Klub der jungen Dichter

Das Abenteuer im Märchenland

Caterina Santillo, Ennetbürgen, erzählt im «Klub der jungen Dichter» wie sie die böse Hexe Elisa besiegt und die Ordnung in der Märchenwelt wieder herstellt.

Caterina Santillo, Ennetbürgen,
6. Primar
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Caterina Santillo, Ennetbürgen, 6. Primar

Caterina Santillo, Ennetbürgen,
6. Primar

Die Nacht war kalt und stürmisch, als das Abenteuer begann. Ich kam gerade vom Geigenunterricht, als meine Uhr auf den Boden fiel. Ich beugte mich, um sie zu nehmen, da bemerkte ich, dass etwas unter einer Parkbank leuchtete.

Ich nahm dieses gelb leuchtende Ding, packte es in meine Tasche und ging nach Hause. Als ich allein in meinem Zimmer war, öffnete ich meine Tasche und nahm das Ding heraus. Es war wunderschön. Erst jetzt sah ich, dass es ein Ring war. Er passte mir wie angegossen und obendrauf hatte er einen kleinen Diamanten. Ich berührte den kleinen Stein, da bewegte sich der ganze Boden und dann gab es ein kleines Loch in der Mitte meines Zimmers. Es kam mir vor, als ob ich Alice im Wunderland wäre. Es gab ein Loch, aber keinen Hasen. Vielleicht war der Hase schon ins Loch gesprungen.

Ich stellte ganz schnell eine Kamera in mein Zimmer und dann nahm ich meinen ganzen Mut und hüpfte mit dem kleinen Ring ins Loch. Es war so, wie ich es gedacht hatte. Alles war gleich wie in dem Film, das Loch, die Bücher, die in der Luft schwebten und ich schwebte auch noch! Als ich endlich am Boden angekommen war, war ich wie Alice auf dem Kopf. Ich ging zur kleinen Tür, nahm den Schlüssel, trank den Trank, öffnete die Tür und ging hinüber. Ihr glaubt nicht, was ich da sah!!! Es war so, als ob ich eine Märchenfigur war. Ich sah Alice, die hinter dem Hasen hervor sprang, dann sah ich den Turm von Rapunzel, das Haus der bösen Hexe, Hänsel und Gretel… Plötzlich bemerkte ich, dass Rapunzel lange Haare hatte. Die Hexe war tot und Hänsel war im Käfig, aber Gretel ass immer noch am Häuschen. Ich verstand schnell, dass etwas nicht stimmte. War es vielleicht die Zeit oder die Geschichte??? Dann kamen die sieben Zwerge zu mir und sagten: «Du musst uns helfen, die böse Hexe Elisa (ist keine Hexe aus einem Märchen, ihre Magie sind Eis und Schnee und sie ist auch aus Eis) will, dass wir alles machen, was sie möchte. Weil wir ‹Nein› sagten, hat sie die Zeit verändert und jetzt sind die Märchen durcheinander.»

Ich liebe Märchen über alles, und als ich dachte, dass es bald keine Märchen mehr geben würde, wusste ich, dass ich ihnen helfen musste. So sagte ich ja. Sie waren so froh, dass sie hüpften und tanzten. Und jetzt ging das Abenteuer los! Wir machten uns auf den Weg zur bösen Hexe Elisa und versteckten uns hinter vielen Eisskulpturen. Ich hatte schon eine Idee, wie wir Elisa in Wasser verwandeln könnten, aber es war sehr schwierig, weil Elisas Schloss total aus Stein war. Es gab nur ein ganz kleines Loch, das nur ganz wenig Sonne reinliess. Da erinnerte ich mich, dass ich einen Spiegel dabei hatte. So stellte ich ihn genau so hin, damit ein bisschen Licht hineinkam, das Licht traf auf den Spiegel und zum Schluss fiel es auf Elisa. Sie wurde zu Wasser und ihre ganze Magie war verschwunden. Alles war wieder normal und die Märchen waren wieder im richtigen Tempo. Alle Märchenfiguren sagten, ich wäre ein Held und dankten mir dafür, dass ich Elisa geschmolzen hatte. Ich machte noch einen kleinen Spaziergang und dann musste ich gehen.

Als ich zurück in meinem Zimmer war, ging ich sofort zu meinem Computer und schrieb die ganze Geschichte auf.