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Ein Tal voller Möglichkeiten

Kultur, Geschichte und Natur: Das Seetal ist reich an Schätzen. Eine ­bequeme Art, diese reizvolle Landschaft zu entdecken, ist die Fahrt mit der S9. Jede halbe Stunde verkehrt sie zwischen Luzern und Lenzburg.
Ein Geheimtipp im Seetal: Von der Burgruine Nünegg in Lieli geniesst man einen schönen Rundblick.

Ein Geheimtipp im Seetal: Von der Burgruine Nünegg in Lieli geniesst man einen schönen Rundblick.

Es ist eine Strecke der Ausflugsziele par excellence, die von der S9 täglich zwischen Luzern und Lenzburg im Halbstundentakt befahren wird. Unterwegs kommen Wanderfreunde genauso auf ihre Kosten wie Kulturinteressierte und Geniesser. Auch für Familien und Gartenfreunde ist das Seetal diesen Frühling ein lohnendes Ziel (siehe Infos unten).

Wer in Hochdorf aussteigt, spaziert zum Braui-Areal, wo von 1932 bis 1995 die Gebäude der Brauerei Hochdorfer Bier standen. Am Brauiplatz befinden sich das Kulturzentrum sowie das Restaurant Braui – eine Adresse mit grosser Anziehungskraft für Gäste, die gute Unterhaltung und feinste Gastronomie schätzen.

Liebhaber von Schlössern und Burgen finden im Seetal eine breite Auswahl an historischen Bauten. Eine der grössten und am besten erhaltenen Burgruinen des Kantons Luzern ist jene von Nünegg in Lieli. Ab Bahnhof Hochdorf geht’s mit dem Bus 101 bis Kleinwangen Oberdorf, von da erreicht man die Ruine in einer halben Stunde Fussweg. Wer länger wandern möchte, steigt erst in Baldegg aus der S9 und marschiert von hier aus eine Stunde.

Ein Blick, wie ihn einst der Adel hatte
Die Burgruine Nünegg ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden und galt als Stammsitz der Herren von Lieli. Eine Wendeltreppe führt auf die Aussichtsplattform über die Mauerkrone hinweg. So geniessen die Besucher den gleichen Blick wie die Adelsleute vor Jahrhunderten. Die Ruine Nünegg gilt übrigens zusammen mit dem nahe gelegenen Schloss Heidegg zu den meistbesuchten Baudenkmälern des Seetals.

Vom Bahnhof Gelfingen führt ein knapp anderthalb Kilometer langer Fussweg zum Schloss Heidegg, dem eigentlichen Wahrzeichen des Seetals. Von 1995 bis 1998 unterzog der Kanton Luzern das Schloss einer Gesamtrenovation. Seit 2017 können die Schlossbesucher mit einem Hörspiel im ältesten Raum des Schlosses der achthundertjährigen Schlossgeschichte begegnen. Das ganze Jahr zugänglich ist der Rosengarten des Schlosses. Ab Mitte Juni steht er in voller Blüte und betört die Besucher mit Farben und Düften.

Einmal um den See herum
Wer lieber wandert, nimmt die S9 bis nach Mosen am südlichen Ende des Hallwilersees. Eine leichte, 22 Kilometer lange Wanderung führt in gut fünf Stunden rund um den Hallwilersee. Dank den Schutzzonen sind die Ufer unverbaut. So konnte sich hier eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt ansiedeln. Abkürzen lässt sich die Wanderung, indem man bei der nächsten Schiffstation auf ein Kursschiff steigt und den Rest der Strecke auf dem Wasser zurücklegt.

Prachtbau auf zwei Inseln
Am Nordende des Hallwilersees führt der Seeuferweg am Schloss Hallwyl vorbei, einem der bedeutendsten Wasserschlösser der Schweiz. Das Schloss steht auf zwei Inseln im Aabach, auf dem Gebiet der Gemeinde Seengen. Bei der Schreibweise sind die Aargauer pingelig: Das Schloss schreibt sich mit einem Ypsilon, und nicht mit einem i wie die Gemeinde Hallwil, sind doch die Herren des Schlosses als «von Hallwyl» in die Geschichte eingegangen.

Wer direkt mit der S9 anreist, steigt am Bahnhof Hallwil aus und geht anderthalb ­Kilometer zu Fuss zum prächtigen Bau. Über die heruntergelassene Zugbrücke tritt man in den stimmungsvollen Schlosshof ein. Den Rundgang durch die Schlossräume beendet man am besten mit einer Erfrischung im Schlosscafé. Von Ende Juli bis Ende August verwandelt sich das Schloss Hallwyl in eine Opern­bühne. In dieser Saison wird Rossinis «Aschenbrödel» unter freiem Himmel gegeben.

Zu Fuss auf den Homberg hinauf
Im Frühling, wenn die Seetaler Hochstamm-Apfelbäume weiss blühen, ist die Wanderung zum Aussichtspunkt Homberg besonders reizvoll. Am Bahnhof ­Boniswil startet die Wanderung und führt steil hoch nach Leutwil. Bei der Kirche Leutwil geht’s links weiter, gemütlich auf der Höhe dem Wald entlang. Bei Birrwil führt der Weg in den Wald, und kurze Zeit später erreicht man das Restaurant Homberg. Dort lohnt sich der Aufstieg auf den Aussichtsturm. Der Rückweg führt hinunter zum Bahnhof Beinwil am See, wo die S9 hält. Der rund 8 Kilometer lange Weg ist in rund zweieinhalb Stunden zu schaffen.

Zum grössten Höhenschloss der Schweiz
Von Luzern aus erreicht die S9 als letzte Station Lenzburg. Die mittelalterliche Altstadt ist von nationaler Bedeutung. Sie liegt im Zentrum der Schlossregion. Schloss Lenzburg ist das schweizweit grösste Höhenschloss und auch eines der eindrucksvollsten: hohe Mauern, eine Zugbrücke, ein Ritterhaus, trotzige Wehrtürme und ein bezaubernder Garten. Durch Schloss und Altstadt können Führungen gebucht werden. Für Kulturfreunde beginnt die Veranstaltungssaison auf Schloss Lenzburg schon am 29. März. Bis zum Herbst finden dort Klassik- und Folk-Konzerte, ein Open-Air-Theater, ein Mittelaltermarkt und sogar ein Tanzkurs statt. Details auf der Website von Schloss Lenzburg.

Yvonne Imbach

Infos

Infos und Tipps
sbb.ch/seetal
seetaltourismus.ch

Seetal wird zum Drachental
Das Drachental öffnet seine Tore am Sonntag, 29. April, von 10 bis 17 Uhr. In den Schlössern Hallwyl, Heidegg und Lenzburg sowie im Schongiland, in der Jugendherberge Beinwil am See und überall da, wo es Drachenspuren zu entdecken gibt, erwartet die kleinen und grossen Besucher ein breites Mitmachangebot.

Pro-Specie-Rara-Setzlingsmarkt in Wildegg
Am Wochenende vom 5. und 6. Mai, jeweils von 9 bis 17 Uhr, auf Schloss Wildegg.
Weit über 500 Setzlinge traditioneller Gemüsesorten stehen zum Verkauf. Diverse Verpflegungsstände und Führungen durch den Schlossgarten. Mit der S9 bis Lenzburg, weiter mit dem Bus 381 Richtung Wildegg bis Haltestelle «Möriken, Schloss Wildegg».
prospecierara.ch

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