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Stolz und wehmütig: Das grösste Luzerner Pfadilager geht zu Ende

Die Koffer sind gepackt, das Gelände schon bald geräumt: Am Samstag verlassen die Luzerner Pfader das grösste Kantonslager der Geschichte. Die Verantwortlichen blicken positiv und wehmütig auf die zwei Wochen zurück. Die Gemeinde zeigt sich stolz.
Martina Odermatt
Alles wird fein säuberlich gestapelt, damit man das Material später wieder verkaufen kann. Impressionen aus dem Kantonslager in Escholzmatt. (Bild: Pius Amrein. Escholzmatt, 27. Juli 2018)

Alles wird fein säuberlich gestapelt, damit man das Material später wieder verkaufen kann. Impressionen aus dem Kantonslager in Escholzmatt. (Bild: Pius Amrein. Escholzmatt, 27. Juli 2018)

Auf dem Lagerplatz in Escholzmatt hört man kräftiges Hämmern und Dröhnen von Bohrmaschinen. Kinder tragen Holzstämme ab, welche die Lagerleiter zuvor von den grossen Bauten abmontiert haben. Das Holz wird sorgfältig gestapelt, damit es später wieder verkauft werden kann. Auf mit Absperrband markierten Flächen türmen sich bunte Koffer und Rucksäcke, aus Boxen ertönt Musik, die sich mit den Motorengeräuschen der auffahrenden Traktoren mischt. Es herrscht Aufbruchstimmung in Escholzmatt, das ist nicht zu übersehen. Bald ist das grösste Kantonslager der Luzerner Pfadi bereits wieder Geschichte.

Martin Lustenberger alias Goofy begab sich am Freitag, dem Tag der Abbauarbeiten, nur ungern auf das Gelände. «Eigentlich wollte ich nicht mehr hierherkommen. Es tut schon weh, wenn man sieht, dass jetzt alles vorbei ist und abgebaut wird.» Der Logistikleiter habe sich gar ganz in der Zentrale verschanzt. «Er kann nicht mit ansehen, wie alles zu Ende geht», sagt Goofy und lacht. «Dieses Jahr werde ich in ein tiefes Lagerloch fallen. Die zwei Wochen waren intensiv.»

«Wir sind wunschlos glücklich»

Der Kommunikationsverantwortliche des Kantonslagers blickt sehr positiv auf die vergangenen zwei Wochen zurück. «Das Lager hat unsere Erwartungen übertroffen. Es lief alles reibungslos. Es gab, bis auf die üblichen kleineren Lager-Leiden keine Zwischenfälle. Wir sind wunschlos glücklich über den Verlauf des Kantonslagers», sagt Goofy.

Fast erstaunlich, bei gut 2200 Kindern und 300 Helfern, die sich im Sommerlager befunden haben. 700'000 Franken Gesamtbudget standen für das Lager zur Verfügung. «Die Abbauarbeiten sind jeweils die kritischsten Momente. Man ist langsam etwas müde und hantiert mit Äxten und Bohrern. Das kann schnell gefährlich werden.»

Das Kantonslager LUpiter18 in Escholzmatt gehört nach zwei Wochen der Geschichte an. (Bild: Pius Amrein. Escholzmatt, 27. Juli 2018)
Alle müssen mit Anpacken, um das Gelände aufzuräumen. (Bild: Pius Amrein. Escholzmatt, 27. Juli 2018)

Langsam heisst's «auf Wiedersehen»: Das Kantonslager neigt sich dem Ende zu. (Bild: Pius Amrein. Escholzmatt, 27. Juli 2018)
Alle müssen mit Anpacken, um das Gelände aufzuräumen. (Bild: Pius Amrein. Escholzmatt, 27. Juli 2018)
So sah das «Lupiter18-Gelände» am Freitagnachmittag aus. Ein paar Zelte standen noch. (Bild: Pius Amrein. Escholzmatt, 27. Juli 2018)
So sah das «Lupiter18-Gelände» am Freitagnachmittag aus. Ein paar Zelte standen noch. (Bild: Pius Amrein. Escholzmatt, 27. Juli 2018)
Vorsicht ist geboten! Bei Arbeiten in solch luftigen Höhen sind Helme Pflicht! (Bild: Pius Amrein. Escholzmatt, 27. Juli 2018)

7 Bilder

Impressionen von den Abbauarbeiten im Kantonslager Escholzmatt

Lagerkoller habe es trotz der zwei intensiven Wochen nicht gegeben, denn «die Stimmung war fantastisch». «Eines Abends bei Sonnenuntergang liefen wir Lagerleiter über das Gelände und sahen den Kindern beim Spielen zu. Das war ein Hühnerhaut-Moment. Alle Leiter waren plötzlich still.» Auch die Kinder genossen es, einmal ein etwas anderes Lager zu erleben. Doch unter den kleinen Aliens wird auch etwas Kritik laut. «Alles war sehr streng getaktet und auch die Taufen waren dieses Jahr ziemlich harmlos», sagen zwei Pfader aus Meggen. Mit 35 Pfadi-Abteilungen auf einem Gelände habe man halt etwas Rücksicht aufeinander nehmen müssen, sagt Goofy. «Das ist auch der Gedanke der Pfadi. Sich selbst etwas zurücknehmen, damit das grosse Ganze funktioniert.» Deshalb könne man nicht jede Nacht Ramba Zamba machen wegen der Taufen.

