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Brunni und Titlis begraben das Kriegsbeil

Nach dem Streit um den Swiss Travel Pass haben die Bergbahnen Brunni und Titlis wieder zueinander gefunden. Die Verwaltungsräte der beiden Unternehmen haben einen Zusammenarbeitsvertrag unterschrieben. Alle Differenzen sind damit aber nicht aus der Welt.
Christian Glaus
Für die Besucher der beiden Bergbahnen ändert der neue Vertrag nichts. Im Bild die Titlis Rotair. (Bild: Nadia Schärli, Engelberg, 27. Juli 2019)

Für die Besucher der beiden Bergbahnen ändert der neue Vertrag nichts. Im Bild die Titlis Rotair. (Bild: Nadia Schärli, Engelberg, 27. Juli 2019)

Die Bergbahnen Brunni und Titlis arbeiten wieder zusammen. Die Verwaltungsräte der beiden Unternehmen haben einen Zusammenarbeitsvertrag unterschrieben, wie sie gestern Abend mitteilten. Wer eine Tages-, Mehrtages-, Saison- oder Jahreskarte für die Destination Engelberg kauft, kann damit nach wie vor die Anlagen am Titlis und im Brunni benutzen. Das Abonnement für den gesamten Winter kostet im Vorverkauf 850 Franken und ist vom 5. Oktober bis am 24. Mai 2020 gültig. Dieser Preis sei seit vier Jahren unverändert, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Zusammenarbeitsvertrag musste neu ausgehandelt werden, weil die Titlis-Bahnen den alten Vertrag im Frühling per Ende Oktober dieses Jahres gekündigt hatten. Hintergrund war insbesondere ein Streit um den Swiss Travel Pass. Da die Brunni-Bahnen diesen anerkennen, können ausländische Gäste ohne Aufpreis bis aufs Ristis fahren. Die Titlisbahnen vertraten deshalb die Ansicht, dass sich die Angebots- und Preisphilosophie der Unternehmen nicht decken (Ausgabe vom 9. April). «Angesichts des zunehmenden Preisdrucks innerhalb der Bergbahnbranche sind wir der festen Überzeugung, dass es nicht zielführend ist, die Preise stetig nach unten anzupassen.»

Brunni-Bahnen dürften Touri-GA weiter anbieten

Nun hat man sich also wieder gefunden. Das bedeutet aber nicht, dass sämtliche Differenzen ausgeräumt sind. Die Brunni-Bahnen dürften den Swiss Travel Pass anbieten, «unabhängig davon, ob uns das passt oder nicht», sagte Titlis-CEO Norbert Patt auf Anfrage. Der Swiss Travel Pass habe keine direkten Auswirkungen auf den Zusammenarbeitsvertrag. Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen, fügt an:

«Wir haben uns klar darauf geeinigt, dass Einzelfahrten nicht Teil der Zusammenarbeit sind. Dazu gehört der Swiss Travel Pass.»

Die Verhandlungen über diesen Grundsatz wurden lange und intensiv geführt. Dass es weiterhin Differenzen gibt, sei in geschäftlichen Beziehungen normal.

Für die Gäste auf dem Brunni und dem Titlis ändert sich dank dieser Vereinbarung nichts. Anders sieht es für die beiden Unternehmen aus. Man habe «auf beiden Seiten Kompromisse gemacht», sagt Norbert Patt und spricht von einer ausgewogenen Lösung.

«Es gibt keinen Gewinner und keinen Verlierer.»

Der Vertrag sei aktualisiert und den neuen Marktbedingungen angepasst worden. Was das genau heisst, sagen die Unternehmen nicht. «Vertragsdetails werden nicht kommuniziert», sagt Thomas Küng.

Die Unternehmen sehen den Zusammenarbeitsvertrag als Bekenntnis zur Toursimusregion Engelberg. Er sei Grundlage für die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.

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