schulleiter des Kindergartens und der Primarschule Laupersdorf per 31. März 2016 die Kündigung eingereicht. Dies ausschliesslich aus persönlichen Gründen.

Er hat die Chance, an einer ausländischen Universität ein Lehramt auszuüben und dort auch sein Studium fortzusetzen. «Die Kündigung zu schreiben ist mir sehr schwer gefallen.

In Laupersdorf ist die Zusammenarbeit mit den Gemeindebehörden sehr gut gewesen und auch das Klima innerhalb der Lehrpersonen hat mir ser imponiert», bemerkte Joël Eschmann.

Mehr Sicherheit für weniger Geld

Am 12. Dezember 2011 hatte die Laupersdörfer Gemeindeversammlung für die Sanierung der Brunnersbergstrasse einen Kredit von 790 000 Franken genehmigt. Die Sanierung dieser Bergstrasse erfolgte im Sommer 2012 und dauerte bis Sommer 2015.

Es wurden sieben Ausweichstellen neu geschaffen und verschiedene Kurven verbreitert. Die Tragschicht wurde punktuell saniert, und im Bereich des bestehenden Geländers wurde die Betonmauer ersetzt.

Im Abschnitt Bruggenmätteli bis Stierenberg erfolgte der Einbau eines sogenannten Hocheinbaus, und in den Abschnitten Höngen bis Bruggenmätteli, sowie Stierenberg bis zur Gemeindegrenze zu Mümliswil wurde eine Oberflächenbehandlung des Belags vorgenommen.

«Die Bergstrasse auf den Brunnersberg ist nun in einem guten Zustand, die Sicherheit wurde durch die Sanierungsmassnahmen markant erhöht», berichtete Adrian Schaad, Präsident der Werkkommission, dem Gemeinderat.

Die Schlussabrechnung lautet auf 751 201 Franken, was bedeutet, dass der bewilligte Kredit um 38 798 Franken unterschritten wurde. An den baulichen Unterhalt leisten Bund und Kanton einen Beitrag von 95 Prozent, dies entspricht einem Beitrag von 713 641 Franken.

Gegenwärtig werden entlang der Brunnersbergstrasse in ausgewählten Stellen zusätzliche Leitplanken montiert. (rsl)