Verlustscheine

Die Gemeinde Schnottwil engagiert ein Inkassobüro

Die Gemeinde Schnottwil übergibt die Bewirtschaftung der Verlustscheine an die Inkasso Küng AG. Weiter wurden die Erträge der Stiftungen Mollet und Suter diskutiert.

Marlene Sedlacek
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Schnottwil hat Unterstützung bei der Bewirtschaftung der Verlustscheine engagiert.

Schnottwil hat Unterstützung bei der Bewirtschaftung der Verlustscheine engagiert.

Solothurner Zeitung

In der Gemeindeverwaltung stehen ein paar Bundesordner voller Verlustscheine. Der Gemeinderat beabsichtigt nun, die Bewirtschaftung dieser Portfolios auswärts zu vergeben. «Dies ist eine aufwendige Sache, für die einige Erfahrung nötig ist», meinte Gemeindepräsident Jürg Willi. Er möchte diese Aufgabe nicht der Finanzverwalterin aufbürden. Willi erhofft sich grössere Erfolgschancen, das Geld aus den Verlustscheinen zurückzuerhalten, wenn dies ein Spezialist in die Hand nimmt.

Die Inkasso Küng AG, die diese Aufgabe übernehmen soll, verfügt über 110-jährige Erfahrung und hat einen guten Ruf bei einigen umliegenden Gemeinden. Die Experten nehmen nur Dossiers in Angriff, die Aussicht auf Erfolg haben. Neben einer jährlichen Grundgebühr von 310 Franken bezahlt die Gemeinde nur für erfolgreich abgeschlossene Fälle. Die Firma wir auch die Verjährungsfristen im Auge behalten und Betreibungen vornehmen, bevor die Frist von 20 Jahren abgelaufen ist. Somit beginnt diese von neuem zu laufen.

Kanton prüft Einsatz der Gelder

Die Erträge der Stiftungen Mollet und Suter sind immer wieder ein Thema an den Gemeinderatssitzungen, seit die Unterstufe der Schule nicht mehr in Schnottwil ist. Früher gab es keine Diskussionen, der Ertrag kam selbstredend den Schnottwiler Kindern über Schulprojekte zu. Von der Stiftung Suter sind dieses Jahr aufgelaufene Zinsen von 2000 Franken zum Verteilen. Bei der Stiftung Mollet sind es 2500 Franken, wovon die Hälfte an die Senioren gehen muss. Vom Vermögen der Mollet-Stiftung von 60 000 Franken dürfen gemäss Beschluss der Gemeindeversammlung vom 2012 jährlich 3000 Franken abgebaut werden.

Der Gemeinderat beschloss, die Verantwortlichkeit über diese jährlich anfallenden Beträge vom Ressort Bildung an das Vereinskartell zu übergeben. Dieses wird die Vereine auffordern, überzeugende Projekte einzureichen, die der Prüfung des Kantons standhalten. Jedes Jahr soll das Vorhaben mindestens eines Vereins berücksichtigt werden.

Mitwirken bei Zonenplanung

Im Zusammenhang mit der Ortsplanungsrevision wird die Bevölkerung aufgerufen, raumplanerische Aspekte zu melden. Damit auch die nicht in Schnottwil ansässigen Landbesitzer Einfluss auf die Planung nehmen können, werden sie persönlich angeschrieben und zu einem Mitwirkungsverfahren Anfang Jahr eingeladen.

Das Kommunalfahrzeug ist durch den steten Gebrauch etwas mitgenommen. Der Gemeinderat beschloss einen Kredit für die Bereitstellung des Fahrzeugs zur Prüfung über 10 800 Franken. Das lohne sich auf jeden Fall, war sich der Rat einig. «Ein neuer Wagen käme auf etwa 100 000 Franken zu stehen», wusste Stefan Schluep. Längerfristig müsse man sich mit Nachbargemeinden zusammentun und gemeinsam ein Fahrzeug unterhalten, regte Schluep an.