Laupersdorf

Das Laupersdörfer «Loch Ness» ist in neuen Händen

Der Oensinger Othmar Hofstetter will als neuer Besitzer des «Loch Ness» am Musik- und Sportlokal vorerst nichts verändern.

Alois Winiger
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Gute Nachricht für Thaler Ausgehszene: Der Betrieb im Music- und Sportcorner Loch Ness läuft nahtlos weiter. «Und vorerst auch grundsätzlich wie bisher.» Das versichert der neue Besitzer Othmar Hofstetter, Betreiber sowie Inhaber des Coiffeursalons Hofi in Oensingen und zahlreicher Immobilien, dazu gehört auch «Hofis’s Barock-Bar» in Oensingen.

Die Führung des Lokals – ab Donnerstag, 7. Juni – hat Hofstetter seiner Schwester Monika Bühler übertragen, weil diese Erfahrung habe in der Gastronomie. «Um mehr Überlegungen anzustellen, hat schlicht die Zeit gefehlt», sagt Hofstetter. Denn bis vor einem Monat habe er noch nicht gewusst, dass er Besitzer dieser Liegenschaft werde. Diese besteht aus dem «Loch Ness», untergebracht in der ehemaligen Scheune mit Stall, sowie dem denkmalgeschützten Gasthof Storchen, erbaut anno 1826.

Meldung liess aufhorchen

Im Januar 2009 war bekannt geworden, dass sich die beiden «Väter» des Music- und Sportcorners Loch Ness, Ruedi Eggenschwiler und Manfred Glatzfelder, davon trennen wollen. «Schweren Herzens», wie die beiden damals zugaben, denn sie hatten das Lokal ja auch eigenhändig ausgebaut. Doch mit den Jahren sei der Wunsch grösser geworden, das Leben anders gestalten zu wollen.

Die Meldung des beabsichtigten Verkaufs liess aufhorchen, denn das konnte heissen, dass es im weit über das Thal hinaus bekannten Treffpunkt für Jung und Alt nicht mehr so weitergehen könnte, wie man ihn geschätzt hat und noch heute schätzt. Scheune und Stall sind gestaltet nach englischem Muster, man kann Billard und Tischfussball spielen oder Live-Konzerte erleben.

Begeistert vom Gebäude

Den Betrieb zu verpachten, kam für den Besitzer Ruedi Eggenschwiler nicht infrage. Zudem sollte die Liegenschaft – seit 1840 Eigentum der Familie Eggenschwiler – als Gesamtes verkauft werden. Nach jahrelangen erfolglosen Bemühungen beauftragte Ruedi Eggenschwiler den Oensinger Immobilienhändler Guy Berger und dieser unterbreitete schliesslich Othmar Hofstetter ein Angebot.

«Ich kannte das Haus bis dahin nicht sehr gut», sagt Hofstetter, «aber aufgrund der Unterlagen und nach einer Besichtigung war ich begeistert und auch überzeugt, dass das eine gute Sache ist.» Es sei ein sehr schönes Haus an idealer Lage mit guten Parkiermöglichkeiten. Und der Preis? Im Internet war das Haus einmal für 1,15 Mio. Franken angeboten worden. «Dazu gebe ich keine Auskunft.»

«Ein Wechsel bietet auch Chancen»

Was mit dem ehemaligen Restaurant Storchen geschehen soll, lässt Hofstetter ebenfalls offen. «Es eilt nicht, es muss sich etwas ergeben, das mich überzeugt.» Fest steht, dass Ruedi Eggenschwilers Mutter das Wohnrecht im Haus behält. Natürlich sei er sich bewusst, dass jeder Wechsel in einem solchen Geschäft Konsequenzen hat. «Aber ein Wechsel bietet auch Chancen. Was das angeht, so bin ich optimistisch.»