Frankreich/Leimental

Neue Route soll Velofahren über die Grenze möglich machen

Mit der Verbindung Rodersdorf–Leymen–Flüh–Bättwil soll der Veloverkehr-Alltag gestärkt werden.

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Die Detailplanung für den Weg soll nun angegangen werden.

Die Detailplanung für den Weg soll nun angegangen werden.

Keystone

Die Zusammenarbeit zwischen dem Solothurnischen Leimental und Frankreich erhält eine neue Facette. Neben dem Tram soll ein Veloweg die Ortschaften Rodersdorf, Leymen (F), Flüh und Bättwil miteinander verbinden. Das 0,9 Mio. Franken teure Projekt ist seit Jahren Hoffnungsträger in der Verbesserung der Vernetzung – für die Realisierung brauchte es aber die Zusage der Franzosen. Nachdem der Ausschuss von Interreg Oberrhein nun die Mitfinanzierung mit knapp 400'000 Euro zugesichert hat, steigt die Erwartung, den neuen Radweg im Jahr 2022 in Betrieb zu nehmen.

So verkündet die Gemeinde Bättwil: «Die Detailplanung für den Veloweg konnte angegangen werden. Federführend für die Realisierung ist die Saint-Louis Agglomération, da Frankreich den grösseren Teil der Finanzierung trägt. Der Veloweg sollte bis 2022 nun Realität werden.» Die Gemeinde Bättwil beteiligt sich mit 20'000 Franken an der neuen Route, Hofstetten-Flüh voraussichtlich mit 5000 Franken und Rodersdorf mit 120'000 Franken, wofür die Gemeindeversammlung bereits vor zwei Jahren grünes Licht gab.

Mit dem internationalen Veloweg kommt das Leimental in den Genuss von Förderbeiträgen der EU. Die französischen Entscheidungsträger halten dazu fest: «Der Bau eines Velowegs soll das Benutzen des Velos zum Grenzübertritt einfacher und sicherer machen.» Denn die bisherigen Schwierigkeiten führten dazu, dass viele Bewohner das Velo im Alltag nicht nutzten, da die Wege gefährlich und umständlich seien. Die Hauptverkehrsachsen sind stark ausgelastet. Die Velofahrer müssten die enge und stark befahrene Hauptstrasse in Leymen benutzen, um den Anschluss an das Schweizer Radwegenetz zu finden. (bea)