Subingen

René Strickler klagt vor dem Amtsgericht auf Mieterstreckung

Der Streit um den Raubtierpark geht in eine neue Runde. Jetzt liegt der Fall vor dem Amtsgericht, wo René Strickler auf eine Mieterstreckung klagt. Er bleibt optimistisch - obwohl die Landbesitzerin Espace Real Estate andere Pläne hat.

Christof Ramser
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Zuversichtlich: René Strickler will in Subingen bleiben.

Zuversichtlich: René Strickler will in Subingen bleiben.

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Das Seilziehen um das Land von Stricklers Raubtierpark geht weiter. Nachdem der Rechtsstreit zwischen der Espace Real Estate als Landeigentümerin und dem Raubtierdompteur vor dem Oberamt nicht geschlichtet werden konnte, liegt der Fall nun beim Richteramt Bucheggberg-Wasseramt.

Dort klagt René Strickler auf eine Mieterstreckung. Wann die Verhandlung stattfindet, ist offen. Strickler jedenfalls betreibt seinen Park bis Ende Jahr weiter. Und er bleibt zuversichtlich: «Nach einer Winterpause öffnen wir dann im März 2014 wieder.»

Er verweist weiterhin auf ungenannte Investoren, darunter seien sowohl Privatleute als auch Firmen, mit denen zusammen er der Espace Real Estate seine Ausbaupläne und eine allfällige Kaufofferte präsentieren will. «Ich gehe davon aus, dass sie mich zumindest anhören.» 14 Millionen Franken dürfte das Land mindestens kosten. Das liess Theodor Kocher, Geschäftsführer der Espace Real Estate, gegenüber Radio SRF durchblicken.

«Mieterstreckung bringt nichts»

Die Landbesitzerin hat indes ganz andere Pläne. «Der Raubtierpark passt nicht in das Entwicklungsgebiet an der Autobahn», sagt Isaak Meyer, Geschäftsleitungsmitglied bei Espace Real Estate. Stattdessen sollen dort Gewerbe- und Industriebetriebe angesiedelt werden. Eine weitere Mieterstreckung bringe nichts. «Sonst sind wir in einigen Jahren wieder gleich weit.»

Strickler hatte das Gelände vor zehn Jahren vorübergehend gemietet. Bereits vor fünf Jahren wurde ihm das Mietverhältnis gekündigt. Seither hat er in der halben Schweiz nach neuen Standorten gesucht - vergeblich. «Scheinbar hat er noch immer keine Lösung, wie es weitergehen soll», sagt Meyer. Man habe Strickler vor Jahren die Möglichkeit für eine Übernahme angeboten, die damals planungsrechtlich noch umsetzbar gewesen sei. Das habe Strickler ausgeschlagen.

«Viele bedauern die Situation»

Seine Pläne konnte Strickler bisher nicht zeigen, und ein Treffen sei auch nicht geplant, sagt Meyer. Bei der Espace Real Estate geht man davon aus, dass der Fall weitergezogen wird. Nächste Instanz wäre das Obergericht, dann folgt das Bundesgericht. Ob der Dompteur diesen Weg beschreiten würde? Das bleibe abzuwarten, sagt er.

Klar sei, dass er viele Rückmeldungen erhalte. Viele seien irritiert und würden es bedauern, dass die Schliessung drohe. Isaak Meyer mag den Vorwurf des verantwortungslosen Handelns gegenüber den Raubtieren nicht tolerieren. «Strickler weiss seit langen von der Kündigung. Man muss sich fragen, ob nicht auch er unverantwortlich handelt.»