Klub der jungen Dichter
Die Geschichte wird wahr?!

Joshua Meier aus Büron schreibt im Klub der jungen Dichter über einen berühmten Vulkan. Hausen darin tatsächlich wilde Hexen?

Joshua Meier, Büron, 5. Primar
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Joshua Meier, Büron.

Joshua Meier, Büron.

Das Haus sah verlottert aus, die Namen an den Klingelschildern waren unlesbar. Ich drückte gegen die Haustür, sie war unverschlossen. Vorsichtig schaute ich mich noch einmal um: Nichts ausser dem Sumpf, der neben dem Vesuv lag. Es war eigentlich ein schöner Vulkan, dachte ich, und er ist berühmt in Italien. Ich hörte ein leises Grollen, was nichts Gutes verhiess. Aber nun zum Haus sagte ich mir schnell. Bumm! Bumm! Mein Herz pochte so schnell, als würde es jeden Moment herausspringen. Hoffentlich ist die Legende nicht wahr, dass hier die Hexen wohnen, dachte ich. Ich trat in das Haus ein. Es war dunkel und roch modrig. Meine Beine zitterten bei jedem Schritt. Aber ich, Karl, wollte mutig sein. Kurz darauf blieb ich stehen. Dann ist es also wahr, dachte ich, denn ich sah etwas, was mir niemand glauben würde ...

Es war Mittag und die Sonne brannte gnadenlos auf das Dorf. Die Dorfbewohner waren alle in ihren Häusern und hofften, dass Karl wieder zurückkommen würde, doch das war nicht der Fall. Er kam nicht. «Aber er wird kommen», sagte Albert, Karls Vater zu Mari, seiner Frau. Zwar beschlich auch Albert immer mehr das Gefühl, dass seinem Sohn etwas zugestossen sein könnte, aber er hatte immer noch Hoffnungen. «Mittagessen», sagte Mari und unterbrach seine Gedanken. «Ich habe keinen Hunger», antwortete Albert. «Aber das ist doch dein Lieblingsgericht», sagte Mari. «Sollte ich etwas essen, wenn mein Sohn in Gefahr wäre?» «Wäre oder ist?», fragte seine Mari. «Wie soll ich es wissen?», erwiderte Albert mit einer sehr hohen Stimme, als würde sie schon platzen. «Du stirbst ja fast vor Angst!», rief Mari. «Unsinn!», entgegnete ihr Mann. «Karl ist mein Fleisch und Blut. Er schafft das, obwohl ich Zweifel an unserem Dorfweisen hegte, als er sagte, Karl wäre der Einzige, der die Gefahr bannen könnte.» «Oh ja, ich habe noch nie so eine schwachsinnige Entscheidung gehört», sagte Alberts Frau. «Unser Karl, wenn der in die Hände der Hexen fällt, dann … es ist schon ein wenig absurd, dass Karl, mein Sohn, seinen Bruder Peter retten muss. Und das nur, weil alle, auch du Albert, das Gold der Hexen stehlen wolltet! Und jetzt haben die Hexen aus Rache Peter entführt!» «Ah, ... daaa kommt Karl!», rief Albert plötzlich. «Deine Scherze!», sagte höhnisch seine Frau. «Ich glaube Dir das nicht. Draussen ist ja kein Mensch zu sehen. Bist du sicher, dass Dir die Sonne keinen Streich gespielt hat?» «Das glaub ich nicht», erwiderte Albert. «Ich glaube du solltest zum Arzt», sagte Mari. «Das stimmt», sagte Albert und ging mit Mari zum Arzt, er klopfte gegen die Tür und ...

Illustration:
Tiemo Wydler

«Schnitt!», schrie der Regisseur, «gute Arbeit! Der Film ist fertig.» «Cool», entgegnete Hubert. «Mir gefällt meine Rolle als Albert», sagte Hubert. «Und mir meine auch!», rief Katerina. «Ja, deine Rolle als Mari hast du gut gespielt, Katerina!», sagte Hubert. «Danke!», entgegnete Katerina. «Und du Joshua, warst super als Karl.» «Ganz eurer Meinung!», sagte zustimmend der Regisseur. «Hallo, sind Sie Alex?», fragte ein Briefträger den Regisseur. «Ja, der bin ich», sagte Alex verwundert. «Ich habe einen Brief für Sie.» Der Postbote übergab dem Regisseur den Brief. Der Brief war anonym. Alex öffnete den Briefumschlag, und las vor: Wir haben Mark und verlangen 1 Million Lösegeld. Grüsse von den Hexen. «Oh nein, Mark, der den verschollenen Bruder von Karl im Film spielt, wurde tatsächlich entführt!», sagte Alex. «Dann geh ich jetzt und rette ihn wirklich!», unterbrach ihn Joshua und rannte hinaus. «Wow!», sagten alle aus einem Munde, und Alex fragte: «Wird er ihn finden?»