Unwetter
Unwetter: Im Kanton Solothurn blitzte es so oft wie sonst in einem ganzen Jahr

Nach den Unwettern von Dienstag und Mittwoch lohnt sich ein Blick in die Statistiken: MeteoSchweiz verzeichnte in den Juragebieten des Kantons Solothurn an beiden Tagen total dieselbe Anzahl Blitze wie 2010 insgesamt.

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Auf die Sommerhitze folgten Gewitter
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Die entwurzelte Linde im Garten des Bischofpalais Solothurn
Die entwurzelte Linde im Garten des Bischofpalais
Reste des Gewittersturms vor dem Bischofpalais Solothurn
Geknickter Baum vor der Gärtnerei Waibel in Solothurn
Die Bahnlinie Solothurn - Langenthal wird in Solothurn geräumt
Ein Baum vor der Gärtnerei Waibel in Solothurn fiel auf ein Auto
 Hagelkorn im Waldgasthaus Chalet Saalhöhe im Solothurnischen Kienberg, aufgenommen von Jurka Lucek
Hagelkörner auf einer Wiese, aufgenommen von Jurka Lucek
Eingeschlagene Scheibe bei einem Chalet auf der Saalhöhe
Hagelschäden, aufgenommen von Jurka Lucek
Gartenrestaurant nach dem Gewittersturm, aufgenommen von Jurka Lucek

Auf die Sommerhitze folgten Gewitter

Leserfoto

In Grenchenschlugen insgesamt 48 Blitze im Nahbereich von 3 Kilometern ein. Das ist vergleichbar mit einer exponierten Bergstation, wie MeteoSchweiz am Donnerstag mitteilte.

Für Meteorologen ist das wechselhafte Wetter zwar nicht aussergewöhnlich, aber im Sommer seltener als im Winter. «Normalerweise haben wir im Juli eine flache Druckverteilung mit schönem Wetter tagsüber und Gewittern abends», erklärte Christophe Voisard von MeteoSchweiz der Nachrichtenagentur sda.

Keine Erklärung

Eine Erklärung für diese Wetterlage gebe es keine. Das Phänomen lässt sich aber in einen grösseren Zusammenhang einordnen: Der Fachausdruck heisst «Nordatlantische Oszillation» und bezeichnet den Druckunterschied zwischen dem Islandtief und dem Azorenhoch.

Die Nordatlantische Oszillation wird auch als Wetterküche Europas bezeichnet. Islandtief und Azorenhoch entscheiden eigentlich, ob es im Winter warm und feucht oder kalt und trocken ist. Dass grosse Druckunterschiede zwischen dem Tief über dem Nordatlantik und den Azoren vorherrschen, ist im Sommer eher selten.

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