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ABOPASS: Einmalige Leserreise bescherte unvergessliches Gotthard-Erlebnis

Am 24. September 2016 fuhr von Luzern und Zug je ein Extra-Zug der SBB Richtung Bellinzona. An Bord waren LZ-Abonnenten, die dank dem Abopass zur exklusiven Fahrt durch den neuen Gotthard-Tunnel kamen.
Könnte man durch Stein blicken, würde man an dieser Stelle zum Gotthardpass hinauf blicken. (Bild: Antonio Russo)

Könnte man durch Stein blicken, würde man an dieser Stelle zum Gotthardpass hinauf blicken. (Bild: Antonio Russo)

Das Bild am Bahnhof Zug dürfte vergangenen Samstagmorgen ganz ähnlich ausgesehen haben wie jenes in Luzern, wo sich auf dem Perron zum Gleis 11 gegen elf Uhr ein Grossandrang zu bilden begann. Der Grund: eine Sonderfahrt durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt, den 57 km langen neuen Gotthard-Basistunnel. Diese einmalige Leserreise zum Spezialpreis wurde in Zusammenarbeit mit den SBB im Rahmen eines AboPass-Angebots für die Leserinnen und Leser der «Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben durchgeführt. Wer zu den Glücklichen gehörte, die sich früh genug einen Platz auf dieser historischen Zugfahrt ergattert hatten, erhielt beim «Check-in» einen Kontrollsticker auf das Jackenrevers geklebt und zur morgendlichen Stärkung ein Gipfeli von der Confiserie und Bäckerei Bachmann sowie einen Becher von Caffè Lattesso in die Hand gedrückt.

Mit Rossinis "Wilhelm Tell" durch die Röhre

Für die 240 Fahrgäste, die in Luzern in die Extra-Zugkomposition mit lauter 1.-Klasse-Wagen einstiegen, ging die Fahrt nach Bellinzona zuerst «untendurch» und auf dem Rückweg «obendrüber». Die Zuger AboPass-Gruppe fuhr indes etwas früher los und nahm den Hinweg über die alte Bergstrecke, kam also auf der Heimfahrt in den Genuss des besonderen Tunnelerlebnisses. «Wir haben die Reise vor rund einem halben Jahr gebucht und uns schon lange auf diesen Tag gefreut», so etwa die LZ-Abonnentin Waltraud Linder aus Alpnach Dorf, die mit ihrem Ehemann Hermann und ihren Freunden Gaby und Theo Boog aus Horw im Viererabteil die Reise genoss. Die Durchsagen des Gottardino-Personals informierten in regelmässigen Abständen über die Besonderheiten der Strecke. Und spätestens als bei Erstfeld nach dem Eintritt durchs Nordportal des Tunnels die Ouvertüre aus Rossinis «Wilhelm Tell» über die Lautsprecher erklang, legten auch die eifrigsten Zeitungsleser ihr Leibblatt zur Seite.

Normalerweise benötigt der Zug 20 Minuten für die Durchfahrt der Röhre, doch unserer Gruppe stand ja der Höhepunkt der Reise bevor: ein längerer Zwischenhalt an der ersten der beiden Multifunktionsstellen, 800 Meter unterhalb des Dorfs Sedrun; wie jene bei Faido dazu geschaffen, um im Notfall die Personen via Verbindungsstollen in die parallel laufende Tunnelröhre zu evakuieren. Der Gang auf dem Tunnelperron, der Spaziergang durch den Verbindungsstollen und die dort aufgebaute Ausstellung, die die Geschichte des Gotthards und des 17 Jahre dauernden Baus des neuen Tunnels dokumentiert, beeindruckte Jung und Alt gleichermassen. «Wahnsinn!», fanden Adrian Ensmenger aus Kriens und Céline Ghidoni aus Schenkon nach dem ersten Spaziergang im Tunnel. «Allein schon die Ingenieursleistung ist beeindruckend. So etwas wie hier gibt es wohl nirgendwo auf der Welt.»

"Pionierpass" als Souvenir

Auch Hans Andermatt aus Weggis, seit Jahrzehnten Abonnent der «Zuger Zeitung», und sein Kollege Bernd Krentscher aus Einsiedeln fanden nur grosse Worte für die Tunnelerfahrung: «Sehr imposant, die Dimensionen sind gewaltig. Bemerkenswert auch die instruktive Ausstellung und die tadellose Organisation durch die SBB.» Nebst eigenen Fotos kam man mit einem besonderen Souvenir in den Händen wieder nach Hause: einem roten «Pionierpass», den man Stunden zuvor im Herzen des Gotthards eigenhändig abgestempelt hatte – ein schöner Beweis dafür, dass man «dort unten» gewesen war. (ar)

Lustige Fahrt in den Süden: Abopassgruppe mit Waltraud und Hermann Linder (vorne) aus Alpnach Dorf und Gaby und Theo Boog aus Horw. (Bild: Antonio Russo)
Hans Andermatt aus Kriens (am Fenster) und Bernd Kretschner (rechts) aus Einsiedeln bei der Lektüre der "Luzerner Zeitung". (Bild: Antonio Russo)
Rossinis Ouvertüre zu "Wilhelm Tell" beim Eintritt ins Nordportal hört man auf dem Bild leider nicht. (Bild: Antonio Russo)
Röhrenblick auf das Gotthard-Hospiz (Bild: Antonio Russo)
Man kann auch so durch die Röhre gucken ... (Bild: Antonio Russo)
Grosse Freude beim Stempeln des "Pionierpasses", das die Gotthard-Reisenden als Souvenir mitnehmen durften. (Bild: Antonio Russo)
Grosse Freude beim Stempeln des "Pionierpasses", das die Gotthard-Reisenden als Souvenir mitnehmen durften. (Bild: Antonio Russo)
Ehrfurcht einflössend, gespenstisch, überwältigend ...
Grosse Freude beim Stempeln des "Pionierpasses", das die Gotthard-Reisenden als Souvenir mitnehmen durften. (Bild: Antonio Russo)
Verbindungsstollen zwischen den zwei Röhren. (Bild: Antonio Russo)
Vor dem Foto das um die Welt ging: Durchstich der Tunnelröhre. (Bild: Antonio Russo)
Sarah Troxler von den SBB war für die perfekte Organisation der Abopass-Leserreise mit dem Gottardino zuständig. (Bild: Antonio Russo)
Ueli Kaltenrieder (Leiter Lesermarkt) hat auf der Infotafel etwas Spannendes entdeckt (Bild: Antonio Russo)
Hier gehts lang: Gottardino-Lotse vor einem der Zugänge des Seitenstollens. (Bild: Antonio Russo)
17 Jahre Bauzeit: Die Dokumentation über den Gotthard faszinierte die Besucher, die hier im Seitenstollen unter Sedrun herumspazierten.
Einmaliger Moment: der Ausstieg der LZ-Abopassgruppe aus Luzern in in der Multifunktionsstelle Sedrun. (Bild: Antonio Russo)
Céline Ghironi sieht am Ende des Trichters Sedrun - aber nur ein Foto davon. (Bild: Antonio Russo)
Adrian Ensmenger und Céline Ghironi. (Bild: Antonio Russo)
Im neuen Gotthard-Basistunnel wird man in Zukunft nur noch im Notfall aussteigen können. (Bild: Antonio Russo)
19 Bilder

Unvergessliches Gotthard-Erlebnis

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