Alle Impressionen

Bilder, Telegramme, Videos und der grosse Wettbewerb finden Sie auf www.luzernerzeitung.ch/lagerdraht

Doch die vielen Pfader hätten auch viel ermöglicht: «Wir konnten ein abwechslungsreiches Programm bieten, das sonst so im normalen Lager nicht möglich gewesen wäre», sagt Goofy. So habe man auf dem Platz Yogastunden nehmen können oder man habe einen Ausflug in eine Höhle unternommen.

Escholzmatter waren stolze Gastgeber

Bald wird Escholzmatt also wieder um gut 2500 Einwohner ärmer sein. Ist man bei der Gemeinde erleichtert, dass wieder etwas Ruhe in die Biosphäre einkehrt? Mitnichten. «Es ist fast etwas schade, dass das Lager jetzt schon zu Ende ist», sagt Gemeindepräsident Fritz Lötscher (CVP). «Es waren angenehme Leute und alles verlief reibungslos.»

Im Dorf habe sich der temporäre Zuwachs nicht sonderlich ausgewirkt, denn die Pfader hielten sich grösstenteils auf «ihrem» Gelände oder in der Umgebung auf. Und dieses besuchte auch die hiesige Bevölkerung manchmal. «Die Escholzmatter waren stolz, dass das Lager hier stattfindet. Sie waren neugierig auf diese jungen Wilden und haben das Lager von der Anhöhe aus beobachtet.» Das sei schon eindrücklich gewesen, wenn man sich eine Übersicht über das Gelände verschaffte. Lötscher würde sich nochmals für so ein Kantonslager starkmachen. «Auch wenn die Landwirte, welche das Land zur Verfügung gestellt haben, und auch das Land selbst, wohl erst einmal eine Pause brauchen», fügt er schmunzelnd an.

Die Wikinger der Jungwacht Alpnach erobern den Bodensee. (Lagerbild)
Selbst das Militär kommt bei der Jungwacht Hitzkirch auf Besuch. (Lagerbild)
Zwei Mädchen des Blauring Sempach. (Lagerbild)
Der Turm der Jungwacht Meggen unter dem Sternehimmel. (Lagerbild)
Die Jubla Dietwil ist hier zwar in der Badi – trotzdem geht's zunächst in die Lüfte. (Lagerbild)
Eine bärenstarke Leiterin des Blauring Sempach. (Lagerbild)
Die Pfadi St. Michael beim Aufbau im Kantonslager in Escholzmatt. (Lagerbild)
Guten Morgen! Die Wölfli der Pfadi Beckenried sind offenbar Frühaufsteher. (Lagerbild)
Die jüngsten Mädchen des Blauring Entlebuch werden in die Schar aufgenommen. (Lagerbild)
Pfadi Arth-Goldau: Mit der Fähre geht's nach Friedrichshafen in Deutschland. (Lagerbild)
Können es kaum erwarten, in den Burger zu beissen: die Knaben der Jungwacht St. Johannes. (Lagerbild)
Die Jubla Büron/Schlierbach gönnt sich eine Abkühlung. (Lagerbild)
Daumen hoch: Die Mädchen des Blauring Steinhausen stimmen sich auf das Kantonslager ein. (Lagerbild)
Bei der Jubla Hohenrain/Kleinwangen gehts dreckig zu und her. (Lagerbild)
Die Mädchen des Blauring Stans haben noch einen weiten Weg vor sich. (Lagerbild)
Die Ritter der Jubla Ennetbürgen auf der Zwei-Tages-Wanderung. (Lagerbild)
Das Lager der Pfadi Isenringen Beckenried. (Lagerbild)
Süss, süsser, die Torte der Meitlipfadi Altdorf. (Lagerbild)
Der Lagerplatz der Pfadi Seppel bei Nacht. (Lagerbild)
Die Pfadi Sarnen war im internationalen Lager mit dabei. (Lagerbild)
Fussballspielen mit brennendem Ball: Das geht bei der Pfady Zytturm Zug ganz gut. (Lagerbild)
Der Samichlaus kam beim Blauring Entlebuch auf Besuch. (Lagerbild)
Navi und Tamara von der Pfadi Sarnen erklimmen die Jaccob's Ladder. (Lagerbild)
Wassergymnastik wird bei der Pfadi Zytturm Zug gross geschrieben. (Lagerbild)
Mystischer Sternenhimmel über dem Lager der Pfadi Buochs. (Lagerbild)
Die Mädchen des Blauring Entlebuch durften einen Wunsch in jeden Ballon schreiben. (Lagerbild)
Brauchts in jeden Lager: ein Lagerfeuer, wie hier jenes der Meitlipfadi Altdorf. (Lagerbild)
Eindrückliches Gruppenfoto der Pfadi Baar. (Lagerbild)
Das Abschiedsfoto der Jungwacht Entlebuch. (Lagerbild)
So macht ein Gewitter Spass! Die Jubla Hohenrain/Kleinwangen. (Lagerbild)
Foto durch die Sonnenbrille der Pfadi Seppel. (Lagerbild)
Fussball einmal anders bei der Pfadi Rothenburg. (Lagerbild)
Die Zeltplachen der Jungwacht St. Johannes müssen trocknen. (Lagerbild)
Die Taufe der Pfadi Zytturm Zug. (Lagerbild)
Die Pfadi Baar beim "Superhike". (Lagerbild)
35 Bilder

Fotowettbewerb: Das sind bisher die besten Fotos aus den Lagern

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