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Eine App-Lektion auf Schienen

Von April bis Mai steht der Schul- und Erlebniszug der SBB auch in der Zentralschweiz. In einem kostenlosen Nachmittagskurs lernen Seniorinnen und ­Senioren den Umgang mit der App SBB Mobile. Wir waren in Bellinzona dabei.
Den Teilnehmern werden Tipps und Tricks im Umgang mit der SBB-App gezeigt.

Den Teilnehmern werden Tipps und Tricks im Umgang mit der SBB-App gezeigt.

Nachmittags am Bahnhof Bellinzona: Auf einem abgesperrten Gleis steht der Schul- und Erlebniszug der SBB. Im Salonwagen Liberté, der früher mit Staats­gästen an Bord durch die Schweiz verkehrte, sitzen ­heute ein Dutzend Seniorinnen und Senioren mit ihren Smartphones an den Tischen. Sie alle sind bereit, sich von der Kursleiterin Anael Doleatto die Tipps und Tricks im Umgang mit der App SBB Mobile zeigen zu lassen.

«Meine Mutter wollte nicht allein hingehen, also habe ich sie begleitet», erzählt eine jüngere Teilnehmerin. «Ich selbst benutze die App zwar schon eine Weile», sagt sie, «aber auch ich bin noch nicht mit allen Funktionen vertraut. Deshalb möchte ich dazulernen.» Genau darum geht es bei diesem Kursangebot, das die SBB in verschiedenen Städten für ältere Bahnreisende kostenlos durchführt.

Wie funktioniert der Touch-Fahrplan? Wie kaufe ich ein Billett? Woran erkennt man Sparbillette? Schritt für Schritt erläutert die Kursleiterin das Vorgehen. «Und jetzt suchen Sie bitte die früheste Verbindung von Tenero nach Paris», lautet die nächste Aufgabe, die Anael Doleatto ihren lernbegierigen Passagieren an Bord erteilt. Damit sie auch jeder im Wagen gut versteht, ist ihre Stimme dezent verstärkt und über die Lautsprecher zu hören.

Auf den Bildschirmen können die Kursteilnehmer die eingespielten Instruktionsvideos ohne Mühe verfolgen, bevor es ans Üben auf dem eigenen Handy geht. «Wir haben bisher das Billett am Automaten oder am Schalter gekauft und den Fahrplan im Internet nachgeschaut, aber das hier ist schon sehr praktisch, vor allem das Wischen», lacht eine Frau aus der Deutschschweiz, die mit ihrem Mann im Tessin lebt.

Die Seniorinnen und Senioren sind konzentriert, zeigen einander, was sie auf der App entdeckt haben. Und es wird immer wieder auch gelacht. Einmal macht das personalisierte Einrichten der Städtekacheln auf dem Display etwas Mühe, ein andermal braucht es ein paar Anläufe, um herauszufinden, wie man etwa ein Billett für eine weitere Person dazukauft. Doch mit Hilfe der dreiköpfigen Instruktionscrew an Bord kommt unsere Tessiner «Schulklasse» schnell voran.

Die Zeit vergeht im Nu, letzte Fragen werden gestellt und Tipps ans Herz gelegt. «Es hat sich gelohnt», sagen die beiden erst kürzlich pensionierten Freundinnen, die nun mehr Zeit zum Reisen haben. «Wir haben eine Menge dazugelernt.»

Als Belohnung gibt es einen online einlösbaren 5-Franken-Gutschein für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer. Ausserdem darf die Gruppe einen Blick in die anderen Waggons des Schul- und Erlebniszuges werfen. Hier wird das ganze Jahr hindurch Schulklassen der Mittel- und Oberstufe eine multimediale Lernumgebung zu den Themen Sicherheit, Energienutzung, Mobilität und Berufswahl ermöglicht.

Nach knapp drei Stunden macht sich die Erwachsenenklasse auf den Heimweg. Die meisten von ihnen werden wohl schon am Abend oder am nächsten Morgen das Gelernte anwenden – diesmal ohne Lehrerin.

Antonio Russo

Infos

Kostenlose SBB Mobile-Schulung
Der SBB Schul- und Erlebniszug mit dem «Salon Liberté» steht auch in der Zentralschweiz: Am 10., 11. und 13. April am Bahnhof in Cham; vom 17. April bis 9. Mai auf dem Gelände des Ver­kehrs­­hauses der Schweiz, Luzern. Kurszeiten von 14 bis 17 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Ein Anreisebillett zum Kursort wird von der SBB ebenfalls offeriert. Die Anmeldung erfolgt online, die Platzzahl ist beschränkt. Kurssprache ist Deutsch.
sbb.ch/schulzug

Die Kursleiterin erklärt die Finessen des Touch-Fahrplans.

Die Kursleiterin erklärt die Finessen des Touch-Fahrplans.

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