Auf Wasserwegen im Genusstempo durch Südschweden

Leserreise der Neuen Luzerner Zeitung durch Südschweden

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Hatte das MS «Juno» fest im Griff: die LZ-Reisegruppe mit Kapitän und Besatzung in einer von insgesamt 66 Schleusen auf dem Göta-Kanal. (Bild Elisabeth Portmann)

Hatte das MS «Juno» fest im Griff: die LZ-Reisegruppe mit Kapitän und Besatzung in einer von insgesamt 66 Schleusen auf dem Göta-Kanal. (Bild Elisabeth Portmann)

Das MS «Juno» ist mit 130 Jahren das weltweit älteste Passagierschiff mit Schlafkabinen, das noch im Einsatz ist. Das schwedische Schiff war vier Tage lang fest in der Hand der 30-köpfigen Reisegruppe der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben.

Die neuntägige Leserreise, organisiert von den SBB und Kontiki, startete Ende Juli in Kopenhagen. Bei einer Bootsfahrt erhielt die Reisegruppe einen ersten Eindruck der dänischen Hauptstadt. Das Opernhaus am Wasser erinnerte an das KKL.

Über die Öresundbrücke, die längste Schrägseilbrücke der Welt, ging es danach im Bus via Malmö Richtung Göteborg. Hier stieg die Reisegruppe an Bord des MS «Juno», wo die nostalgisch eingerichteten Kabinen mit den zwar engen, aber romantischen Kajütenbetten für strahlende Gesichter bei den Passagieren sorgten.

Bild: Elisabeth Portmann
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MS «Juno» und Göta-Kanal

Das Motorschiff tuckert auf seiner Route von Göteborg nach Stockholm auf dem Trollhättan-Kanal Richtung Osten. Anfänglich säumen noch Industriegebäude die Ufer, bald sind es aber weite landwirtschaftliche Felder in allen Grün- und Gelbtönen. Hübsche rote Bauernhäuser stechen daraus hervor. Segelboote aller Grössen kreuzen die «Juno», auch mal ein Frachtschiff. Bei der ersten Schleuse liessen die Reisenden das Mittagessen stehen und eilten nach draussen, um das Schauspiel zu verfolgen. Apropos Mittagessen: Die elfköpfige Crew betreute und verwöhnte ihre Gäste von morgens bis abends.

Bis zum Zielort folgt Schleuse auf Schleuse, sind es doch 91 Höhenmeter bis Viken, zum höchsten Punkt der Passage, die das Schiff überwinden muss. Auf die gleiche Art geht es wieder hinunter, bis nach insgesamt 66 Schleusen und 190,5 Kilometern Wasserwegen in Stockholm wieder die Meereshöhe erreicht wird. Das dauert aber seine Zeit – das Schiff ist auf dem Wasserweg gemütlich unterwegs, es überquert den Vänernsee, den grössten See Schwedens und den drittgrössten Europas. Hier kann die «Juno» in voller Kraft losziehen. Auf dem Kanal gleitet sie bei gutem Marschtempo voran, sodass die Passagiere oft dem Kanal entlangspazieren und die Schleusenmanöver vom Land aus beobachten können. Es ist eindrücklich, wie das alte Schiff in der Schleuse hochsteigt, bis es in voller Grösse stolz auf dem neuen Niveau dasteht.

Sesam öffne dich

Nicht nur Schleusen werden auf der Fahrt passiert. 50 Brücken für Fussgänger und Verkehr müssen weichen, wenn die «Juno» kommt: Einige öffnen sich wie eine Schranktüre nach vorne, andere werden auf eine Seite gezogen, und wieder andere werden einseitig in die Höhe geöffnet. Dieses System wird auch für Eisenbahnbrücken angewendet. Kaum ist der Zug von Malmö nach Stockholm vorbeigefahren, wandert eine Schienenseite nach oben, bis sie senkrecht in den Himmel ragt, damit das schwimmende Zuhause weiterfahren kann. Eine besondere Brücke ist an vier grossen Türmen befestigt und wird wie ein Lift waagrecht in die Höhe gefahren. An zwei Stellen haben die Schweden anstelle von Brücken Tunnels unter dem Kanal gegraben, sodass der Kanal wie ein Aquädukt die Strasse überquert.

«Venedig des Nordens»

Nach der letzten Schleuse, die den Mälarsee mit der Ostsee verbindet, endete die viertägige Schiffsreise bei schönstem Sonnenschein in Stockholm, das auch «Venedig des Nordens» genannt wird. Das MS «Juno» kurvte zum Abschluss durch die verschiedenen Arme des Hafens, was einen freien Blick auf die wunderschönen Häuserfronten ermöglichte. Ein Stadtbummel sowie die Besichtigung des Rathauses und des Museums, in dem das legendäre, 1631 untergegangene Kriegsschiff Vasa zu bewundern ist, rundeten diese Reise im Genusstempo zu Wasser und zu Land ab.

ELISABETH PORTMANN

Eine Übersicht sowie Anmeldeformulare zu den nächsten Leserreisen unter: www.abopassshop.ch

Damit das Schiff den Kanal passieren kann, muss auch mal eine Eisenbahnbrücke samt Schienen und Stromleitungen gehoben werden. (Bild Elisabeth Portmann)

Damit das Schiff den Kanal passieren kann, muss auch mal eine Eisenbahnbrücke samt Schienen und Stromleitungen gehoben werden. (Bild Elisabeth Portmann)